Berlin. Fast zehn Prozent der Deutschen sind mit dem Konto im Minus. Smava-CEO Artopé gibt Tipps, was man gegen teure Ratenkredite tun kann.

Knapp zehn Prozent der Deutschen waren diesen August mit ihrem Konto im Minus. Das sind gut 28 Prozent mehr als im Juli 2023. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Kreditvergleichsportals smava.de ergeben. Im Kontominus sein heißt, dass der Kontoinhaber sein Girokonto im Rahmen eines Dispokredits und/oder einer geduldeten Überziehung überzogen hat. Mehr als die Hälfte der Kontoüberzieher war demnach im August durchschnittlich mit mehr als 1000 Euro im Minus.

„Ist das Konto im Minus, zahlt man dafür im Schnitt rund elf Prozent Zinsen. Deshalb empfiehlt es sich, das Konto gar nicht ins Minus geraten zu lassen oder es schnell wieder auszugleichen“, sagt Alexander Artopé, CEO des Kreditvergleichsportals. Er rät: „Wer dafür mehrere Monate braucht, ist in der Regel gut beraten, das Konto mithilfe eines günstigeren Ratenkredits auszugleichen.“

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Der Unternehmenschef weiß auch: Je länger man im Kontominus ist, desto teurer wird es. „Das gilt umso mehr, weil jede weitere Leitzinserhöhung die Kontoüberziehung sehr wahrscheinlich noch teurer machen wird“, sagt Artopé.

Das ist ein Grund, warum die Befragten ihr Konto überziehen

Laut Umfrage war einer der Gründe, warum das Konto überzogen wird, eine Urlaubsreise. So gaben 53 Prozent der Befragten an, dieses Jahr bereit vereist zu sein, neun Prozent wollen noch weg und knapp 36 Prozent waren noch nicht im Urlaub. Sechs Prozent der bereits Verreisten haben für die Reise ihr Konto überzogen. Knapp 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie vergangenes Jahr im Urlaub waren, 40 Prozent blieben damals zu Hause.

Je länger man im Kontominus ist, desto teurer wird es in der Regel.
Je länger man im Kontominus ist, desto teurer wird es in der Regel. © imago/blickwinkel | blickwinkel

45 Prozent der Befragten, die dieses Jahr nicht verreisen, gaben als Grund an, dass die Lebenshaltungskosten wie etwa für Energie zu hoch seien. Weitere 30 Prozent wollen wegen der hohen Reisekosten nicht in den Urlaub fahren. 26 Prozent gaben an, dass sie lieber zu Hause bleiben möchten, und gut neun Prozent investieren ihr Geld lieber anderweitig, wie beispielsweise in ein neues Auto. Für die Umfrage wurden im August 2500 Menschen online befragt.