Landesbischof fordert zum Widerstand gegen Rassismus auf

Wolfenbüttel.  Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns hat am Samstag in Wolfenbüttel Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit gefordert.

Landesbischof Christoph Meyns hat beim Gemeindekongress in Wolfenbüttel vor mehr als 250 Mitarbeitern der Landeskirche mehr Entschlossenheit im Widerstand gegen Rassismus gefordert.

Landesbischof Christoph Meyns hat beim Gemeindekongress in Wolfenbüttel vor mehr als 250 Mitarbeitern der Landeskirche mehr Entschlossenheit im Widerstand gegen Rassismus gefordert.

Foto: Susanne Huebner

Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns hat Christen zum Widerstand gegen Rassismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit aufgerufen. „Inzwischen werden öffentlich Positionen vertreten, die sich dem völkischen, dem sozialdarwinistischen und dem nationalistischen Denken des 19. Jahrhunderts und dem Nationalsozialismus verdanken“, sagte der leitende evangelische Theologe am Sonnabend zum Auftakt eines Gemeindekongresses in Wolfenbüttel. „Es ist wieder Mode geworden, sich selbst aufzuwerten, indem man Minderheiten zu Sündenböcken macht.“

Dem müssten sich Christen mit ganzer Kraft entgegenstellen, forderte Meyns. Das sei vielleicht die größte Herausforderung, vor der die Kirchen stünden: „In einer stark veränderten Gesellschaft Kontaktflächen und Kommunikationswege neu zu entwickeln hin zu Menschen, die nur noch wenig von Glaube und Kirche wissen und deshalb anfällig sind für ideologische Parolen.“

In Wolfenbüttel waren am Sonnabend mehr als 250 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der braunschweigischen Landeskirche in Wolfenbüttel zusammengekommen, um über die Zukunft der Arbeit in Kirchengemeinden zu beraten. Zu dem Treffen unter dem Titel „Gemeinde. Wir“ kamen Referenten aus dem ganzen Bundesgebiet.

Auf dem Programm standen unter anderem Foren zu neuen Liedern in der Kirche oder zum Umgang mit neuen Medien. Der Theologische Referent des Dortmunder Zentrums für Mission in der Region der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Christhard Ebert, sprach darüber, wie eine Gemeinde sich in der Region entwickeln kann. Birgit Dierks von der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste in Berlin befasste sich mit neuen Formen kirchlicher Arbeit wie Initiativen an sozialen Brennpunkten oder Café-Kirchen.

Der Kongress war Teil der Veranstaltungen zum 450-jährigen Bestehen der Landeskirche. Bei einem ersten Kongress in Braunschweig im Jahr 2015 hatten rund 400 Teilnehmer in 33 Workshops über die Zukunft ihrer Arbeit beraten. Zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig gehören 342.000 Mitglieder in 329 Gemeinden zwischen Wolfsburg und dem Südrand des Harzes. epd

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