Gelungener Auftakt: Eintracht Braunschweig siegt 4:2 in Magdeburg

Magdeburg.  Matchwinner beim Drittliga-Auftakt der Blau-Gelben war Martin Kobylanski. Der Neuzugang erzielte drei Tore. Torwart Jasmin Fejzic muss verletzt raus.

Eintrachts Mike Feigenspan (links) jubelt mit Torschütze Martin Kobylanski über den zum 4:2. Es war Kobylanskis drittes Tor im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg.

Eintrachts Mike Feigenspan (links) jubelt mit Torschütze Martin Kobylanski über den zum 4:2. Es war Kobylanskis drittes Tor im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg.

Foto: Michael Taeger / BestPixels.de

Eintracht Braunschweig ist mit einem Erfolg in die Drittligasaison gestartet und hat Trainer Christian Flüthmann einen Top-Einstand als Cheftrainer bereitet. Vor 16.102 Zuschauern, davon knapp 2000 Eintracht-Anhänger, siegte Eintracht beim Zweitligaabsteiger 1. FC Magdeburg mit 4:2 (3:1). Mann des Tages war Neuzugang Martin Kobylanski, der drei Treffer (7., 18., 90.+6) erzielte, Marcel Bär (32.) trug sich zudem in die Torschützenliste ein. Für Magdeburg trafen in einer dramatischen Partie Sören Bertram (12.) und Christian Beck (52.).

Zwei Neuzugänge in Eintrachts Startelf

Flüthmann ließ mit einer Viererabwehrkette beginnen, davor spielten Bernd Nehrig und Marc Pfitzner im defensiven Mittelfeld hinter Marcel Bär, Martin Kobylnski und Leandro Putaro, in der Spitze war Nick Proschwitz aufgeboten. Mit Kobylanski und Proschwitz standen zwei Neuzugänge in der Startaufstellung. Eintracht-Sportdirektor Peter Vollmann hatte vor der Partie gewarnt: „Magdeburgs Trainer Stefan Krämer will immer in den ersten 20 Minuten ein Tor von seiner Mannschaft.“

Und beide Teams legten auch gleich mit Tempo los, ein Abtasten gab es nicht. Nach drei Minuten ging FCM-Torjäger Christian Beck nach einem Zweikampf mit Niko Kijewski im Strafraum zu Boden, aber Schiedsrichter Felix Zwayer pfiff völlig zu recht keinen Strafstoß.

Klassekonter nach sieben Minuten

Das schnelle Führungstor glückte dann den Gästen. Bär eroberte im Mittelfeld gegen Tobias Müller den Ball, schaltete blitzschnell um und sprintete Richtung Magdeburger Tor. Dann bediente er mustergültig den mitgelaufenen Kobylanski, der an Torhüter Alexander Brunst vorbei zum 1:0 für Eintracht einschob. Ein Klassekonter nach sieben Minuten.

Die Gastgeber reagierten umgehend. Rico Preißinger verfehlte mit einem 20-Meter-Schuss knapp das Eintracht-Tor. Und dann leistete sich auch Eintracht einen kapitalen Aussetzer. Steffen Nkansah brachte Robin Becker mit einem schlampigen Pass in Bedrängnis, dessen Rückpass zu Torwart Jasmin Fejzic missriet völlig. Beck lief allein auf das Braunschweiger Tor zu, bediente Sören Bertram und der traf nach 12 Minuten zum 1:1.

Bär auf Kobylanski zum Zweiten

Der Zweitligaabsteiger wollte nun mehr, versuchte, Druck aufzubauen. Aber Eintracht spielte ruhig weiter und setzte die gefährlicheren Stiche. Als Bär nach 18 Minuten von rechts eine punktgenaue Flanke auf Kobylanski schlug, köpfte der 25-Jährige völlig freistehend ins lange Eck des Magdeburger Tores. Eintracht führte erneut. In der Folge bei Proschwitz‘ Querpass (22.) war kein Braunschweiger zur Stelle. Die Gäste waren die überlegene und auch bessere Mannschaft. Und das Team von Trainer Flüthmann legte nach. Nach einem Rückpass auf Fejzic schlug der Schlussmann den Ball weit in die FCM-Hälfte. Tarek Chahed, Björn Rother und Torwart Brunst waren sich in der Abwehrarbeit nicht einig und Bär nutzte dies per Kopf zum 3:1. Magdeburg schien konsterniert, auch weil Eintrachts Abwehr konsequent arbeitete und sich bis zur Pause keine Schnitzer mehr leistete.

Jasmin Fejzic vom Feld getragen

Auf kuriose Art und Weise kam dann der FCM sechs Minuten nach Wiederbeginn zum Anschlusstreffer. Eine Bertram-Flanke schien bereits sicher von Fejzic gefangen, doch Nkansah unterlief den eigenen Schlussmann, der heftig auf die Schulter fiel. Beck hatte keine Mühe, den Ball ins leere Tor zu schieben. Für Fejzic war die Partie beendet. Mit der Trage musste der 33-Jährige vom Feld getragen werden. Für ihn kam Marcel Engelhardt. Magdeburg war zurück im Spiel. Und die Hausherren versuchten, angetrieben von ihrem fantastischen Publikum, den Druck zu erhöhen. Eintracht, mit dem starken Trio Nehrig, Pfitzner und Kobylanski, bemühte sich zunächst, Ruhe in das Spiel zu bringen. Das Spiel stand auf Messers Schneide.

Zwei rote Karten gegen den 1. FC Magdeburg

Nkansah blockte nach 74 Minuten den eingewechselten Osei Kwado in höchster Not. Magdeburg drängte auf den Ausgleich, doch Eintrachts Abwehr stand, und die Gäste schafften immer wieder Entlastung, verlagerten das Spiel in die gegnerische Hälfte. Und der FCM schwächte sich selbst. Rother ging überhart gegen Proschwitz in einen Zweikampf an der Mittellinie und sah dafür die Rote Karte. Eine harte Entscheidung. Die Emotionen kochten hoch. Magdeburgs Co-Trainer Silvio Bankert schoss dem nach einem Foul am Boden liegenden Bär den Ball an den Körper. Zwayer schickt den FCM-Mann – nach dem neuen Reglement – mit Rot in die Kabine. Flüthmann hielt es in der Nachspielzeit (sieben Minuten) nicht mehr auf seinem Stuhl. Rastlos tigerte er durch die Coaching-Zone. Und Eintracht machte den Sack zu. Wiebe schickte Feiegenspan, der Kobylanski bediente – und der erzielte das 4:2.

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