Washington/New York. Im Schweigegeld-Prozess leiden die Anwälte unter „fauligen“ Gerüchen. Urheber der Flatulenz soll Donald Trump höchstpersönlich sein.

Dicke Luft herrscht im Strafprozess gegen Donald Trump seit der ersten Minute. Der Ex-Präsident fühlt sich von der Justiz in New York misshandelt. Die Mimik des 77-Jährigen während der Auswahl der Geschworenen sprach Bände. Jetzt tauchen in sozialen Medien Berichte auf, wonach das Schweigegeld-Verfahren um den Porno-Star Stormy Daniels Trump mächtig auf den Darm geschlagen sein soll. Sprich: Blähungen.

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wie der Journalist Ben Meiselas, Mitbegründer des Portal „MeidasTouch” unter Berufung auf „glaubwürdige Quellen” berichtet, sollen dem in der Verhandlung nach Angaben von Zuschauern mehrfach weggenickten Ex-Präsidenten mehrfach Fürze entwichen sein.

Donald Trump: Blähungen sorgen für Unmut

Todd Blanche (li.), der leitende Strafverteidiger Trumps, soll von den Darm-Problemen des Ex-Präsidenten in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Todd Blanche (li.), der leitende Strafverteidiger Trumps, soll von den Darm-Problemen des Ex-Präsidenten in Mitleidenschaft gezogen worden sein. © action press | MARK PETERSON

Todd Blanche und Emil Bove, seine links und rechts neben ihm sitzenden Verteidiger, sollen „mit dem Geruch zu kämpfen haben”, der als „faulig” beschrieben wird.

George Conway, Ex-Ehemann von Trumps früherer Top-Beraterin Kellyanne Conway, bestätigt mit Verweis auf eigene Quellen den Sachverhalt, für den es bisher keine offizielle Bestätigung des Gerichts gibt. Trump selber oder sein Sprecher haben sich bisher nicht geäußert.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Weil Trump in diesem Zusammenhang nicht zum ersten Mal auffällt, stößt der Vorgang in sozialen Medien in den USA auf gewaltige Resonanz. Hashtags wie #TrumpSmellsLikeAss, #StinkyDon und #DonFartleone liegen auf dem Portal X (früher Twitter) seit Freitagnacht im Trend und lösen erhebliche Kreativität aus. In diversen Memes wird das „Farting”-Problem als Trumps Gegen-Reaktion auf den richterlichen „Maulkorb” (gag order) aufgespießt, der ihm fortwährende Beleidigungen der Justiz untersagt.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Trump hatte im Februar 2018 bei einer Presse-Konferenz im Weißen Haus, in der es um Schusswaffen-Gewalt ging, vor laufender Kamera hörbare Blähungen. Die damals neben ihm sitzende demokratische Senatorin Diane Feinstein reagierte pikiert. Auch bei einem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Erdogan im Weißen Haus soll es einen Zwischenfall gegeben haben. Als Hinweis wurde das irritierte Verhalten der Übersetzer gewertet, die hinter den Staatsmännern saßen.

Ende vergangenen Jahres berichtete der frühere republikanische Kongress-Abgeordnete Adam Kinzinger, dass Trump von einem penetrant unangenehmen Körpergeruch umgeben sei.

„Nimm Achselhöhlen, Ketchup, einen Hintern und Schminke, stecke alles in einen Mixer und fülle es in Parfüm-Flaschen ab“

„Die beste Art, es zu beschreiben ist: Nimm Achselhöhlen, Ketchup, einen Hintern und Schminke, stecke alles in einen Mixer und fülle es in Parfüm-Flaschen ab.” Kinzinger, ein erbitterter Gegner des Ex-Präsidenten, gab diesen Rat: „Trage eine Maske, wenn Du kannst”. In den 80er Jahren soll Trump aus dem bekannten New Yorker Steakhaus „Keene” geworfen worden sein, weil sich Gäste über seinen Körpergeruch beschwert haben.