Staatsanwaltschaft schickt Akten zu VW-Abgas-Skandal an Anwälte

Braunschweig  Abgas-Skandal: Staatsanwaltschaft Braunschweig will wichtige Ermittlungsakten noch am Dienstag an die Anwälte der beschuldigten Manager verschicken.

Im VW-Abgas-Skandal will die Staatsanwaltschaft Braunschweig wichtige Ermittlungsakten noch am Dienstag an die Anwälte der beschuldigten Manager verschicken.

Im VW-Abgas-Skandal will die Staatsanwaltschaft Braunschweig wichtige Ermittlungsakten noch am Dienstag an die Anwälte der beschuldigten Manager verschicken.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe geht davon aus, dass das Material "heute auf den Postweg" gehe, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Nach langer Vorbereitung können die Anwälte bald die Hauptakten einsehen.

Ursprünglich war dieser Schritt frühestens für Anfang August erwartet worden. Die Unterlagen betreffen 39 Beschuldigte im Fall der Software-Manipulationen beim Stickstoffdioxid-Ausstoß, in 3 Fällen geht es um Marktmanipulation.

Die Anklagebehörde ermittelt unter anderem gegen Ex-VW-Konzernchef Martin Winterkorn sowie gegen den neuen Konzernchef Herbert Diess und den Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Dieter Pötsch wegen möglicher Marktmanipulation, gegen Winterkorn zusätzlich auch wegen Betrugs.

Winterkorn war im September 2015 von seinem Amt zurückgetreten - kurz nachdem US-Behörden Manipulationen bei Dieselautos aufgedeckt hatten. Volkswagen hatte nur mit einer "defeat device" genannten Software die Schadstoffgrenzwerte bei Abgastests eingehalten.

Die Akteneinsicht erlaubt es den Verteidigern, die Vorwürfe zu prüfen. Danach entscheidet die Staatsanwaltschaft abschließend über eine Anklage. Unklar war zunächst, ob dies noch 2018 geschehen soll.

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