Das Badezentrum in Gliesmarode ist gerettet

Braunschweig  Der Rat stimmte zu. Friedrich Knapp darf das Bad nun übernehmen.

Das Badezentrum Gliesmarode, seit Anfang Juli geschlossen, bleibt bestehen und wird vom Unternehmer Friedrich Knapp saniert.

Das Badezentrum Gliesmarode, seit Anfang Juli geschlossen, bleibt bestehen und wird vom Unternehmer Friedrich Knapp saniert.

Foto: Peter Sierigk

Gerettet. Der Rat hat Dienstagabend einstimmig beschlossen, dass der Braunschweiger Unternehmer Friedrich Knapp das Bad Gliesmarode übernehmen darf. Knapp will das Bad mindestens zehn Jahre betreiben.

Damit endet ein achtmonatiges Tauziehen um die Zukunft des Bades, das eigentlich schon für immer geschlossen sein sollte.

Doch soweit wird es nun doch nicht kommen. Per Erbbau-Pachtvertrag übernimmt Knapp nun das Bad und wird, um die Finanzierung zu sichern, eine Betreibergesellschaft gründen. Der Vertrag sieht vor, dass binnen sechs Monaten mit der Sanierung begonnen werden soll. „Angestrebt“ ist, dass binnen 18 Monaten das Bad wieder betriebsfertig ist.

Gejubelt wurde von den Fraktionen jedoch nicht. Jens-Wolfhard Schicke-Uffmann (Piraten) meinte: „Ein städtisches Bad wäre uns lieber. Denn nun kann der Rat nicht mehr mitbestimmen, was Öffnungszeiten oder Eintrittspreise angeht.“ Hintergrund: Viele im Rat vermissten ein Betreiberkonzept, das genau über diese Fragen Auskunft gibt.

Fraglich ist auch: Was heißt es für den Haushalt der Stadt, wenn das Bad Gliesmarode in Konkurrenz zu den übrigen Bädern tritt? Wird es überhaupt eine Konkurrenz geben? SPD-Fraktionschef Manfred Pesditschek meint optimistisch: Nein! „Wasserwelt und Bad Gliesmarode werden vergleichbare Eintrittspreise haben. Die Stadtbad GmbH ist im Konkurrenzkampf um Badegäste gut aufgestellt.“

Klaus Wendroth, Fraktionschef der CDU im Rat, will abwarten: Das Engagement von Knapp sei lobenswert, betonte er. Andererseits seien die Mittel der Stadt Braunschweig begrenzt: „Der Zuschussbedarf der Stadtbad GmbH liegt bereits bei 6 Millionen Euro jährlich. Das ist viel Geld für eine Stadt mit 250 000 Einwohnern.“

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