Schottergärten – Landkreis Peine verstärkt die Kontrollen

Peine.  Das Neubaugebiet „Groß Ilsede-Nord“ ist nur der Anfang, denn: Schottergäarten gibt es kreisweit, auch in der Gemeinde Vechelde.

Kreisbaurat Christian Mews (Mitte) inspiziert einen Schottergarten im Neubaugebiet „Groß Ilsede-Nord“. 

Kreisbaurat Christian Mews (Mitte) inspiziert einen Schottergarten im Neubaugebiet „Groß Ilsede-Nord“. 

Foto: Landkreis

Im Kampf gegen Schottergärten macht der Landkreis Peine ernst: Zusammen mit Ilseder Gemeindevertretern hat sich die Kreisverwaltung (Bauordnung) die Situation im Neubaugebiet „Groß Ilsede-Nord“ angeschaut. „Dort gibt es eine Vielzahl an Grundstücken, bei denen der Versiegelungsgrad grenzwertig ist“, bedauert Kreisbaurat Christian Mews mit Blick auf die Schottergärten: „Deshalb wird unsere Bauordnung diese Grundstücke kontrollieren und notfalls Anhörungen der Eigentümer veranlassen.“

Die Gemeinde- und Kreisvertreter sind im Groß Ilseder Neubaugebiet mit Bewohnern ins Gespräch gekommen. „Dabei haben wir eine aufgeschlossene Grundstimmung festgestellt“, teilt Mews erfreut mit: „Viele Anwohner wussten nicht, dass Schottergärten als versiegelte Flächen gelten.“ Dem Landkreis und der Gemeinde sei es wichtig, diesen Ortstermin zum Informationsaustausch zu nutzen, um sich von den Betroffenen ein Meinungsbild einzuholen. Die Ilseder Rathausverwaltung sendet wiederholt ein Informationsschreiben an die Grundstückseigentümer in „Groß Ilsede-Nord“: Darin wird der erlaubte Versiegelungsgrad erläutert, und somit wird auch die Frage beantwortet nach der Zulässigkeit von Schottergärten.

„Auf Schottergärten finden Tiere keinen Schutz und keine Nahrung“

Laut Kreisverwaltung sind diese „Gärten“ meist nur spärlich bis gar nicht bepflanzt, was bedeutet, dass Tiere in ihnen keinen Schutz und keine Nahrung fänden. „Folien oder Vlies, die oft ausgelegt werden, bevor Schotter eingebaut wird, sorgen dafür, dass keine Insekten und andere Lebewesen zwischen dem Erdboden und der Vegetationsschicht zirkulieren können“, führt der Kreisbaurat aus – der Boden verliere so an Qualität und werde funktionslos. Mews: „Leider vergessen viele Eigentümer, dass nur ein bestimmter Teil eines Grundstücks versiegelt werden darf.“ Dies beinhalte außer dem Haus auch Pflasterflächen und Schottergärten und sei in Bebauungsplänen festgeschrieben.

Schottergärten gibt es kreisweit – also auch in der Gemeinde Vechelde: Dort diskutiert die Politik darüber, wie solche Anlagen verhindert werden könnten.

Informationen, Links zum Thema und Ansprechpartner für eine Beratung sind auf der Homepage des Landkreises zu finden: www.landkreis-peine.de/Ordnung-Umwelt/Bauordnung-und-Raumordnung/FAQ-Wichtige-Informationen im Internet.

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