Stresstest fürs neue Abwehr-Duo des VfL Wolfsburg

Wolfsburg.  Der VfL Wolfsburg startet gegen Bayer Leverkusen in die neue Bundesliga-Saison. Lacroix und Brooks spielen erstmals zusammen.

Bundesliga-Debüt und eine weitere Premiere: Maxence Lacroix (rechts), Neuzugang des VfL Wolfsburg, wird zum Ligauftakt am Sonntag gegen Leverkusen erstmals mit John Anthony Brooks das Abwehrzentrum bilden.

Bundesliga-Debüt und eine weitere Premiere: Maxence Lacroix (rechts), Neuzugang des VfL Wolfsburg, wird zum Ligauftakt am Sonntag gegen Leverkusen erstmals mit John Anthony Brooks das Abwehrzentrum bilden.

Foto: Darius Simka / regios24

Es geht wieder los: Der VfL Wolfsburg startet in die neue Bundesliga-Saison. Am Sonntag ab 18 Uhr ist Bayer Leverkusen vor 500 Zuschauern in der VW-Arena zu Gast. Wobei: Wie ein Neustart nach monatelanger Pause wie sonst fühlt es sich diesmal nicht an. Kein Wunder, denn das Team von Trainer Oliver Glasner hat nach dem Ende der vorherigen Bundesliga-Spielzeit bereits drei Pflichtspiele bestritten – zwei in der Europa League (0:3 bei Schachtar Donezk Anfang August und 4:0 bei FK Kukesi am Donnerstag) und eines im Pokal (4:1 gegen Fürstenwalde).

Gefühlt ist der VfL schon mittendrin in der neuen Saison. Und hat auch direkt Sorgen. In der Abwehr drückt der Schuh. Gegen Kukesi, zählt Glasner auf, standen ihm für die Viererkette im Vergleich zur vergangenen Saison sechs Spieler nicht zur Verfügung. „Dann hätte jede Mannschaft der Welt Probleme, deshalb bin ich stolz auf die Jungs“, sagt der Österreicher – und zwar trotz einiger Wackler und Unsicherheiten im Abwehrverbund, den er gegen Leverkusen ohnehin wieder umbauen muss. Josuha Guilavogui fehlt gesperrt, für den Kapitän wird John Anthony Brooks aller Voraussicht nach spielen.

Glasner hat bei Brooks keine Bedenken

Der US-Amerikaner war zuletzt etwas hinten dran. Gegen Kukesi hatte er eine Sperre abgesessen, neben Guilavogui verteidigte Neuzugang Maxence Lacroix – so wie im Pokal und den Tests zuvor auch. Gegen Leverkusen spielen der junge Franzose und Brooks erstmals zusammen. Ein Problem? Glasner verneint zunächst. „John hat viel Erfahrung, ich habe keine Bedenken, ihn reinzuwerfen.“ Zugleich erklärt der VfL-Coach jedoch: „Es ist alles noch nicht so eingespielt. Das ist eine Aufgabe für die kommenden Wochen.“

In den Tests, im Pokal und auch in der Europa League gegen die Albaner aus Kukesi ging das gut. Doch am Samstag erwartet die neu formierte Abwehr ein Stresstest. Mit Leverkusen kommt ein Top-Team der Bundesliga, das sich im Pokal mit einem 7:0 beim Regionalligisten Eintracht Norderstedt auf Betriebstemperatur geschossen hat. „Da ist viel Qualität und Tempo in der Offensive vorhanden“, weiß Glasner, der hinterher schiebt: „Wir haben vor gar nicht allzu langer Zeit gezeigt, dass wir Leverkusen Paroli bieten können.“ Ende Mai war es, da gewann der VfL überzeugend mit 4:1 bei Bayer, das obendrein mit Kai Havertz (FC Chelsea) und Kevin Volland (AS Monaco) zwei Stützen verloren hat.

Arnold kann voraussichtlich mitspielen

Apropos Stützen: Die Wolfsburger können zum Ligastart vielleicht doch auf eine setzen. Maximilian Arnold, der in Albanien früh verletzt ausgewechselt werden musste, hat sich nicht schlimmer verletzt, wie Untersuchungen zeigten. „Er hat noch Schmerzen vom Tritt, aber wenn die es zulassen, dann kann er spielen“, erklärt Glasner. Die endgültige Entscheidung soll das Abschlusstraining am Samstagnachmittag bringen.

Es wäre vor dem Stresstest zum Bundesliga-Auftakt mal eine positive personelle Nachricht.

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