A7 bei Salzgitter bis Dienstagabend voll gesperrt

Salzgitter.  Am Vormittag gegen 9 Uhr haben die Reparaturen begonnen. Nun ist klar: Die Sperrung bleibt bis Dienstagabend.

Die Nord-Süd-Achse A7 ist wegen Fahrbahnschäden seit Samstagabend in beide Richtungen voll gesperrt. Erst Dienstagabend soll das etwa sechs Kilometer lange Stück zwischen der Anschlussstelle Derneburg und dem Dreieck Salzgitter wieder freigegeben werden.

Die Nord-Süd-Achse A7 ist wegen Fahrbahnschäden seit Samstagabend in beide Richtungen voll gesperrt. Erst Dienstagabend soll das etwa sechs Kilometer lange Stück zwischen der Anschlussstelle Derneburg und dem Dreieck Salzgitter wieder freigegeben werden.

Foto: Christian Gossmann / dpa

Die A7 ist bei Salzgitter wegen Fahrbahnschäden bis voraussichtlich heute Abend in beide Richtungen voll gesperrt. Zwischen der Anschlussstelle Derneburg und dem Dreieck Salzgitter ist der Boden der Fahrbahn auf rund zwölf Metern leicht abgesackt. Anike Rhode, Leiterin des Fachbereichs Bau bei der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, bestätigte gegenüber unserer Zeitung die Verzögerung aufgrund der notwendig gewordenen Sanierungsarbeiten.

Laut Rhode habe der Boden zwischen sechs und zehn Zentimetern nachgegeben. Die Polizei spricht von bis zu 20 Zentimetern. Die beschädigte Stelle, über die bis vor Kurzem noch der gesamte Verkehr aufgrund einer baustellenbedingten Teilsperrung der Autobahn geführt wurde, soll zunächst ausgefräst und dann neuer Belag aufgetragen werden. Die Arbeiten dazu begannen gestern Nachmittag.

Dammkörper wurde errichtet

Als mögliche Ursache für das Absacken der Fahrbahn nannten Polizei und Landesbehörde den Rückbau eines Brückenbauwerks. An dieser Stelle sei provisorisch – bis dort eine neue Brücke entsteht – ein sogenannter Dammkörper aus Boden und einer Schottersteinschicht errichtet worden, über den die Autobahn an dieser Stelle geführt worden sei. Hier ist der Untergrund nicht in der Stärke verdichtet, wie es vorher durch die Verankerung der Brücke der Fall gewesen war. Das sind die bisherigen Erkenntnisse.

Nach Angaben von Fachbereichsleiterin Rhode hätte erheblicher Regen in den letzten Tagen den neu aufgeschütteten Dammkörper aufgeweicht. Je nachdem, wie tief die Absack-Schäden sind, müsse laut zuständiger Autobahnpolizei Hildesheim mehr oder weniger abgefräst werden – dies beeinflusse dementsprechend die Trocknungszeit des neuen Bodenbelages.

Vollsperrung: Der provisorische Damm unter der A7 gibt nach

Massive Verkehrsbehinderungen auf der A7

Die ungeplante Vollsperrung sorgte am Wochenende auf den Ausweichstraßen für längere Staus. Am Sonntag staute es sich bis zu vier Kilometer auf der B6 zwischen A7, Derneburg-Salzgitter und A39, Baddeckenstedt. In Richtung Kassel gab es auch am Montagmittag noch erhebliche Verkehrsbehinderungen. Zwischen Hildesheim und der Raststätte Hildesheimer Börde staute sich der Verkehr auf fünf Kilometern.

Die A7 ist mit 962,2 Kilometern die längste Autobahn in Deutschland. Sie führt von Flensburg bis an die österreichische Grenze. Auf dem Abschnitt, der durch Niedersachsen und entlang unserer Region führt, sind seit Jahren Dauer-Baustellen eingerichtet. So wurde zuletzt der Startschuss für den millionenteuren Ausbau des Dreiecks Salzgitter gegeben. Nerven kostet die Autofahrer insbesondere das Teilstück zwischen Seesen und Echte und zwischen Northeim-Nord und Nörten-Hardenberg. Dort wird seit Jahren der Verkehr in die Fahrtrichtungen Hannover und Kassel auf mitunter 30 Kilometern über eine verengte Fahrbahn geführt, was die Wahrscheinlichkeit von Unfällen und anschließenden Staus erhöht.

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