Lagerfeuer im Steinbruch und „brennende Bäume“ bei Liebenburg

Lutter/Liebenburg.  Trockenes Wetter und Funkenflug führen schnell zu Vegetationsbränden. Die Freiwillige Feuerwehr ruft dazu auf, achtsam zu sein.

Einsatzgespräch vor Ort am Krummbach : Liebenburger Gemeindebrandmeister Christof Schubert  mit  dem Liebenburger Ortsbrandmeister Martin Müller und seinem Stellvertreter Holger Kopka.

Einsatzgespräch vor Ort am Krummbach : Liebenburger Gemeindebrandmeister Christof Schubert  mit  dem Liebenburger Ortsbrandmeister Martin Müller und seinem Stellvertreter Holger Kopka.

Foto: Andrea Leifeld

Der vergangene Sonntag hatte es in sich. Nur durch das schnelle Eingreifen von vier Feuerwehren konnte bei dem Spätsommer-trockenen und windig-warmen Wetter größerer Schaden verhindert werden. Gegen 12.45 Uhr riefen die Sirenen 35 Kameraden aus Lutter und Ostlutter samt ELW zum Einsatz. Ziel der Einsatzfahrt war eine gemeldete, unklare Rauchentwicklung im Steinbruch Ostlutter. „In einer dort stehenden Vereinsunterkunft qualmte es stark aus dem Ofen“, erklärte Lutters stellvertretender Gemeindebrandmeister Jörg Niehoff die Situation im Rückblick.

Keine Gefahr durch heftigen Qualm

Morgens habe es dort einen Frühshoppen gegeben und die Glut im Ofen qualmte noch heftig. Eine Gefahr bestand dadurch aber nicht. Dennoch war die Einsatzfahrt nicht ganz umsonst: Beim Erkunden des Umfelds der Hütte entdeckten die Feuerwehrkräfte zusätzlich ein verlassenes Lagerfeuer, das nicht ordnungsgemäß abgelöscht war. „Bei dem warmen Wetter, dem böigen Wind und der trockenen Vegetation hätte es schnell zu einem Funkenflug und Vegetationsbrand kommen können.“ Niehoff mahnte, umsichtiger zu sein und derzeit in der Natur kein Feuer zu entzünden. „So ein Verhalten ist sehr leichtsinnig.“ Durch die anhaltende Trockenheit sei die Waldbrandgefahr nach wie vor sehr hoch.

Vegetationsbrand zufällig bemerkt

Um 17.20 Uhr ließ die Einsatzmeldung „Vegetationsbrand am Krummbach“ dann im Gebiet der Gemeinde Liebenburg die Sirenen über Liebenburg und Döhren aufheulen. Spaziergänger in der Feldmark hatten das Feuer nur zufällig bemerkt. Die Döhrener Einsatzkräfte waren mit Ortsbrandmeister Oliver Bormann als erste vor Ort. In der Feldmark Richtung Liebenburg, am Bachlauf des Krummbaches, brannten zwei alte Weiden. Der Brand rasch abgelöscht werden, bevor die Flammen eine Chance hatten, auf die trockenen Bäume und Büsche überzugreifen. Ortsbrandmeister Bormann beschrieb das frühe Entdecken als Glück in Unglück.

Der Aufbau einer Wasserversorgung in der Feldmark hätte seine Zeit gedauert und eine Löschwasserentnahme aus dem fast ausgetrockneten Krummbach wäre nicht möglich gewesen.

Ursache vielleicht Selbstentzündung

Unklar blieb unterdessen die Ursache des Feuers, das sicherlich nicht auf eine Selbstentzündung zurückzuführen war. Ein fahrlässiger Umgang mit Feuer ist nicht auszuschließen. Die Feuerwehrkräfte vor Ort entdeckten in einem weiteren Baum mehrere Händevoll Heu, das in die Baumhöhe gesteckt war und noch schwelte. Ein Einsatz für die Liebenburger Feuerwehrkräfte unter Ortsbrandmeister Martin Müller war nicht mehr erforderlich. Vor Ort waren auch der Liebenburger Gemeindebrandmeister Christof Schubert und zwei Beamte der Polizei Goslar. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich an die Liebenburger Polizeistation zu wenden.

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