Osnabrück. Zweitligist Eintracht Braunschweig sorgt an der Bremer Brücke in Osnabrück früh für klare Verhältnisse. Donkor, Philippe und Gómez treffen.

Dieser Sieg war so wichtig. Mit 3:0 (2:0) besiegte Eintracht Braunschweig am Samstagnachmittag den VfL Osnabrück in dessen Stadion und sammelte drei Punkte im Abstiegskampf. Vor 15.741 Zuschauern musste das Team von Daniel Scherning trotz des deutlichen Resultats einen harten Kampf ableisten.

Rayan Philippe war es, der mit seinem sechsten Saisontor für etwas mehr Ruhe an der Bremer Brücke sorgte (40.). Der Stürmer der Eintracht erzielte kurz vor der Pause das 2:0 nach feinem Steckpass von Hasan Kurucay und erstickte die wütenden Osnabrücker Angriffe ein wenig. In einem unterhaltsamen und kämpferisch geprägten Fußball-Zweitliga-Spiel hatte zuvor Anton Donkor das Scherning-Team in Führung gebracht. Ausgerechnet Donkor, könnte man meinen. Der Linksverteidiger wird mit einem ablösefreien Wechsel zu Liga-Konkurrent Schalke 04 in Verbindung gebracht und spielte zuletzt unter seinen Möglichkeiten.

Anton Donkor schießt Eintracht Braunschweig zur frühen Führung gegen Osnabrück

Nach neun Minuten stand der gebürtige Göttinger jedoch goldrichtig und drückte den Ball nach einer Hereingabe von Marvin Rittmüller über die Torlinie. Die VfL-Verteidigung hatte in dieser Szene gehörig gepennt. Doch nach Braunschweigs früher Führung wollten die Lila-Weißen schnell zurück ins Spiel kommen. Robert Tesche hätte per Kopfball beinahe den Ausgleich hergestellt, als Donkor ihn aus den Augen verlor. Der Ball rutschte Eintracht-Torhüter Ron-Thorben Hoffmann sogar durch die Beine. Aber irgendwie bekam die Nummer 1 noch die Hacken zusammen und wurde von seinen Mitspielern geherzt.

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In der Folge versuchten beide Vereine viel, doch es ergaben sich nur wenige konkrete Tormöglichkeiten. Das Spiel lief zwischen den Strafräumen. Bis Philippe erstmals seit dem 2:1-Erfolg beim SC Paderborn wieder einnetzte. Zur Pause gab es teilweise wüste Wortgefechte zwischen Osnabrücker Spielern und enttäuschten Fans auf der Nordtribüne. Das überraschte ein wenig, denn zuvor hatten die Anhänger des Tabellenletzten jeden Zweikampf, jede herausgeholte Ecke frenetisch gefeiert und anlässlich des 125. Vereinsgeburtstags für eine würdige Stimmung im Stadion gesorgt.

Jannis Nikolaou spielt für Robert Ivanov in Eintracht Braunschweigs Abwehr

Unverändert ging es in Durchgang 2. Überhaupt hatte Scherning im Vergleich zum 0:0 im Derby gegen Hannover 96 nur eine Änderung vorgenommen. Jannis Nikolaou ersetzte erwartungsgemäß Robert Ivanov in der Dreierkette. Der Finne fehlte wegen einer Gehirnerschütterung.

Die erste Schrecksekunde nach der Pause überstand die Eintracht dann schadlos. Wieder einmal war Ron-Thorben Hoffmann gegen Stürmer Erik Engelhardt auf der Linie zur Stelle. Bei immer stärker einsetzendem Regen und ungemütlichen Temperaturen unter 10 Grad Celsius setzten die Hausherren zur Aufholjagd an.

Doch dann machte die Eintracht den Deckel drauf. Nach einem guten Lauf von Thorir Helgason kam Philippe in Position, flankte in die Mitte und dort überwand Johan Gómez seine seit Ende Dezember andauernde Torflaute (60.). Er hatte wie Donkor auch beim 3:2-Erfolg im Hinspiel, dem Debüt von Scherning als Cheftrainer, für die Braunschweiger getroffen.

Nach Eintracht Braunschweigs 3:0 wird es härter

Im Anschluss an den dritten Braunschweiger Treffer, der von den mitgereisten Fans lautstark gefeiert wurde, ergaben sich immer mehr Räume zum Kontern für die Eintracht. Osnabrück ging jetzt mit etwas Frust und einer Portion Härte zu Werke.

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Der eingewechselte Maurice Multhaup und auch Philippe hätten mit ein bisschen mehr Glück und Konsequenz sogar noch erhöhen können. Stattdessen plätscherte die Begegnung ein bisschen vor sich hin. Und in der Nachspielzeit vergaben die Hausherren noch einen Strafstoß. Nach einem Foul von Ermin Bicacic hatte Schiedsrichter Tom Bauer auf dem Punkt gezeigt. Kwasi Wriedt bolzte den Ball aber über das Tor.

Mit dem Erfolg beim niedersächsischen Kontrahenten sammelte Eintracht einen Pflichtsieg im Tabellenkeller. Ein Spaziergang war er aber keinesfalls. Trotzdem erreichten die Löwen einen Erfolg und besserten vor den entscheidenden vier Spielen gegen Hamburg, Fürth, Wiesbaden und Kaiserslautern auch noch einmal ihr Torverhältnis auf. Das kann am Ende nicht unerheblich sein. Der Weg zu einem weiteren Jahr im Unterhaus ist dennoch noch sehr lang.

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