Eintracht-Trainer Marco Antwerpen: Der Fußball fehlt

Braunschweig.  Der Trainer von Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig hofft auf die Saisonfortsetzung.

Trainer Marco Antwerpen hofft, möglichst bald mit Eintrachts Fußballern auf den Platz zurückzukehren.

Trainer Marco Antwerpen hofft, möglichst bald mit Eintrachts Fußballern auf den Platz zurückzukehren.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Marco Antwerpen macht sich viele Gedanken, wie und vor allem wann es wieder losgeht mit dem Fußball bei Drittligist Eintracht Braunschweig und in der Liga. „Keiner weiß, wie es weitergeht“, beschreibt Eintrachts Cheftrainer am Telefon die Situation.

Seit fast zwei Wochen befindet sich Marco Antwerpen nun schon Zuhause im Münsterland, nachdem bei Physiotherapeut Florian Horn der Verdacht bestand sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Dieser bestätigte sich zum Glück nicht.

Es folgte die Aussetzung des Spielbetriebs der 3. Liga bis zum 30. April und die Einführung von Kurzarbeit bei Eintracht . Dass die Spieler, das Trainerteam sowie Geschäftsführung und sportliche Leitung dieser Maßnahme sofort zugestimmt hatten, empfindet Antwerpen als starkes Zeichen. In Vorgesprächen mit Geschäftsführer Wolfram Benz und Sportdirektor Peter Vollmann hatte er die Lage bewertet und dann mit beiden zusammen den Spielern erläutert. „Ich habe gesagt, dass es alternativlos ist und dass wir alle den Verein Eintracht Braunschweig unterstützen müssen.“ Dem folgten alle.

Erst am 19. April, so der Plan, soll das Training der Profis wieder aufgenommen werden. Ob der Termin eingehalten werden kann, weiß derzeit niemand. „Wir hegen große Hoffnung, dass wir am 2. Mai wieder ein Spiel bestreiten. Aber keiner weiß, wie die Situation sich darstellt“, sagt der Eintracht-Coach. Sollte es wirklich zu einer Fortsetzung der Saison Anfang Mai kommen, müssten die Mannschaften quasi eine neue Vorbereitungsperiode absolvieren.

Fast acht fußballlose Wochen wären dann vergangen. „So eine lange Pause gab es noch nie“, verweist er auf den extrem langen Zeitraum. Selbst im Sommer seien drei bis vier Wochen der Normalfall. „Ich muss zugeben, der Fußball fehlt schon“, sagt Antwerpen.

„Ich versuche, mein Sportprogramm zu erhöhen“, schildert er lachend, wie er seine Zeit verbringt. Gestern Morgen sei er Laufen gewesen, berichtet der 48-Jährige. Die Empfehlung, sich fit zu halten und die lange Auszeit professionell zu überbrücken, hatten auch die Eintracht-Fußballer mitbekommen, bevor sie nach Hause geschickt worden waren.

Mit seinen Co-Trainern kommuniziert Antwerpen über eine Whats-App-Gruppe und tauscht sich im Team regelmäßig über den Stand der Dinge aus. Die freie Zeit nutzt er zudem, um mit Videos und Datenbanken Spieler zu scouten, schließlich hegen alle die Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit weitergeht im Fußball. Und sonst? „Es gibt immer etwas zu tun im Haus“, fügt er hinzu. Am liebsten aber stünde er wieder auf dem Fußballplatz.

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