Aubin trifft beim Comeback, Grizzlys Wolfsburg siegen 3:0

Wolfsburg.  Dank eines disziplinierten Auftritts gelingt dem Eishockey-Erstligisten ein wichtiger Heimsieg über Schwenningen. Das Powerplay entscheidet.

Erstes Spiel nach Verletzungspause – und gleich getroffen: Grizzlys-Torjäger Brent Aubin schreit seine Freude über das 1:0 heraus.

Erstes Spiel nach Verletzungspause – und gleich getroffen: Grizzlys-Torjäger Brent Aubin schreit seine Freude über das 1:0 heraus.

Foto: imago images/Jan Huebner

Wichtiger Pflichtsieg vor Saison-Minuskulisse: Vor nur 1830 Zuschauern erarbeiteten sich disziplinierte Grizzlys dank dreier Powerplay-Tore einen 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)-Heimsieg über das harmlose Schlusslicht Schwenninger Wild Wings am Mittwochabend in der Eis-Arena. Brent Aubin beim Comeback nach Verletzung, Dominik Bittner und Mathis Olimb trafen. Für den Torwart des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten, Felix Brückmann, war es das dritte Shut-out (Spiel ohne Gegentor) in dieser Spielzeit.

Auf zwei Positionen änderte sich die Aufstellung der Grizzlys. Für den verletzten Lucas Lessio kehrte der wiedergenesene Aubin in den Sturm zurück. Und: Im Tor löste Brückmann den gegen Berlin noch spielenden Chet Pickard ab. Die Partie begann schleppend. Die Gäste schienen, sich unter ihrem neuen Trainer Niklas Sundblad erst einmal offensiv orientieren zu wollen. Die Grizzlys fingen abwartend an, hatten wohl mit mehr Drang der Wild Wings gerechnet.

Und so blieb Brückmann in den ersten 20 Minuten fast beschäftigungslos. Sein Gegenüber Dustin Strahlmeier hatte da schon ein bisschen mehr zu tun. Bereits nach 34 Sekunden entschärfte er Anthony Rechs Alleingang. Bei Valentin Buschs Bauerntrick (15.) war der Schwenninger Torwart schon geschlagen, doch der Wolfsburger brachte den Puck nicht über die Linie. „Ich hatte gedacht, dass er drin ist“, erklärte Busch, warum er schon gejubelt hatte. Bei Christoph Höhenleitners Schuss (20.) war der als Sommer-Neuzugang der Grizzlys gehandelte Schlussmann dann wieder auf dem Posten.

Bei 5 gegen 5 blieb das Match torlos. Doch jedes Team hatte eine Überzahl. Während die Wild Wings in ihrer nicht einmal eine Großchance kreierten, kamen die Grizzlys schnell in die Aufstellung. Links an der blauen Linie lauerte endlich wieder Aubin, der bekannt für seinen gefährlichen „One-Timer“ ist. Prompt kam der Pass – und „Aubi“ hatte unverständlicherweise freie Schussbahn. Peng! Ein spitzer Jubelschrei des Absenders verriet: Aubin hatte sein siebtes Saisontor erzielt. Die Grizzlys führten verdient mit 1:0 (20.).

Auch im Mitteldrittel fiel ein Tor, aber nur um. Nach einem Zweikampf hinter dem Wolfsburger Kasten kippte das Gehäuse nach vorn. Brückmann duckte sich gekonnt ab. Die Grizzlys riskierten nichts, ließen jedoch zwei Wild-Wings-Chancen zu. Jordan Carons Schuss blockte Verteidiger Nick Jones im Stile eines Keepers (37.). Bei Kai Herpichs Versuch aus aussichtsreicher Position verkürzte der herausgefahrene Brückmann geschickt den Winkel und hielt (39.).

Wenn bei 5 gegen 5 nichts gelingen will, entscheiden oft die Special Teams die Partie. Diesmal die Wolfsburger. Zweite Überzahl, zweiter Treffer: Aus der exakten Aubin-Position heraus knipste diesmal Verteidiger Bittner – 2:0 (43.), die Entscheidung und eine Kopie des 1:0. Auch der dritte Treffer resultierte aus einer Überzahl, diesmal war es Olimb vergönnt (57.). Gerrit Fauser (58.) wäre fast noch das 4:0 gelungen – Pfosten.

Am Freitag (19.30 Uhr) gastiert die Mannschaft von Pat Cortina nun bei den Nürnberg Ice Tigers.

Spiel kompakt:

Grizzlys Wolfsburg: Brückmann – Bittner, Casto; Likens, Höhenleitner; Jones, Button; Adam – Rech, Pfohl, Fauser; Machacek, Olimb, Busch; Johansson, Festerling, Aubin; Valentin, Möchel, Latta.

Schwenninger Wild Wings: Strahlmeier – Fischer, Fraser; Brückner, Yeo; Robak, Sonnenburg; Sacher – Caron, Cannone, Bourke; Blunden, Kurth, Bassen; Poukkula, Hadraschek, Weiß; Herpich, Kornelli, Pfaffengut.

Tore: 1:0 (19:06) Aubin (Button, Rech/5:4), 2:0 (42:26) Bittner (Pfohl, Casto/5:4), 3:0 (56:53) Olimb (Rech, Button/5:4).

Strafen: Wolfsburg 4 Minuten, Schwenningen 6 Minuten.

Schiedsrichter: Kilian Hinterdobler und Daniel Piechaczek.

Personal: Den Grizzlys fehlten Jan Nijenhuis (bei der U20-Nationalmannschaft) sowie die verletzten Sebastian Furchner (Oberkörper), Armin Wurm (Reha nach Hand-OP), Lucas Lessio (Unterkörper) und Wade Bergman (Fußverletzung). Ersatztorwart war Chet Pickard.

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