Wandererlebnisse in Wäldern am Hainberg in Sehlde

Sehlde.  Der nächste Teil unserer Serie zum ILE-Freizeitstempelpass: Stempelstation Nummer zwölf führt zum Jägerhaus.

Stempelstation zwölf führt zum Jägerhaus. 

Stempelstation zwölf führt zum Jägerhaus. 

Foto: Andrea Leifeld

Ein besonderes Schmankerl für Wanderfreunde findet sich in den so wilden Wäldern am Hainberg – und dort befindet sich auch am legendären Jägerhaus, nördlich der L 498 zwischen Sehlde (Samtgemeinde Baddeckenstedt) und Volkersheim (Stadt Bockenem), die 12. Stempelstation des ILE-Freizeitstempel-Passes.

An der Rückseite des großen Parkplatzes finden Wanderer nicht nur das rote Holzhäuschen mit dem Stempel, sondern auch eine Wegekarte mit zahllosen Wandermöglichkeiten und Zielen. Dort auf dem Parkplatz ist immer was los und ein sonniger Oktober-Sonntag lockt nach wie vor besonders viele Wanderer.

Wanderwege für jeden Naturfreund

Gut ausgebaute Rundwanderwege machen den schönen Mischwald zum Erlebnis für jeden Naturfreund. Sie führen durch das Sennebachtal (3,4 Kilometer), zu den Viktoria Buchen (12,5 Kilometer), zum Jägerstein (3,4 Kilometer) oder zu den legendären Bodensteiner Klippen (7 Kilometer).

Wanderfreunde, die weitere Touren bevorzugen, können über urige Waldwege nach Neuwallmoden (6,4 Kilometer) und Neuekrug (15,4 Kilometer) in der Samtgemeinde Lutter am Barenberge gelangen oder bis nach Wohldenberg (7 Kilometer) im Landkreis Hildesheim. Auch der Weg nach Baddeckenstedt und dem Bahnhof der Stadt wäre für gestandene Wanderfreunde kein Problem.

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Seit ungezählten Generationen bietet der Mischwald beste Bedingungen für kleine und große Wanderfreunde. Wo sich aber vornehmlich die ältere Generation gut an eine Einkehr mit den Eltern im Jägerhaus als Waldgaststätte erinnern kann, sei den Wanderern heute empfohlen, ein deftiges Rucksackfrühstück mitzuführen. War das ursprünglich kleine Sandsteinhaus seit dem frühen 19. Jahrhundert als historische Ausflugsgaststätte bekannt, wurde es im Laufe der Jahre durch drei große Anbauten ein recht ansehnliches Gebäude.

Jägerhaus im 19. und 20. Jahrhundert oft genutzt

Legendär ist seine Lage auf einer Klippe oberhalb der Hubertusgrotte. Noch im 19. Jahrhundert entstand der südliche Turmanbau mit Balkon, dann in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts der süd-westliche Gastraum. Als letzte große Erweiterung kam der Küchenanbau in den frühen 1960er Jahren hinzu. Für Wanderfreunde von nah und fern war das Jägerhaus über Generationen hinweg ein fester Bestandteil ihrer Heimat. Unzählige Feste wurden dort gefeiert, Schulwanderungen und Wochenendausflüge dorthin unternommen.

Gastronomisches Ende bedeutet nicht das Aus

2013 kam dann das vorläufige gastronomische Ende, als die Familie Strohmeyer aus Altersgründen die Türen schloss. Das Jägerhaus wurde von der in Lutter ansässigen Skandix AG erworben und umfassend saniert. Aber das gastronomische „Aus“ wird nicht ewig währen, meinte Skandix-Vorstand Matthias Volk zum aktuellen Sachstand. Dieser könnte Hoffnung machen: „Die Arbeiten am Jägerhaus gehen jetzt in die letzte Phase und werden Ende 2021 abgeschlossen sein. Bereits im Herbst 2021 wird das Jägerhaus für Feiern zum Mieten zur Verfügung stehen. Allgemeine Öffnungen zu bestimmten Anlässen, wie beispielsweise einem Sommerfest, sind dann für die Saison 2022 geplant!“

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