Netzgeflüster

Ich bin dann mal offline!

Manchmal muss man sein Leben neu sortieren, so wie einen PC oder ein Smartphone: alte Apps und Programme löschen, neue installieren.

Nachdem mein Smartphone im Klo ja quasi Selbstmord begangen hat, habe ich die ganze Sache mit dem digitalen Leben nochmal überdacht. Wer braucht schon ein Smartphone? Und dieses Internet, das setzt sich doch sowieso nicht durch. Und immer diese Apps... alles Quatsch. Okay, okay! Quatsch, davon erzählt man viel, wenn man sich trennen will und nicht genau weiß wie. So wie ich jetzt gerade in diesem Moment, in dem mir nicht mal Alexa helfen kann. Als ich sie fragte: „Alexa, wie verabschiede ich mich“, kam nur: „Das weiß ich nicht“. Auf „Alexa, wie sage ich am besten Tschüss“, folgte ein freudiges „Tschö-höö“. Danke auch – für nichts! Denn Tschö-höö und weg? So will ich mich nach fast sechs Jahren Netzgeflüster nicht davonstehlen. Aber gehen werde und will ich – und damit auch diese Kolumne. Denn manchmal muss man sein Leben neu sortieren, so wie einen PC oder ein Smartphone: alte Apps und Programme löschen, neue installieren. Aber soviel steht fest: Ein Homo Digitalis bleibe ich auf jeden Fall. Mit einem ganz speziellen Typus dieser Gattung geht es für Sie hier auf diesem Platz samstags nun weiter. Soviel sei verraten: Ich habe ihm für seine Kolumne den Titel „The Dark Mode“ (Der dunkle Modus) ans Herz gelegt. Ob es so kommt? Sie und auch ich dürfen gespannt sein. In diesem Sinne: Bleiben Sie online!

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