Braunschweig. Wehen Wiesbaden stürzt auf den Relegations-Rang und zieht die Reißleine. Greift der Klub in Braunschweig zu? Zwei Ex-Trainer sind frei.

Der SV Wehen Wiesbaden hat Trainer Markus Kauczinski wenige Stunden nach der Niederlage des Abstiegskandidaten gegen die SpVgg Greuther Fürth freigestellt. „Im Kampf um den Klassenerhalt sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass wir in dieser Konstellation unsere Ziele nicht erreichen werden und dass die Mannschaft für die letzten Partien einen neuen Impuls braucht“, sagte Geschäftsführer Nico Schäfer laut Mitteilung am Sonntag. „Der Verbleib in der 2. Bundesliga hat für uns aber oberste Priorität, daher war dieser Weg am Ende unumgänglich.“

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Bis auf Weiteres soll das Training von den Co-Trainern Nils Döring und Giuliano Modica geleitet werden. Möglicherweise kommt der Aufsteiger auf den Gedanken, die restlichen drei Spiele mit einem Impuls von außen zu bestreiten. Verfügbar wären mit Michael Schiele und Jens Härtel zwei Trainer, die nach ihren Freistellungen noch bis Sommer 2025 von Eintracht Braunschweig bezahlt werden.

Michael Schiele steht noch bis Sommer 2025 bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag. Er ist nur freigestellt.
Michael Schiele steht noch bis Sommer 2025 bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag. Er ist nur freigestellt. © dpa | Gregor Fischer

Der SV Wehen war zuvor noch tiefer im Abstiegskampf gestürzt. Die Wiesbadener unterlagen trotz einer 2:0-Führung der zuletzt formschwachen SpVgg Greuther Fürth mit 3:5 (2:3). Nach nur zwei Punkten aus den vergangenen sieben Spielen rutschte der Aufsteiger auf den Relegationsplatz und liegt einen Punkt hinter dem 1. FC Kaiserslautern.

„Das war für mich eine schöne und erfolgreiche Zeit, die mit dem Zweitligaaufstieg gekrönt wurde“, sagte Kauczinski in der Kluberklärung. Der 54-Jährige - zuvor Chefcoach unter anderem bei Dynamo Dresden, dem 1. FC St. Pauli und Karlsruher SC - war 2021 in die hessische Landeshauptstadt gekommen.

Eintracht Braunschweig empfängt Wehen Wiesbaden noch

„Es tut natürlich weh. Wir sind in der zweiten Halbzeit eigentlich gut drin, die Treffer fallen einfach zu leicht“, hatte Kauczinski unmittelbar nach Schlusspfiff noch im Sky-Interview gesagt und die Tabellensituation so kommentiert: „Wir sind noch drin, wir sind noch nicht tot. Wir sind in der Verlosung nach wie vor.“ Mit Blick auf die beiden verbliebenen Heimspiele gegen die Spitzenteams von Holstein Kiel und 1. FC St. Pauli meinte er: „Da sind wir nicht chancenlos.“ Zudem muss der SV Wehen noch zum Mitkonkurrenten Eintracht Braunschweig.

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In der Tabelle ist der Aufsteiger nun auf Relegations-Rang 16 abgerutscht. Kaiserslautern zog am Wochenende vorbei. Rostock belegt mit 31 Zählern Rang 17, Wiesbaden hat einen Punkt mehr auf dem Konto (32). Kaiserslautern (Rang 15) steht bei 33 Punkten, Eintracht bei 34. Die Braunschweiger müssen jetzt nach Fürth, dann kommt Wiesbaden, zum Abschluss steht die Partie auf dem Betzenberg an.

Mit Agenturmaterial (dpa)

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