Biotechnologen sammeln Erfahrungen im Ausland – oder gleich um die Ecke

Arno Cordes hat eine Firma zur Herstellung von Mikroorganismen – Bei ihm lernen Studenten die Praxis kennen

Ana Pablos, die an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel einen Bachelor of Science erworben hat, erklärt den FH-Studenten Marc Stechling (links) und Jan Tinius, wie man aus Termiten Gene isoliert.    

Ana Pablos, die an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel einen Bachelor of Science erworben hat, erklärt den FH-Studenten Marc Stechling (links) und Jan Tinius, wie man aus Termiten Gene isoliert.    

Foto: privat

Der Studiengang "Bio- and Environmental Engineering" der Fachhochschule (FH) Braunschweig/Wolfenbüttel gibt sich betont international. Praktika in Fachbetrieben lassen sich aber auch gleich um die Ecke absolvieren – etwa bei der Firma Asa Spezialchemie.

Deren Chef Arno Cordes ist zugleich Lehrbeauftragter der FH, er hält eine Vorlesung über Biotechnologie und Gentechnik. "Die Studenten sollen aber nicht bloß theoretische Kenntnisse sammeln, sondern auch interessante Praktika machen", sagt Cordes. Auch damit kann er dienen.

Am Anfang seiner Firma stand eine Waschküche, die er zum Labor umbaute. Dort machte sich der promovierte Biotechnologe 1991 selbständig mit der Herstellung von Enzymen. Heute beschäftigt Cordes in seiner Biotechnologie-Firma 14 Mitarbeiter und zwei Praktikanten.

Die kommen meist von der FH und sind selbst angehende Biotechnologen. Bei Cordes können sie etwa lernen, wie man Mikroorganismen vermehrt und vermarktet, die darauf spezialisiert sind, Lästiges wie Rost, Algen oder Schlamm zu vertilgen – umweltfreundlicher als jede chemische Keule.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder