Ein Schüler hilft Afrika

Braunschweig  Yannick Nothmann aus dem Kreis Peine sammelt Geld für das vom Bürgerkrieg geplagte Sierra Leone. Dafür erhält er den Jugendpreis.

Yannick Nothmann aus Groß Ilsede hilft Schülern aus dem westafrikanischen Sierra Leone.

Yannick Nothmann aus Groß Ilsede hilft Schülern aus dem westafrikanischen Sierra Leone.

Foto: Henrik Bode

Yannick Nothmann aus Groß Ilsede hat genau hingehört, als seine Religionslehrerin über das Leben und den Überlebenskampf auf dem afrikanischen Kontinent sprach. Der 18-jährige Schüler aus dem Kreis Peine zog seine Konsequenzen und begann sich, dem „Kindernetzwerk Sierra Leone“ anzuschließen.

Seitdem organisiert er Spenden für das vom Bürgerkrieg geschundene Land. Unter anderem werden mit dem Geld Friedenskurse bezahlt. Kinder sollen dort unter anderem lernen, Konflikte friedlich zu lösen. Desweiteren sollen mit den Spenden vor Ort Bildungsstipendien und Saatgut-Kredite der bitterarmen Bevölkerung zugutekommen, die aktuell auch unter den Folgen der Ebola-Epidemie zu leiden hat.

Nothmann erhielt den mit 1000 Euro dotierten Jugendpreis des Braunschweiger Doms aus den Händen der Vorjahressieger. Die Schülerinnen Madita Kuchenbecker und Erle Blume hatten sich im Rahmen eines Unicef-Projektes für Malaria-Hilfe starkgemacht. In ihrer Laudatio freuten sie sich, dass sich auch andere Jugendliche ehrenamtlich engagieren: „Dem heutigen Gewinner, wie auch uns, liegt es besonders am Herzen, dass die Unterschiede in der Welt verringert werden.“

Für den neuen Preisträger selbst kam der Erfolg völlig überraschend: „Im Vorfeld wusste ich nichts“, sagte der Schüler. Er verriet aber auch, dass seine Mitschüler offenbar ordentlich die Werbetrommel für das Projekt gerührt hatten: „In den letzten Tagen hat die ganze Schule mitgefiebert. Sogar am schwarzen Brett hing ein Hinweis.“

Entsprechend stolz war auch seine Lehrerin Ruth Reimer-Nießen, die die Preisleihung im Dom mitverfolgte: „Wir werden das Projekt in jedem Fall weiterführen, auch wenn Yannick die Schule demnächst verlassen wird.“ Denn der frischgebackene Preisträger befindet sich bereits auf der Zielgeraden zu seinem nächsten Titel: Dem Abitur.

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