Tüv-Bilanz

Mehr als die Hälfte der Peiner Fahrzeuge war 2021 ohne Mängel

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Bei der Beleuchtung rät der Tüv zu mehr Aufmerksamkeit (Archivfoto).

Bei der Beleuchtung rät der Tüv zu mehr Aufmerksamkeit (Archivfoto).

Foto: TÜV Nord / TÜV Nord Getty Images/iStockphoto

Peine.  Die Tüv-Nord-Station zieht ihre Jahresbilanz – Und sie rät: Ist die Plakette noch braun, sollte eine Hauptuntersuchung gemacht werden.

60,5 Prozent aller Autos, die 2021 an der Tüv-Nord-Station in Peine von den Sachverständigen in der Hauptuntersuchung (HU) inspiziert wurden, hatten keine Mängel. Ein gutes Ergebnis, so der Tüv in der Jahresbilanz. Zudem gab es bei 12 Prozent der Fahrzeuge nur geringe Mängel, 72,5 Prozent erhielten so direkt die neue TÜV-Plakette.

Sorgen macht den Experten aber eine andere Statistik: 27,5 Prozent der Fahrzeuge hatten erhebliche und gefährliche Mängel. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette geklebt werden konnte.

Durchschnittsalter 10,6 Jahre

Zwei weitere Zahlen aus der nun veröffentlichten HU-Statistik: Der durchschnittliche am Standort geprüfte Pkw war 10,6 Jahre alt und hatte mehr als 111.000 Kilometer auf dem Tacho. Tüv-Nord-weit ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln auf einem konstant niedrigen Niveau, heißt es weiter.

Andreas Meyer, Leiter der Tüv-Station, wird zitiert: „Wir sind mit den aktuell niedrigen Mängelquoten zufrieden. Die Sicherheit steigt von Fahrzeug- zu Fahrzeuggeneration, zudem legen die Autohersteller einen Fokus auf die Langzeitqualität. Auch Autohäuser und Werkstätten haben einen Anteil an der häufigen Mängelfreiheit. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und mehr Freude an sicherer, individueller Mobilität. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check des Fahrzeuglichts zur Routine wird.“

Das Thema Beleuchtung sticht heraus

Dass die Beleuchtungsanlage aktuell noch oft vernachlässigt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik erneut vorn, so der Tüv weiter. Und das, obwohl zumindest die Kontrolle der Beleuchtungsanlage in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen sei. Allerdings sei die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran hätten auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und moderner Fahrzeugtechnik ihren Anteil.

Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die im Oktober unter anderem von Kfz-Gewerbe und Tüv angeboten werde, diene auch dem Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit zu identifizieren und zu beheben. So gilt in der Tüv-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen: „Licht, Elektrik“, „Achsen, Räder, Reifen“, Umweltbelastung“ und „Bremse“.

Zahl der Mängel steigt mit dem Alter

Je älter Fahrzeuge beim Tüv-Termin sind, desto höher ist die Zahl derer, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen, so die Statistik. Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,1 Prozent der Autos erhebliche Mängel, im Alter von fünf sind es bereits 9 Prozent. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als Grund für Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt bei den Dreijährigen bei 42,941 Kilometern, bei den Fünfjährigen bei 68.977 Kilometern.

Tipp des Tüv: Wer noch mit einer braunen Plakette für 2022 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin geben lassen. Mit dem Jahreswechsel ändert sich die Farbe der Plakette auf Rosa. So ist etwa für die Polizei direkt erkennbar, wenn der Tüv-Termin überzogen ist. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarngeld fällig, ab dem achten Monat ein Punkt in Flensburg.

B-Klasse von Mercedes ist vorn

Als das Auto mit den geringsten Mängeln im TÜV-Report wird die B-Klasse von Mercedes-Benz gelistet, die damit ebenso als Vans-Klassensieger glänzt. Auch in zwei anderen Bereichen kann der Stuttgarter Autohersteller mit dem Stern überzeugen, beschreibt der Tüv: So belegen die A-Klasse im Kompaktsegment und der GLC im Bereich der SUV die Spitzenplätze. Komplettiert wird das Bild mit dem Volvo V40 in der Kompaktklasse sowie dem Honda Jazz und dem Kia Picanto in den Bereichen Kleinwagen und Minis.

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Weiter heißt es: Auf den unteren Plätzen im Ranking finden sich je nach Alter Dacia Logan und Duster sowie der Renault Clio wieder, der im gediegenen Fahrzeugalter zwischen 10 und 11 Jahren mit erheblichen Mängeln zu 36,4 Prozent durch die HU fällt. Den TÜV-Report gibt es im Zeitschriftenhandel und in den Tüv-Stationen. Weitere Infos: www.tuev-nord-group.com

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