Corona in Salzgitter und Umland – Was Sie jetzt wissen müssen

Salzgitter.  Alle Fakten auf einen Blick. Derzeit sind 160 Menschen infiziert.

Hände­hygiene­maßnahmen gehören zu den wichtigsten Infektions­präventions­maßnahmen. Die eigene Hygiene, vor allem das Händewaschen, ist als Schutz vor dem Coronavirus besonders wichtig.

Hände­hygiene­maßnahmen gehören zu den wichtigsten Infektions­präventions­maßnahmen. Die eigene Hygiene, vor allem das Händewaschen, ist als Schutz vor dem Coronavirus besonders wichtig.

Foto: Patrick Pleul

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus liegt bei 160 Fällen. Aktuell sind in Salzgitter 14 am Virus Erkrankte zu verzeichnen. Es gab bisher 9 Todesfälle nach einer Covid-19-Infektion. 137 Personen gelten als genesen.

142 Krankheitsverdächtige befinden sich gegenwärtig in häuslicher Isolation (-5), in 1.623 Fällen (+26) wurde die angeordnete Quarantäne bereits wieder aufgehoben. (Stand: 6. Juli, 12 Uhr)

Schulkind ohne Symptome positiv getestet

Am Montag wurden drei Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Salzgitter festgestellt. Das meldete die Stadt. Betroffen sei unter anderem ein neunjähriges Kind, das die Grundschule Dürerring besuchte. Ihr Klassenverband und die drei Lehrkräfte, die die Klasse unterrichtet und betreut haben, befinden sich nun in häuslicher Quarantäne. Sie alle wurden bis heute (Stand Donnerstag, 2. Juli) negativ getestet, berichtet eine eine Stadtsprecherin. Die Schülerin habe keinerlei Symptome aufgewiesen.

Stadt meldet nächsten bestätigten Corona-Fall in Salzgitter-Bad

Für die Rückkehr eines Lkw-Fahrers in sein Heimatland war aufgrund der dortigen Einreisebestimmungen eine Corona-Testung erforderlich. Der Test sei positiv ausgefallen, meldete die Stadt am Freitag.

Einen Zusammenhang zu dem Ausbruch in einer Häuserreihe in der Ost- und Westsiedlung bestehe jedoch nicht.

Der Fahrer ist ebenso wie sechs weitere Kontaktpersonen vom Gesundheitsamt in ihren Wohnungen unter 14-tägige Quarantäne gestellt worden. Keine Gefährdung von Kindertagesstätten und Schulen „Sowohl die Firma als auch die Betroffenen haben sehr gut mit dem Gesundheitsamt kooperiert und dieses auch bei der Kontaktnachverfolgung tatkräftig unterstützt“, teilt Stadtsprecher Martin Neumann mit. Entsprechend den Vorgaben des RKI wurde bei allen Betroffenen Corona-Tests durchgeführt, die zur Untersuchung an das Landesgesundheitsamt geschickt wurden.

Keiner der Betroffenen hat in Salzgitter Familie oder Kinder, so dass auch keine Gefährdung von Kindertagesstätten und Schulen vorhanden ist.„Räumlich als auch inhaltlich besteht kein Zusammenhang zwischen den am vergangenen Sonntag unter Quarantäne gestellten Bewohnerinnen und Bewohnern in den Mehrfamilienhäusern in Salzgitter“, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Derartige Vorfälle habe es während der bisherigen Corona-Pandemie bereits immer wieder gegeben. Wie in diesen Fällen auch wird die Einhaltung der Quarantäne regelmäßig durch den kommunalen Ordnungsdienst in Abstimmung mit der Polizei kontrolliert. In sieben Tagen wird – auch das ist Standard – ein weiterer Corona-Test durchgeführt, um festzustellen, ob von den 6 Kontaktpersonen weitere an COVID-19 erkrankt sind.

Appell: „Hygieneregeln einhalten“

Dazu Gesundheitsdezernent Dirk Härdrich: „Auch dieser Vorfall zeigt mehr als deutlich, dass trotz aller Lockerungen die Corona-Pandemie nicht vorbei ist. Im Gegenteil: gerade durch die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen werden derartige Fälle verstärkt auftreten und zum normalen Alltag mit Corona gehören.“ Härdrich sagt weiter: „Daher ist weiterhin das Einhalten der Hygieneregeln und der Abstandsregelungen zwingend zum Eigen- und Fremdschutz erforderlich, um zu verhindern, dass derartige Ausbrüche weitere Kreise ziehen. Das gilt für den privaten Raum ebenso, wie für das Verhalten in der Öffentlichkeit.“

Städtische Turn- und Sporthallen: Vereinssport wieder möglich

Der Beginn der Corona-Pandemie mit dem Lock-Down der öffentlichen Einrichtungen am 13. März hatte gleichzeitig auch die Schließung aller städtischen Turn- und Sporthallen für die Nutzung durch Schulen und Sportvereine zur Folge. Ab dem 8. Juni ist die Nutzung wieder möglich. meldet die Stadtverwaltung.

Nach der aktuell gültigen niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen können die städtischen Turn- und Sporthallen unter Beachtung von Abstands- und Hygieneregelungen sowie sportartspezifischer Vorgaben der Landessportverbände wieder genutzt werden. Der Schulsportbetrieb ist allerdings weiterhin verboten.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel: „Die Öffnung der städtischen Turn- und Sporthallen für den Vereinsbetrieb ist für mich eine dringende, zentrale und zugleich freudige Maßnahme. Denn der Sport gewährleistet neben der gesundheitlichen Prophylaxe gerade die in diesen Zeiten so wichtigen sozialen Kontakte.“ Die Bäder, Sport und Freizeit Salzgitter GmbH hat die Nutzungswünsche und Nutzungsbedingungen in der vergangenen Woche mit den Sportvereinen erörtert und festgelegt. Insbesondere gelte: Die Sportausübung in den städtischen Turn- und Sporthallen ist zulässig, wenn diese kontaktlos zwischen den beteiligten Personen erfolgt und jederzeit ein Abstand von mindestens 2 Metern von jeder Person eingehalten wird. Zudem müssen geeignete Vorkehrungen zu Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, speziell in Bezug auf gemeinsam genutzte Sportgeräte, getroffen werden. Das Betreten der städtischen Turn- und Sporthallen durch Zuschauer ist bis auf Weiteres untersagt.

Klingebiel appelliert an alle, „die Zeit ab 8. Juni in besonderer gegenseitiger Rücksichtnahme zu meistern“. Um die Vereine zu unterstützen, will er dem Rat der Stadt Salzgitter vorschlagen, vorübergehend auf die Erhebung der Hallennutzungsentgelte zu verzichten. „Die Ratsfraktionsvorsitzenden haben ihre Unterstützung signalisiert.“

Rathaus ist wieder für Kunden geöffnet

Seit Dienstag, 2. Juni, ist das Rathaus in Lebenstedt wieder geöffnet. „Auch wir möchten gern mit Corona zu einem normalen Alltag zurückkehren und unsere Dienstleitungen so weit wie möglich im gewohnten Umfang erbringen, aber klar ist auch, dass der Gesundheitsschutz unserer Kunden und meiner Beschäftigten dabei weiterhin im besonderen Fokus stehen muss“, so Oberbürgermeister Frank Klingebiel, „und dass das Hochfahren der Stadtverwaltung verantwortungsvoll passieren muss.“

Nur mit Termin ins Rathaus

Nur mit einem Termin, der vorher telefonisch oder per E-Mail vereinbart wurde, ist ein Besuch im Rathaus möglich. Von der Pflicht vorher einen Termin vereinbaren zu müssen, gibt es allerdings eine Ausnahme:Um die Besucherströme zu entzerren und allgemeine Dienstleistungen anzubieten, die ohne Beratungsgespräch erbracht werden können, wird die ehemalige Pförtnerloge auf der rechten Seite neben dem Eingang des Rathauses geöffnet. Gelbe Säcke oder Formulare sind beispielsweise über die Fensterfront der Pförtnerloge erhältlich.

Beim Servicepoint melden

Besucher und Besucherinnen mit Termin melden sich beim Servicepoint, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vermitteln den Kontakt zur zuständigen Organisationseinheit und geleiten die Besucher und Besucherinnen zu einer Wartezone im Atrium. Zu beachten ist, dass eine „freie“ Bewegung im Rathaus nicht möglich ist, dass bei der Kundenbegleitung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist und ein Formular zur Kontaktnachverfolgung ausgefüllt werden muss, das nach 3 Wochen Aufbewahrung vernichtet wird. Die Terminwahrnehmung sollte grundsätzlich durch Einzelpersonen erfolgen. Nur wenn es rechtlich erforderlich ist, kann hiervon abgewichen werden.

Nicht alle Ämter haben die gleichen Öffnungszeiten

Für den Großteil der Fachdienste im Rathaus gelten die bekannten Öffnungszeiten von Montag bis Mittwoch und Freitag, von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Weitergehende Öffnungszeiten haben das BürgerCenter, die Ausländerstelle und das Standesamt. Diese öffnen montags bis freitags, von 8 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags, von 14 bis 18 Uhr. In den Bereichen Bauordnung und Denkmalschutz können nach Vereinbarung Termine am Dienstag, von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag, von 14 bis 18 Uhr wahrgenommen werden. Das Gesundheitsamt hat bereits Kunden-Kontaktbüros auf dem Gelände des Helios-Klinikums eingerichtet. Es muss jedoch vor dem Besuch ein Termin per Telefon 05341 / 839-2022 oder E-Mail gesundheit@stadt.salzgitter.de vereinbart werden.Auch die Stadtbibliothek, das Städtische Museum Schloss Salder, die Kunst- und Kreativschule, die Musikschule, die Volkshochschule und die Zulassungsstelle haben andere Öffnungszeiten. Wann welche Stelle geöffnet hat und was zu beachten ist, steht auf der Internetseite der Stadt Salzgitter www.salzgitter.de .

Noch nicht für den Publikumsverkehr geöffnet

Weitere Dienstgebäude, die bisher noch nicht geöffnet sind, werden sobald alle organisatorischen Maßnahmen getroffen worden sind, ebenfalls sukzessive öffnen. Betroffen sind die im Gebäude von Avacon untergebrachten Organisationseinheiten, der Fachdienst Kinder, Jugend und Familie im Gebäude „Haus der Familie“ sowie die Nebenstellen und die Verwaltungsstelle Salzgitter-Bad. Bis dahin erfolgt die Abwicklung des Kundenverkehrs weiterhin über die Kontaktbüros im Atrium des Rathauses.Während der Pandemie bleiben das im Altklinikum untergebrachte Gesundheitsamt und Sachgebiete des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie für den Publikumsverkehr geschlossen.

Solarien dürfen wieder öffnen

Die Umsetzung der einzelnen Regelungen der Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie stellt die Stadtverwaltung vor einigen Herausforderungen. In den letzten Tagen gab es unterschiedliche Aussagen von der Landesregierung zur Öffnung von Solarien. Grund genug seitens der Stadt Salzgitter eine Klarstellung vom zuständigen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zu fordern. Diese liegt seit Dienstagmittag schriftlich vor, meldet die Verwaltung. Solarien zählen zu den körpernahen Dienstleistungen und dürfen unter Beachtung der Hygieneregeln und des Mindestabstands von 1,5 Metern wieder öffnen.

Welche Lockerungen treten in Kraft?

Die Änderungsverordnung, die von diesem Mittwoch an bis zum 10. Mai gilt, enthält sowohl Lockerungen als auch wenige Verschärfungen mit Augenmaß, die Oberbürgermeister Frank Klingebiel durchaus begrüßt, gleichwohl merkt er an, dass die Geltungsdauer der Verordnung von fünf Tagen, trotz des Anspruchs umgehend auf aktuelle Entwicklung der Pandemiereagieren zu können, schwer zu vermitteln sei. „Die Gesellschaft braucht gerade in diesen Zeiten Transparenz, Verlässlichkeit und eine Aussage wie es wann weitergehen könnte. Maßnahmen, die den Gesundheitsschutz aller zu Recht in den Vordergrund stellen, auf der anderen Seite aber Grundrechte einschränken und wirtschaftliche Existenzen bedrohen, müssen verhältnismäßig sein“, stellt Klingebiel in einer Pressemitteilung fest. Nur dann würden diese akzeptiert und auch eingehalten werden.

Am Montagnachmittag hat die Niedersächsische Landesregierung den „Niedersächsischen Weg hin zu einem neuen Alltag mit Corona“ vorgestellt.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel: „Erstmalig gibt ein Bundesland damit seinen „Exitfahrplan“ im Zuge der Corona-Pandemie für alle Bereiche des öffentlichen, wirtschaftlichen und privaten Lebens bekannt. Dieses Vorgehen halte ich für grundsätzlich richtig und zielführend. Es entspricht auch den Forderungen der Oberbürgermeisterkonferenz Niedersachsens, die seit geraumer Zeit in den vielfältigen Gesprächen mit der Nds. Landesregierung das Thema „Planungssicherheit für die Menschen in Niedersachsen“ angesprochen und auf die Notwendigkeit eines „Exitfahrplanes“ hingewiesen hat.“

Ausdrücklich begrüßt Klingebiel, dass Museen, Ausstellungen und Galerien, Gedenkstätten und Spielplätze wieder geöffnet werden können. Richtig sei zudem, die Lockerung auf dem Gebiet der Religionsausübung unter Beachtung von Abstands- und Hygieneregeln zuzulassen. Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften, einschließlich der Zusammenkünfte in Gemeindezentren und gemeindlichen Einrichtungen zu ermöglichen, greife die Forderung der niedersächsischen Oberbürgermeisterkonferenz auf und entspreche dem inzwischen ergangenen Bundesverfassungsgerichtsbeschluss vom 29. April 2020.

Weitere Lockerungen gehen ebenfalls in die richtige Richtung: Besuche beim Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Friseur, Notar oder Rechtsanwalt sind nun auch wieder möglich. Geöffnet werden zusätzlich zu den rein automatischen Autowaschanlagen ab Mittwoch auch solche, in denen Fahrzeugbesitzer am Reinigen der Autos selbst mitwirken. Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren eigenen Fahrzeugen sitzen - wie etwa Auto-Kinos und Auto-Konzerte, sind ebenfalls erlaubt. Höchste Zeit sei es aber gewesen, dass die Landesregierung nun endlich auch ihre Aussage zur Durchführung von Großveranstaltungen konkretisiert habe. Bis zum 31. August sind nun Durchführung und Besuch aller Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen - unabhängig von deren Teilnehmerzahl – untersagt. Im Vorgriff auf diese Klarstellung hat die Stadt Salzgitter bereits am 23. April alle städtischen Veranstaltungen -ohne auf die Teilnehmerzahl abzustellen- bis zu diesem Zeitpunkt abgesagt und den externen Veranstaltern empfohlen, entsprechend zu verfahren.

Eine weitere Lockerung sieht die Öffnung von Outdoor-Sportanlagen zu Trainingszwecken für alle kontaktlosen Sportarten wie beispielsweise Leichtathletik und Tennis bei denen ein Mindestabstand von 1,50 m sichergestellt werden kann, vor. „Ich begrüße diese Entscheidung ausdrücklich. Sport ist immens wichtig für die physische und psychische Gesundheit“, sagt Klingebiel und regt an, auch die Ausübung von Hallensportarten und den Besuch von Fitnessstudios wieder zu erlauben- unter den gleichen Bedingungen wie bei den Sportarten im Freien. „Bei all diesen Entscheidungen in Richtung wer darf wieder welche Leistung anbieten oder nutzen- egal ob aus den Bereichen Sport, Gewerbe, Gastronomie, Religion, Medizin und mehr- muss das oberste Kriterium grundsätzlich sein, dass die geltenden Abstandsregelungen eingehalten werden und ein verantwortungsvolles und umsetzbares Hygienekonzept vorgelegt werden kann“, stellt Klingebiel klar.

Start des Schulbetriebes in Salzgitter

Die Landesregierung hat entschieden, dass am kommenden Montag, 27. April, zunächst die Abschlussklassen in den weiterführenden Schulen und in der darauffolgenden Woche die Abschlussklassen der Grundschulen wieder in den Unterrichtsbetrieb einsteigen können. In Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebes hat die Stadt Salzgitter zusammen mit den Schulleitern nach eigenen Angaben alle notwendigen organisatorischen und hygienischen Maßnahmen getroffen, die für einen sicheren Schulbetrieb unter den Bedingungen der Corona-Pandemie erforderlich sind. Auf der Basis des Musterhygieneplanes des Kultusministeriums gibt es neben den persönlichen Hygienemaßnahmen für Lehrer und Schüler auch eine Reihe von Maßnahmen, für die die Stadt Salzgitter als Schulträgerin Sorge trägt. Dazu gehören beispielsweise besondere Reinigungsmaßnahmen im Vergleich zur routinemäßigen Reinigung der Schulen. So müssen Handläufe, Türgriff, Tische und Stühle häufiger abgewischt werden und Toilettenanlagen müssen noch gründlicher gereinigt werden.

Auch organisatorische Maßnahmen zum Gesundheitsschutz mussten umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Abstandsmarkierungen auf Fußböden, die Nutzung mehrerer Ein- und Ausgänge, die Einhaltung notwendiger Sitzabstände in Klassenräumen und das Absperren bestimmter Außen- und Innenbereiche an Schulen.

Eine besondere Herausforderung stellte und stellt die schnelle Beschaffung der erforderlichen Hygienematerialien (Seife, Desinfektionsmittel oder Papierhandtücher), aber auch beispielsweise von Absperrband in der erforderlichen Menge dar, da die Nachfrage nach derartigen Produkten aktuell immens ist.

Hinsichtlich der Schülerbeförderung in den Schulbussen und an den Haltestellen der Schulbusse wird auf die ab kommenden Montag vom Land verordnetet Verpflichtung hingewiesen, eine textile Barriere als Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Geeignet sind neben den Geischtsmasken Schals, Tücher, Buffs, aus Baumwolle oder anderem geeignetem Material selbst hergestellte Masken.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel richtete sich in einer Pressemitteilung mit dem Appell, gerade im Zuge der aktuellen Lockerungen besonders verantwortlich zu handeln, an die Bevölkerung. „Ich bitte alle Salzgitteranerinnen und Salzgitteraner, gerade in diesen entscheidenden Tagen und Wochen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Seit Montag hat das öffentliche Leben wieder Fahrt aufgenommen, zahlreiche Geschäfte sind wieder geöffnet und so kommt man sich zwangsläufig in geschlossenen Räumen näher. Schützen Sie andere und tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz! Das sollte aus meiner Sicht keine verpflichtende Regelung sein, die kontrolliert wird, sondern eine freiwillige Maßnahme, um unsere Mitmenschen zu schützen. Das sehe ich genauso wie unsere Landesregierung.“

Im Personennahverkehr, beim Einkaufen oder dem Aufsuchen von Behörden, überhaupt beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen und überall dort, wo die Abstandsregelung nicht eingehalten werden kann, ist das Tragen einer Alltagsmasken sinnvoll. Eine sogenannte Alltagsmaske, auch „Community-Maske“ oder „Mund-Nase-Abdeckung genannt, ist eine textile Barriere, die infektiöse Tröpfchen, die zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden, abfängt. Damit schützt eine solche Maske nicht die Trägerin oder den Träger, sondern Personen, die sich in der Nähe aufhalten. Eine solche Alltagsmaske ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zu den vorgeschriebenen Abstandsregeln. All diese Fakten seien bekannt, so Oberbürgermeister Klingebiel.

Aus diesem Grund bleibe es bei einer eindringlichen Empfehlung. „Auch, wenn wir heute keine weitere Neuinfektion zu verzeichnen haben, gibt es noch keine Entwarnung und es bei einer Empfehlung zu belassen, ist nach heutiger Einschätzung angemessen“, doch er stellt klar, „dass die nächsten Tagen zeigen werden, ob in diesem Punkt verpflichtend nachgesteuert werden müsste. Wir werden uns im Krisenstab die Entwicklung der Infektionszahlen und das Verhalten der Menschen in Salzgitter sowie das weitere Geschehen in Niedersachsen genau anschauen, um die Notwendigkeit des Erlasses einer Rechtspflicht in Salzgitter regelmäßig neu zu bewerten.“

Kleinanlieferung von Grünschnitt ist wieder möglich

Ab Montag, 20. April, öffnet die Entsorgungszentrum Salzgitter GmbH (EZS) die Abfallentsorgungsanlage Diebesstieg, allerdings ausschließlich für vorab online angemeldete private Kleinanlieferungen von Rasen-, Baum und Strauchschnitt. Um einen geordneten und kontaktarmen Anlieferungsbetrieb zu gewährleisten, testet die Verwaltung für den Anlieferungsbetrieb erstmalig die Online-Terminvergabe. Die private Anlieferung kann nur nach vorheriger Terminvergabe unter dem Link www.entsorgungszentrum.de erfolgen. Sollte eine Online-Terminvereinbarung nicht möglich sein, können Bürger auch telefonisch unter (05341) 2221-0 einen Termin vereinbaren. Weitere Hinweise für die Anlieferung: Es wird ausschließlich Rasen-, Baum und Strauchschnitt sowie Laub im Kleinanlieferbereich angenommen. Um Kontakte zu vermeiden, wird das Personal der Entsorgungsanlage nicht beim Ausladen der Abfälle helfen. Jedes anliefernde Fahrzeug darf höchstens mit zwei Personen besetzt sein und das Fahrzeug darf nur zum Abladen der Grünabfälle verlassen werden. Kontakte zu anderen Personen sollten vermieden und der Mindestabstand von 1,5 Meter muss zwingend eingehalten werden. Alle privaten Kleinanlieferer werden gebeten, abgezähltes Geld für die zu entrichtende Gebühr bereitzuhalten. Bei Anlieferungen bis einem Kubikmeter beträgt die Gebühr 7 Euro, über 1 Kubikmeter sind 14 Euro zu zahlen. Die Abwicklung gewerblicher Anlieferungen über die Waage bleibt weiterhin bestehen.

KFZ-Zulassung läuft wieder an

Ab Montag sind in eingeschränktem Maße wieder Zulassungen ohne Härtefallprüfung möglich, jedoch nur nach vorheriger Terminabsprache entweder per E-Mail an Zulassungsstelle@Stadt.Salzgitter.de oder telefonisch an die Nummer (05341) 839-4029. Aufgrund der weiterhin bestehenden Kontaktsperren und Sicherheitsvorkehrungen ist nur eine begrenzte Anzahl an Terminen pro Tag möglich. Für einen möglichst reibungslosen Ablauf bittet die Zulassungsstelle darauf zu achten, dass alle notwendigen Unterlagen (Vollmachten, SEPA-Mandat etc.) vollständig und korrekt ausgefüllt sind und weist darauf hin, dass nach erfolgter Zuständigkeit eine Rechnung erteilt wird. Eine Zahlung vor Ort ist weder bar noch per EC-Karte möglich. Weitere Informationen zum Verfahren können bei Terminvereinbarung erfragt oder unter www.salzgitter.de nachgelesen werden. Außerbetriebsetzungen von Fahrzeugen können ausschließlich kontaktlos beantragt werden. Die Zulassungsstempel benötigt hierfür die original Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein), den Antrag auf Außerbetriebsetzung (Link) sowie je ein Foto der amtlichen Kennzeichen bevor und nachdem diese selbst entstempelt worden sind. Diese Unterlagen sind per Post zu übermitteln. Die entwertete Zulassungsbescheinigung Teil I wird dem Kunden zusammen mit einem Gebührenbescheid zurückgeschickt. Die Räumlichkeiten in der Neißestraße 203 (ASP) bleiben aber weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen. Spontan vorbeigebrachte Unterlagen ohne vorherige Terminabsprache werden nicht angenommen.

Die Stadtbibliothek öffnet

Die Stadtbibliothek Salzgitter öffnet am Dienstag, 21. April, von 10 bis 16 Uhr zunächst in Lebenstedt. Die Standorte Lebenstedt und Salzgitter-Bad werden in der kommenden Woche wechselseitig geöffnet, am Dienstag und Mittwoch der Standort Lebenstedt und am Donnerstag und Freitag in Salzgitter-Bad. Allerdings bleiben die Kinderbibliothek in Lebenstedt wegen noch nicht abgeschlossener Bauarbeiten und der Standort Fredenberg geschlossen. Mit einem gültigen Nutzerausweis können Medien entliehen und abgegeben werden. Zum Schutz der Mitarbeiter wie auch der Nutzer erhält jedoch nur eine begrenzte Personenzahl Zutritt. Die während der Schließung angebotenen Serviceleistungen einer kostenfreien Nutzung für maximal drei Monate und der Medienversand auf Bestellung werden ab diesem Zeitpunkt eingestellt. Vormerkungen sind derzeit noch nicht möglich.

Stadt stellt Antworten-Katalog auf wichtigste Fragen ins Internet

Seit Dienstag, 17. März, 14 Uhr, waren alle Dienststellen der Stadt Salzgitter für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Fachdienste und Organisationseinheiten der Stadtverwaltung sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. Notfalltermine werden nur noch in außergewöhnlichen Härtefällen vergeben.

Kurz nach Bekanntwerden des ersten bestätigten Corona-Falles hat die Stadt am 13. März ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses dient als erste Anlaufstelle für die Anliegen der Bürger.

Bis zum 1. April liefen dort rund 4.200 Anrufe auf. Aktuell sind es täglich etwa 230 bis 425 Anruferinnen und Anrufer, die sich mit Fragen zur Erreichbarkeit der Fachdienste, zur Vergabe der Nottermine oder zum Coronavirus dort melden, berichtet Stadtsprecherin Simone Kessner. Auch in den einzelnen Fachbereichen lauen zahlreiche Anfragen per E-Mail und Telefon ein. Wo nötig, werden Nottermine vereinbart.

Zur Arbeitserleichterung wurde ein Antworten-Katalog erstellt. Die häufigsten Fragen und Antworten davon sind auf der der städtischen Internetseite veröffentlicht.

Teilweise könne es bei der Bearbeitung zu Verzögerungen kommen.

Reaktivierung von Altklinikum wird geprüft

Mit Stand Donnerstag befanden sich insgesamt sechs Patienten in stationärer Behandlung. Oberbürgermeister Klingebiel: „Auch wenn diese Zahlen aktuell nicht für eine dramatische Entwicklung in Salzgitter sprechen, treibt die Frage, wie es mit der Patientenversorgung in unserer Stadt bestellt ist, viele um.“ Aus heutiger Sicht könne er feststellen, „dass die stationäre Krankenhausversorgung gut aufgestellt ist“. Das Helios-Klinikum und das St. Elisabeth-Krankenhaus erarbeiten dennoch vorsorglich Notfallpläne, die im Falle einer sich zuspitzende Lage zum Einsatz kämen (wir berichteten).

Bei diesen Überlegungen stelle sich die Frage, ob städtische Gebäude genutzt werden könnten. Infrage kämen die Flüchtlingsunterkunft II. Denkbar sei im Notfall auch eine Reaktivierung des Altklinikums in Salzgitter-Bad. Ob das möglich ist, müsse noch geprüft werden. Auch ob im Falle erheblich steigender Fallzahlen die Konzentration von Corona-Patienten auf ein Klinikum erfolgen sollte, werde immer wieder neu bewertet. Klingebiel: „All diese Überlegungen sollen aber nicht verunsichern, sondern deutlich machen, dass viele Akteure zusammenstehen.“

Bürgermeister mahnt mit Blick aufs Wochenende: Abstand halten!

Das für das Wochenende angesagte Frühlingswetter könnte viele zu einem Ausflug an den Salzgittersee oder die städtischen Parks animieren. Dazu betont Oberbürgermeister Frank Klingebiel: „Bewegung und frische Luft sind wichtig und ein wenig Sonne können wir alle gebrauchen, besonders in Zeiten, die uns so viel abverlangen. Mein Dank gilt denen, die sich an die Regeln halten, allen anderen sei noch einmal deutlich gesagt, dass die Kontaktbeschränkungen auch im Freien gelten.“

Grundsätzlich gilt, dass sich höchstens zwei Personen beziehungsweise Familien, die in einem Haushalt leben, zusammen im Freien bewegen dürfen. Auch die private Grillparty mit Nachbarn im eigenen Garten oder die Geburtstagsparty mit Familien und Freunden sind nicht erlaubt, da es sich um Veranstaltungen im privaten Bereich handelt. Konsequenterweise wird das auch für die traditionellen Osterfeuer gelten, die dieses Jahr entfallen.

Hierzu Klingebiel: „Je strikter wir diese Einschränkungen in den kommenden Tagen und Wochen einhalten, desto eher können wir wieder gemeinsam am Grill stehen oder Geburtstage feiern. Diese Verbote sind alternativlos. Sie retten Menschenleben und unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps.“ Verstöße seien kein Kavaliersdelikt, sondern werden von dem Kommunalen Ordnungsdienst und der Polizei strikt geahndet.

Weiteres Beratungsangebot: Telefonische Beratung der Psychologischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern

Gerade für Familien mit Kindern stellen die Veränderungen und Einschränkungen der vergangenen Tage und Wochen eine Herausforderung dar. Je nach Familienkonstellation und individueller Belastung, können dadurch vermehrt Fragen, Ängste oder Nöte auftreten. Gerade in einer solchen Situation ist es hilfreich und sinnvoll, das Gespräch und die Beratung einer dafür ausgebildeten Fachkraft zu suchen. Deshalb bietet die Psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Stadt Salzgitter eine telefonische Beratung für alle Fragen rund um das Thema Familie in der Corona-Krise an.

Auch Jugendliche und junge Erwachsene können sich bei Fragen und Sorgen dort telefonisch melden. Die Telefonberatung ist unter der Nummer 05341/839-3491 immer montags bis mittwochs von 09 bis 13 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 09 bis 12 Uhr erreichbar. Auch per E-Mail (erziehungsberatung@stadt.salzgitter.de) werden Anliegen und Fragen gerne beantwortet.

Das Angebot der Psychologischen Beratungsstelle erweitert das Psychosoziale Beratungstelefon des Sozialpsychiatrischen Dienstes (Tel.: 05341/839-2482), das Betroffene aller Altersgruppen für telefonische psychosoziale Beratungs- und Entlastungsgespräche in Anspruch nehmen können.

Aufnahmestopp in Altenheimen

Die Alten- und Pflegeheime in der Stadt dürfen keine neuen Bewohner mehr aufnehmen. Die Stadt reagiert damit auf eine entsprechende Weisung des Landes. Ausgenommen sind Einrichtungen, die gewährleisten können, dass neue Bewohner in den ersten zwei Wochen separat im Heim untergebracht werden können.

Bereits seit Freitag haben Besucher nur in Ausnahmefällen Zugang zu den Einrichtungen: Eingelassen wird nur ein sehr beschränkter Personenkreis, geltende Hygieneregeln sind strengstens einzuhalten, der Aufenthalt beschränkt sich auf längstens eine Viertelstunde. Die Stadt kündigte Kontrollen an. Betreiber von Alten- und Pflegeheimen berät das Gesundheitsamt (05341/839-2062; E-Mail: gesundheit@stadt.salzgitter.de).

Der städtische Krisenstab bereitet derzeit übergangsweise Pflegeeinrichtungen vor. In Kooperation mit dem Helios-Klinikum sollen sie in der Bereitschaftsdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN), im Facharztzentrum und in den Räumen des Gesundheitsamtes in Lebenstedt entstehen.

Sie seien nötig, so die Stadt, wenn leichter erkrankte Heimbewohner mit Corona-Infektion wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden, weil dort weitere Behandlungskapazitäten benötigt werden. Zum Schutz anderer Bewohner dürfen sie aber nicht sofort in die Einrichtung zurück. Für die pflegerische Versorgung steht die Stadt mit einem Pflegedienst in Kontakt.

Gästezimmer für Gewaltopfer

Weil in Zeiten der Kontaktsperre zum Schutz gegen das Corona-Virus die Gefahr von häuslicher Gewalt vor allem gegen Frauen und Kinder wächst, hat die Stadt Notwohnungen bereitgestellt für Opfer, aber auch für Menschen, die unter Quarantäne stehend oder infiziert sind. Um weitere Räume zur Verfügung zu haben, hat die Stadt Hotels und Pensionen gebeten, gegen Kostenerstattung Gästezimmer zur Verfügung zu stellen.

Digitale Endgeräte für Schulen

Auf der Basis der Vorgabe des Landes, auch bei länger dauernden Schulschließungen Unterricht zu ermöglichen, hat die Verwaltung die Schulen im Stadtgebiet angeschrieben. Sie sollen mitteilen, ob Computer benötigt werden, wie sie genutzt werden sollen und ob digitaler Unterricht geplant ist. Zudem wird mit der städtischen IT geklärt, welche Geräte anzuschaffen sind und wie die Unterstützung der Schulen aussehen kann.

Kurzarbeit bei den Eigenbetrieben

Auch die Gesellschaften und Töchter der Stadt sind durch die Corona-Krise in ihrer Arbeit deutlich eingeschränkt. Die Bäder-, Sport- und Freizeit (BSF) und die Kraftverkehrsgesellschaft (KVG) haben sich daher auf Kurzarbeit geeinigt.

Bei der KVG wurde durch ein eingeschränktes Fahrplanangebot die Zahl der täglichen Dienste seit Ende März nahezu halbiert, so die Stadt. Zugleich verzeichne das Unternehmen einen deutlichen Einbruch der Umsätze. Die Kurzarbeit wird andauern, bis die Pandemie unter Kontrolle ist.

Bei der BSF wurde laut Stadt eine Kurzarbeits-Regelung gefunden, um den Mitarbeitern sozialverträgliche Lösungen für ein weiterhin gesichertes Einkommen und eine Arbeitsplatzgarantie anzubieten. Die erforderliche Betriebsvereinbarung wurde zunächst nur für den März abgeschlossen. Über die Zeit danach fänden derzeit noch Gespräche statt, hieß es gestern

Digitale Angebote

Die Stadtbibliothek bietet mit den Datenbanken Munzinger und Genios Zugriff auf gesicherte Informationen im Internet. Für die Nutzung ist ein gültiger Bibliotheksausweis notwendig. Wer bisher über keinen Ausweis verfügte, kann sich jetzt für drei Monate unentgeltlich anmelden. Hierfür muss eine Mail mit dem Vor- und Zunamen, der Anschrift sowie dem Geburtsdatum an stabi@stadt.salzgitter.de gesendet werden. Die Datenbank Genios ermöglicht Zugriff auf Zeitschriften und Zeitungen im Volltext. Sie beinhaltet 300 Tages- und Wochenpressequellen sowie 450 Fachpressequellen aus dem deutsch- und englischsprachigen Raum. Munzinger ist ein umfangreiches Online-Lexikon. Infos im Netz unter stabi@stadt.salzgitter.de.

VHS-Angebote für Zuhause

Auch von zu Hause aus können Interessierte zahlreiche Angebote der Volkshochschule nutzen. Dafür sind nur ein Computer und einige Grundkenntnisse in der Bedienung notwendig. Alle Online-Seminare sind zu finden auf der Internetseite der Volkshochschule www.vhs-salzgitter.de und weitere Informationen über vhs@stadt.salzgitter.de.

Stadtbibliothek versendet Medien

Aufgrund ständig wachsender Nachfrage hat sich die Stadtbibliothek entschlossen, ab sofort Medien an ihre Kunden mit gültigem Bibliotheksausweis zu versenden. Sie können nun maximal zwei verfügbare Medien unter Angabe ihrer Benutzernummer per E-Mail an stabi@stadt.salzgitter.de bestellen. Auf der Seite https://www.salzgitter.de/bildung/stabi/webkatalog.php kann nach verfügbaren Medien recherchiert werden. Es werden Versandkosten in Höhe von drei Euro auf dem Benutzerkonto in Rechnung gestellt, die bei Rückgabe der Medien zu zahlen sind. Von einer Rückgabe von Medien über den Versandweg bittet die Bibliothek dringend abzusehen.

Psychosoziales Beratungstelefon

Die mit dem Corona-Virus verbundenen Ängste und Einschränkungen stellen für viele Menschen eine Herausforderung dar. Es entstehen zum Beispiel Sorgen um die eigene Gesundheit, den eigenen Arbeitsplatz oder Ängste, wie man selbst mit der sozialen Isolation umgehen kann. Besonders sind Menschen betroffen, die vorher schon an psychischen Erkrankungen gelitten haben. Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet für alle Bürger telefonische psychosoziale Beratungs- und Entlastungsgespräche an. Das Beratungstelefon ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und Freitag von 9 bis 12.30 Uhr unter der Telefonnummer (05341) 839-2482 erreichbar.

Erste Hilfe bei der Stadt

Seitens der Stadtverwaltung wurden wegen des Coronavirus folgende Sofortmaßnahmen ergriffen: Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer (05341) 839-5000 geschaltet. Dieses ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Mittwoch von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr erreichbar und steht für Fragen zu Serviceleistungen der Verwaltung zur Verfügung. Für medizinische Fragen wenden sich Bürgerinnen und Bürger bitte an die Corona-Hotline des Landes Niedersachsen (montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr) unter Telefon (0511) 4505555. Zudem informiert die Stadtverwaltung kontinuierlich auf der städtischen Homepage.

Das ist zu beachten

Oberbürgermeister Frank Klingebiel erklärte, dass die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Kontaktverbote auch in Salzgitter zu weiteren erheblichen Einschnitten führen werden. So seien Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit auf höchstens zwei Personen beschränkt. Ausgenommen seien Angehörige und Menschen, die in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus leben. Alle nicht dringend notwendigen Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könne, seien untersagt. Der Besuch eines Physiotherapeuten sei nur in Ausnahmefällen gestattet. Verstöße gegen die Anordnungen seien Ordnungswidrigkeiten und würden mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet.

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So reagiert die Polizei

Seit Tagen kontrolliert die Polizei in Salzgitter massiv, ob sich die Bürger der Stadt an die Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie halten. Einige Dutzend polizeiliche Ansprachen gab es seitdem im Stadtgebiet, zudem sind die Zahlen rückläufig – und im großen und ganzen zeigten sich die Menschen einsichtig, wenn die Beamten sie auf ihr Verhalten hinweisen, sagt Salzgitters Polizeisprecher Matthias Pintak. Versammlungen meist älterer Männer in einem Vereinsheim mussten aufgelöst werden, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Um den Infektionsschutz sicherzustellen, wird die Polizeistation in Gebhardshagen, die in einem Wohnhaus untergebracht ist, vorübergehend für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Einsatzbereitschaft der Beamten sei nicht beeinträchtigt, hieß es dazu.

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Das ändert sich im Busverkehr

Montags bis freitags gilt in der Corona-Krise der Samstagsfahrplan. Die Linien des Berufsverkehrs verkehren. Samstags und sonntags gelten die normalen Fahrpläne. An allen Tagen entfallen die Fahrten, die an den Endhaltestellen nach 22 Uhr beginnen. Die Flächen-AST Verkehre werden an allen Tagen nur bis 22 Uhr durchgeführt.

Was ist mit Restaurants?

Alle Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse und Mensen sind wegen der Corona-Krise geschlossen. Ausnahmen: Der Außerhausverkauf von Speisen und Getränken für den täglichen Bedarf ist nach telefonischer oder elektronischer Bestellung erlaubt. Gleiches gilt für gastronomische Lieferdienste. Der Verzehr ist innerhalb eines Umkreises von 50 Metern zu diesen Betrieben unzulässig.

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Das ändert sich bei der Müllabfuhr

Die Stadt hat mitgeteilt, dass es aufgrund der aktuellen Corona-Krise zu Änderungen bei der Tourenplanung der Müllabfuhr kommen kann. Der Abfuhrtag bleibt zwar zunächst bis auf weiteres bestehen, doch die gewohnte Tageszeit der Leerung der Abfalltonnen und der Abholung der gelben Säcke kann sich ändern. Die Verwaltung bittet daher alle Bürger, die Abfallbehälter und Gelben Säcke möglichst bereits bis 6.30 Uhr am Abfuhrtag bereit zu stellen. Sie sind fest zu verschließen. Weitere Infos unter www.salzgitter.de.

Hilfen von den Nachbarn

Einkaufshilfen, Botengänge: Im Stadtgebiet und dem Umland haben sich im Zuge der Corona-Krise mehrere Initiativen gegründet, um Menschen beizustehen, die Unterstützung brauchen. Sei es, weil sie sich in Quarantäne befinden. Sei es, weil sie zu den Risikogruppen gehören. So entschlossen sich zwei Mitglieder der Jungherrenwache Ringelheim der Schützengilde am Wochenende spontan, ein solches Angebot auf die Beine zu stellen. Dabei ist auch der Verein Su.Per Salzgitter, der Helfer mit Essbarem versorgt, und viele andere kleine und größere Initiativen in den einzelnen Stadtteilen. Im gesamten Stadtgebiet wollen die Freiwilligen von „Salzgitter – Alle für einen“ rund um Stefani Steckhan helfen. Mehr als 300 Interessenten haben sich bereits in der Facebook-Gruppe eingetragen. Auch in den Salzgitteraner Kliniken haben sich Freiwillige gemeldet, um zu helfen.

Im Stadtteil Fredenberg helfen Ministranten Mitbürgern bei alltäglichen Arbeiten.

Ein Kind kommt zur Welt – was nun?

Wegen personellen Engpasses, der vorrangigen Beurkundung von Sterbefällen und bereits vor längerer Zeit gebuchter Trautermine kommt es laut Stadt bei der Beurkundung von Geburtsanzeigen (Geburtsurkunden) zu zeitlichen Verzögerungen. Oberbürgermeister Klingebiel bat um Verständnis. Eltern von neugeborenen Kindern wenden sich telefonisch (05341/839-3274) oder per E-Mail (standesamt@stadt.salzgitter.de) an die Stadt.

Aktion von Ärzten und Medizinpersonal

Viele Berufsgruppen, vornehmlich medizinische, appellieren derzeit dafür, Zuhause zu bleiben. „Du spazierst auf der Straße? In Ordnung – dann gehe ich nach Hause.“ Die Aktion mit den Schildern, erklärt Gabor Schuszter, einer der beiden Ärzte, soll das Bewusstsein für die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus stärken. Es ist eine von vielen Aktionen, die derzeit besonders auch in den sozialen Medien im Umlauf sind.

Corona – Kliniken in Salzgitter stocken auf

Corona­ – Gefahr für heimische Wirtschaft?

Mit anschaulichen Beispielrechnungen hat Lehrerin Christiane Neumann zunächst im Lehrer-Schüler-Schulelternrat-Kreis die Ansteckungsgefahr des Corona-Virus’ erklärt. „Wichtig ist mir, dass in einer allgemeinverständlichen Sprache komplexe Zusammenhänge erklärt und durch entsprechende Darstellungen sichtbar gemacht werden“, sagt sie. Ihre „Corona-Mathematik – oder warum man besser zu Hause bleibt“ legt auch dar, warum es wichtig war, die Schulen zu schließen. Heinz Strauß, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Salzgitter-Bad, sieht mit der Corona-Krise auch eine Gefährdung der heimischen Wirtschaft, die durch die vorübergehende Schließung von Läden bei laufenden Kosten noch mehr leidet. Deshalb möchte er handeln und die Geschäftslandschaft stärken. Strauß ließ Banner anfertigen, die Salzgitteraner dazu auffordern, auch an die Lage der Geschäfte in der unmittelbaren Umgebung zu denken. Und zwar mit Stadtgutscheinen, die in allen Mitgliedsläden der Werbegemeinschaft eingetauscht werden und jetzt schon erworben werden können (erhältlich im Netz unter werbegemeinschaft-salzgitter.bad.de, im Sanitätshaus Christoph – aber auch über Facebook und (05341) 35583).

Appell von Ärzten und Polizei Salzgitter- Zuhausebleiben!

Was ist auf dem Markt los?

Die Geschäfte laufen gut, berichten fast alle Marktbeschicker, die selbst erstaunt schienen, dass ihre Waren wie warme Semmeln weggingen – trotz Corona. Gerade Kartoffeln sind derzeit begehrt, berichten sie, aber auch Eier. Mehrere Marktbeschicker berichten von überraschenden Bekundungen der Wertschätzung. „Die Kunden sagen: Es ist toll, dass Ihr da seid, und dass Ihr so tolle Sachen habt“, schildert eine Marktfrau gerührt. „Inzwischen habe ich sogar schon einmal Trinkgeld bekommen!“ Eine andere berichtet, dass sie das Gefühl der Dankbarkeit vermittelt bekommen habe. „Es gibt mehr Wertschätzung als früher“, bestätigt man auch am Obst- und Gemüsestand Fellenberg.

Die Tourismusbranche leidet

Die Zeiten für die Tourismusbranche sind hart. Das bekommen besonders auch die Reisebüros zu spüren. Die Urlaubsreisen, die jetzt für den Sommer gebucht wurden, sind zurückgegangen, weiß Professor Dr. Ernst-Otto Thiesing, Leiter des Instituts für Tourismus- und Regionalforschung (IfTR) an der Ostfalia in Calbecht. Durch die Einreisestopps gebe es viele Stornierungen, wodurch Provisionen für die Reisebüros wegfallen, und das könne diesen in der Masse „das Genick brechen“, sagt Barbara von Zitzewitz von den Flugbörse. Eine FAQ-Liste hängt dort (Berliner Straße) aus und ist auch im Netz abrufbar (www.flugundferien.de)

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