Groß Ilseder Grund- und Hauptschule wünscht mehr Sicherheit

Groß Ilsede.  Die Schulstraße zwischen beiden Schulgebäuden birgt Gefahren. Laura Schroeder ist die neue Schul-Sozialpädagogin.

Freuen sich auf ihre Aufgabe in der Grund- und Hauptschule Groß Ilsede (von links): Cornelia Korn (kommissarische Schulleiterin), Wiebke Barankewitz (kommissarische Konrektorin) und die Schul-Sozialpädagogin Laura Schroeder.

Freuen sich auf ihre Aufgabe in der Grund- und Hauptschule Groß Ilsede (von links): Cornelia Korn (kommissarische Schulleiterin), Wiebke Barankewitz (kommissarische Konrektorin) und die Schul-Sozialpädagogin Laura Schroeder.

Foto: Harald Meyer

Vor Herausforderungen steht die Grund- und Hauptschule in Groß Ilsede – unabhängig von „Corona“: Zum einen ist die Schule nun offiziell aufgeteilt auf zwei Gebäude in Groß Ilsede, zum anderen ist Lehrermangel zu beklagen. Da tut es gut, dass die Schulsozialarbeit Verstärkung erhalten hat: Laura Schroeder ist Nachfolgerin von Dirk Grune.

Die Aufteilung auf zwei Gebäude ist das Ergebnis der Raumplanung für das gesamte Groß Ilseder Schulzentrum: Die Realschule hat Räume abgegeben ans Gymnasium, die Grund- und Hauptschule wiederum sechs Räume an die Realschule. Cornelia Korn, nach dem Weggang von Corinna Hollinger die kommissarische Schulleiterin, beschreibt die Folgen für die Grund- und Hauptschule: Die Hauptschuljahrgänge fünf bis sieben haben ihre Räume nun im Obergeschoss der Janusz-Korczak-Schule (Förderschule Lernen), die geschlossen worden ist.

„Ein Zebrastreifen oder eine Überquerungshilfe wären gut“

Für Cornelia Korn ist das keine glückliche Lösung, auch wenn sich das frühere Förderschulgebäude auf der anderen Seite der Schulstraße befindet. Doch genau das ist ein Punkt: Auf dieser Straße gebe es viel Verkehr, zudem werde sich nicht immer an die 30 Stundenkilometer gehalten, betrachtet die Schulleiterin die Situation mit Sorge. Ihr Wunsch ist es, auf der Schulstraße zwischen beiden Hauptschulgebäuden mehr Sicherheit zu haben – für Lehrer und Schüler: „Durch einen Zebrastreifen oder eine Überquerungshilfe, denkbar wären auch Poller auf der Straße, damit nicht mehr so schnell gefahren wird.“ Nichts dergleichen ist aber geplant. Ein weiterer Nachteil am aufgeteilten Schulstandort: Die Lehrer müssen – entweder zum Unterricht oder zur Pausenaufsicht – zwischen beiden Gebäuden hin- und her hasten.

Außer den Fünft- bis Siebtklässlern der Hauptschule im Obergeschoss nutzt die angrenzende Astrid-Lindgren-Schule (Förderschule geistige Entwicklung) die frühere Janusz-Korczak-Schule im Erdgeschoss: Für beide Schulen gibt es getrennte Eingänge. Die Astrid-Lindgren-Schule nutzt den früheren Schulhof der Janusz-Korczak-Schule; für die Hauptschüler wird der Bereich zwischen ehemaligem Janusz-Korczak-Gebäude und Schulstraße umgestaltet. Im angestammten Gebäude der Grund- und Hauptschule bleiben alle Grundschüler sowie die Hauptschuljahrgänge acht bis zehn.

„In den Hauptschuljahrgängen fünf bis zehn fällt Unterricht aus“

Zudem brennt der Grund- und Hauptschule der Lehrermangel auf den Nägeln: Von den 39 Lehrkräften (nicht alles volle Stellen) stehen nur 36 bereit – trotz des Vertretungslehrers fehlen zwei Lehrkräfte. Die Folge: „In den Hauptschuljahrgängen fünf bis zehn fällt Unterricht aus“, beschreibt Cornelia Korn und verweist auf die Wahlpflichtkurse (WPK) am Montagnachmittag und den Pflichtunterricht am Donnerstagnachmittag.

Neben Nicole Berger (Hauptschule) und Sarah Schlüter (Grundschule) ist Laura Schroeder (Hauptschule) die dritte Schulsozialpädagogin. „Ich rede viel mit den Schülern, um sie bei allen Problemen – privat und schulisch – zu unterstützen“, beschreibt die 22-Jährige ihre Aufgabe. Laura Schroeder geht es auch darum, dass die Schüler „über ihr Tun nachdenken und ihr Handeln überdenken“. Sie stammt aus Salzwedel und hat in Görlitz „soziale Arbeit“ studiert (Abschluss Bachelor).

Zur Grund- und Hauptschule in Groß Ilsede gehören 168 Grundschüler und 208 Hauptschüler.

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