Corona in Salzgitter: Alle Fakten auf einen Blick

Salzgitter.  Stand von Sonntag, 7. März: Es gibt 23 Neuerkrankungen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 102,60.

Lesedauer: 13 Minuten
Impfkommission empfiehlt flexiblere Reihenfolge bei Corona-Impfungen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) plädiert dafür, die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen nicht allzu starr einzuhalten. In allen Impfzentren sollte es Listen dafür geben, "wer an die Reihe kommt, wenn Dosen übrig bleiben", sagte Stiko-Chef Thomas Mertens in einem Interview.

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Das Gesundheitsamt der Stadt Salzgitter hat am Sonntag, 7. März, 23 Neuinfektionen mit Covid-19 gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 102,60 (-0,96 gegenüber Freitag).

Aktuell sind in Salzgitter insgesamt 7054 Impfdosen (2290 davon als Zweitimpfung) gegen Covid-19 durch mobile Impfteams und im Impfzentrum Salzgitter verabreicht worden (Stand 2. März). Die Impfungen erhalten derzeit Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal von Alten-und Pflegeheimen, Personal in Krankenhäusern, des Rettungsdienstes, der Impfteams und des Impfzentrums.

Im Impfzentrum, das am 15. Februar den Betrieb aufgenommen hat, werden aktuell Bürgerinnen und Bürger im Alter von 80 Jahren und älter geimpft.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

7-Tage-Inzidenz: 100,68 (Berechnungsgrundlage für Salzgitter: 104.291 Einwohner)
Infizierte seit Ausbruch: 2728 (+23)
Aktuell Erkrankte: 149
Todesfälle: 53
Genesene: 2526 (+41)
Krankheitsverdächtige in häuslicher Isolation: 628

Der verlängerte Lockdown

Bund und Länder haben am 10. Februar neue Corona-Maßnahmen beschlossen. Auch wegen der Virus-Varianten wird der bisher auf Mitte Februar befristete Lockdown weitgehend bis zum 7. März verlängert. Die Teilnehmer des Corona-Gipfels haben sich darauf verständigt, dass erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 weitergehende Lockerungen des Lockdowns etwa im Handel oder für die Gastronomie beschlossen werden sollen.

Alle Beschlüsse im Überblick

In Niedersachsen gilt Folgendes:

Die Kontaktregel, nach der sich ein Haushalt mit nur einer weiteren Person treffen darf, gilt weiter. Allerdings wird die Altersgrenze bei der Ausnahme für Kinder angehoben – von drei auf sechs Jahre.

Wer Kontakt zu Patienten oder Pflegebedürftigen hat, muss neuerdings eine medizinische Maske tragen – auch als Besucher. Das soll den Schutz dieser gefährdeten Gruppen erhöhen.

Blumenläden und Gartencenter dürfen seit 13. Februar wieder öffnen. Öffnen dürfen auch Auto- und Fahrradhändler wieder – allerdings nur für Probefahrten, an denen auch immer nur ein Haushalt teilnehmen darf. Die Verkaufsstellen müssen geschlossen bleiben.

Noch etwas Geduld brauchen die Niedersachsen für den nächsten Haarschnitt: Vom 1. März an dürfen auch die Friseure ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Weiterhin gilt auch die Maskenpflicht – etwa im ÖPNV, in Lebensmittelgeschäften oder generell auch dort, wo der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

Aktuelle Corona-Meldungen aus Salzgitter

Ende Oktober hat Salzgitter bei der 7-Tage-Inzidenz erstmals die kritische Marke von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Die Stadtverwaltung reagierte unter anderem mit der Einführung der Maskenpflicht in festgelegten Bereichen sowie der erneuten Schließung gastronomischer (hier sind nur noch Liefer- und Abholdienste möglich) Betriebe. Betroffen sind unter anderem auch der Einzelhandel (Ausnahme: Supermärkte), Hotels (nur Geschäftsreisende sind erlaubt). Friseure dürfen seit Montag, 1. März, wieder öffnen – allerdings unter strengen Regeln.

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Maskenpflicht:

Die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt in der Lebenstedter Innenstadt (Montag bis Samstag zwischen 9 und 19:30 Uhr), in der Innenstadt von Salzgitter-Bad (Montag bis Freitag zwischen 9 und 18:30 Uhr sowie am Samstag zwischen 9 und 14 Uhr), am Fredenberg (Montag bis Freitag zwischen 7:30 und 18 Uhr sowie am Samstag zwischen 9 und 18 Uhr) im Bereich des Einkaufszentrums und Einkaufsmarktes zwischen den Straßen Gausstraße, Hüttenring, Einsteinstraße und Kurt- Schumacher-Ring.

Außerdem betroffen sind die Wochenmärkte Chemnitzer Straße, Am Schölkegraben, Marktplatz Salzgitter-Bad und Gausstraße (Fredenberg). Das Land Niedersachsen hat in seiner Corona-Verordnung geregelt, das hier grundsätzlich medizinische Masken getragen werden müssen (FFP2-Maske oder OP-Maske).

Schulen:

In den Grund- und Förderschulen in Salzgitter gilt derzeit das so genannte Szenario B, also Wechselunterricht in geteilten Klassen. Die Pflicht zum Präsenzbesuch ist hier derzeit aufgehoben, es besteht die Möglichkeit auf reinen Distanzunterricht.

Die Grundschülerinnen und Grundschüler erhalten im Szenario B Wechselunterricht in geteilten Klassen unter Abstands- und Hygieneregeln. Das Szenario B gilt auch für Kinder mit dem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf Geistige Entwicklung an Förderschulen einschließlich Tagesbildungszentren sowie für Jugendliche, die in diesem Schuljahr ihren Abschluss machen.

Die Notbetreuung bis Klasse 6 in den Szenarien B und C bleibt bestehen. Die Schuljahrgänge 5 bis 12 verbleiben im reinen Distanzlernen (Szenario C), ebenso die Schülerinnen und Schüler an Berufsbildenden Schulen.

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Gesundheitsamt und Krankenhäuser:

Salzgitters Gesundheitsamt wird bei seiner Arbeit mittlerweile von Bundeswehrsoldaten sowie „Containment-Scouts“ des Robert-Koch-Instituts unterstützt, ebenso von abgestellten Mitarbeitern anderer städtischer Fachbereiche.

Die beiden Krankenhäuser haben Regeln für Besucher aufgestellt. Demnach sind Besuche auf ein Minimum beschränkt. Jeder Patient darf von einer (jeweils vorher definierten) Person einmal täglich besucht werden, die auch ihre Kontaktdaten angeben muss. Dabei muss darauf geachtet werden, dass in Zweibettzimmern nicht alle Besucher gleichzeitig anwesend sind.

Die Besuche sind zeitlich begrenzt (Helios: eine Stunde, St. Elisabeth: 30 Minuten, 15 bis 17 Uhr Besuchszeit). Es gelten Maskenpflicht (FFP2), die Abstandsregel und das Desinfektionsgebot. Zudem müssen Besucher selbst gesund sein.

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Salzgitters Impfzentrum ist in Betrieb

Salzgitters Impfzentrum ist in der früheren Flüchtlingsunterkunft an der Hans-Birnbaum-Straße im Gewerbegebiet in Engelnstedt untergebracht. Es wurde bereits Mitte Dezember fertiggestellt, ging aber erst am Montag, 15. Februar, in Betrieb. Ein 25-köpfiges Team spritzt seitdem zunächst 1100 Dosen des Serums von Biontech und Pfizer. Medizinisch-technische Fachkräfte, Krankenschwestern und -pfleger, eigens von der Stadt eingestellt, impfen montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr gegen Corona. Als erstes sind Senioren an der Reihe, die 80 Jahre und älter sind, aber nicht in Pflegeheimen leben – denn dort wurde und wird durch mobile Impfteams bereits seit Ende vergangenen Jahres geimpft.

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Der Weg zur Impfung:

Derzeit ist eine Impflinie in Betrieb. Die zweite geht Anfang März an den Start – sie soll den Zweitimpfungen dienen, die 21 Tage später fällig sind. Die Taktzahl könnte bei vier möglichen Linien von 80 auf 600 pro Tag erhöht werden. Der Impfstoff, der an einem öffentlich unzugänglichen, videoüberwachten Lager bei Temperaturen von mindestens 70 Grad Minus in Kühlschränken gelagert wird, gibt es her. Pro Ampulle seien sechs Impfungen möglich.

Vor der Impfung wird die Temperatur geprüft. Wer fiebrige 38,5 Grad Celsius anzeigt, darf gleich wieder gehen. Dann werden die Unterlagen der zu Impfenden geprüft und die Barcodes auf der Terminangabe des Landes.

Es gibt derzeit zwei Impfzimmer, sechs sollen es werden. Dort wird der Impfstoff von medizinisch geschultem Personal gespritzt. Wer diese Station gemeistert hat, muss 15 Minuten entspannen im Ruheraum nebenan. Dann heißt es: Auf Wiedersehen bei der Zweitimpfung.

Wer kommt wie zum Impfzentrum?

Die konkrete Termine vergibt das Land. Es schreibt die Senioren an, die auf einer Warteliste stehen. Nachfragen waren bislang möglich über die Landes-Telefonnummer 0800/9988665 oder das Online-Portal des Landes unter der Adresse: www.impfportal-niedersachsen.de. Zusätzlich bietet die Stadt eine Hotline an (montags bis freitags, 9 bis 15 Uhr, 05341/ 8397777). Sie bleibt vorerst geschaltet. Mehr als 300 Anrufe wegen Terminnöten gab es bereits.

Die Buslinie 641 fährt im Halbstundentakt direkt zum Impfzentrum. Sie startet am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Lebenstedt. Wer aus gesundheitliche Gründen weder mit dem Auto noch mit dem Bus kommen könne, lässt sich vom Hausarzt eine Transportbescheinigung für eine Krankenfahrt oder eine Krankenbeförderung ausstellen. Die Kostenübernahme erfolgt über die Krankenkasse. Wer seine Wohnung nicht verlassen kann, muss warten, bis ein transportfähiger Impfstoff vorliegt.

Was ist vorzulegen?

Für den Impftermin ist die Terminbestätigung des Landes mitzubringen, zudem der Personalausweis oder Reisepass, der Schwerbehindertenausweis, der Rentenbescheid oder (soweit vorhanden) der Impfpass. Weitere Informationen gibt es auf der Stadt-Website.

Wie sind die städtischen Einrichtungen erreichbar?

Bis zunächst 7. März befindet sich die Stadtverwaltung in einem „Notbetrieb“: Neue Termine werden in dieser Zeit nur noch in dringenden Fällen vergeben. Während des Besuches im Rathaus muss ausdrücklich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Alle Fachdienste und Organisationseinheiten sind telefonisch und per E-Mail zu den bekannten Sprechzeiten (Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Donnerstag 14 bis 18 Uhr) zu erreichen. Weitere Informationen bietet die Stadt Salzgitter auf ihrer Website.

Das Bürgertelefon beantwortet unter der Rufnummer (05341) 839 7000 alle Fragen zum Dienstbetrieb der Stadtverwaltung und zur Terminvergabe (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr).

Seit dem 2. November geschlossen sind: die Eissporthalle am Salzgittersee, das Stadtbad in Lebenstedt, das Thermalsolbad in Salzgitter-Bad, die Standorte der Stadtbibliothek, das Städtische Museum Salder, das Gesundheitsamt in Salzgitter-Bad. Alle städtischen Veranstaltungen fallen bis auf Weiteres aus.

Verdacht auf Covid-19: Was tun?

Typische Covid-19-Symptome sind etwa Fieber, Husten, Abgeschlagenheit, Muskel-/Gelenkschmerzen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Luftnot sowie ein eingeschränkter Geschmacks- und Geruchssinn.

Menschen, die solche Symptome aufzeigen und Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall hatten, sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden oder, außerhalb der Praxiszeiten, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116117 kontaktieren. Bis das Testergebnis dann feststeht, bleiben die Betroffenen im Regelfall daheim (häusliche Absonderung).

Das – durch den Arzt informierte – städtische Gesundheitsamt klärt zudem, mit wem der Patient Kontakt hatte, und wendet sich an diese Personen. Treten bei den Kontaktpersonen Symptome auf, müssen sie sie dem Gesundheitsamt melden und werden dann automatisch als krankheitsverdächtig eingestuft.

Das Gesundheitsamt hat für Fragen etwa zu Themen wie Reiserückkehr oder Verdachtsfälle zudem unter (05341) 839 5000 ein „Corona-Telefon“ geschaltet. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag, 7 bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 12 bis 18 Uhr.

Bei allgemeinen Fragen, beispielsweise zu Symptomen oder Risikogebieten, wird hingegen darum gebeten, die zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung unter (0511) 120 6000 anzurufen. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag, 8 bis 19 Uhr; Samstag und Sonntag, 10 bis 17 Uhr.

Was ist bei Reisen zu beachten?

Für Einreisen aus ausländischen Risikogebieten nach Deutschland wurde neben der bestehenden Quarantänepflicht zusätzlich eine Testpflicht bei Einreise eingeführt. Dieser Corona-Test kann binnen 48 Stunden vor der Einreise, unmittelbar während oder unmittelbar nach der Einreise absolviert werden. Das Testergebnis muss innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise dem Gesundheitsamt auf Verlangen unverzüglich vorgelegt werden.

Eine Übersicht zu internationalen Risikogebieten stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Reisende, die aus Risikogebieten innerhalb Deutschlands nach Hause zurückgekehrt sind, sind von der Melde- sowie Quarantänepflicht nicht betroffen. Für sie gilt jedoch der Hinweis, sich beim Auftreten von Krankheitssymptomen unbedingt telefonisch an die Rufnummer 116 117 oder den Hausarzt zu wenden.

Eine Übersicht und weitere Infos zu den deutschen Risikogebieten finden Sie hier.

Weitere Infos der Stadt Salzgitter für Reiserückkehrer gibt es hier.

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