Hannover. Die Beamten fassen den jungen Fahrgast, der kein Ticket dabei hat. Dann passiert Unerwartetes mit ihm.

Polizeieinsatz in der Westfalenbahn: Am Mittwoch haben Beamte der Bundespolizei in Hannover einen 18-Jährigen festgenommen, der mit falschem Ticket unterwegs war. Der Fahrgast reiste von Minden nach Hannover, teilt die Bundespolizei mit. Bei der Fahrkartenkontrolle wies er sich mit einem Deutschlandticket einer anderen Person aus, sodass die Zugbegleiterin zur Klärung der Umstände die Bundespolizei alarmieren musste. Daraufhin flüchtete der Mann durch den fahrenden Zug und versuchte, sich der Situation so zu entziehen. Bei seiner Flucht stieß er die 36-jährige Frau gewalttätig zur Seite, wobei sie sich leichte Verletzungen an der Hand zuzog. Ein mitreisender Bundeswehrsoldat erkannte die Situation und handelte couragiert. Er stoppte den Beschuldigten und hielt ihn bis zum Eintreffen der bereits alarmierten Bundespolizei fest.

Im Hauptbahnhof Hannover übernahmen die Beamten der Bundespolizei die Person und ermittelten die wahre Identität des Mannes. Gegen den 18-Jährigen leitete die Bundespolizei mehrere Strafverfahren wegen Betruges und Körperverletzung ein. Darüber hinaus stellten die Beamten einen bestehenden Sicherungshaftbefehl des Amtsgerichts Stadthagen fest und übergaben den Mann im Anschluss dem hiesigen Polizeigewahrsam. Am Donnerstag erfolgte nun die Vorführung vor einem Richter des Amtsgerichts Stadthagen, wo ihm sein Sicherungshaftbefehl verkündet wurde.

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18-Jähriger sitzt nun in Hameln ein

Da der 18-Jährige gegen mehrere Bewährungsauflagen verstoßen hatte, widerrief das Amtsgericht die Strafaussetzung und ordnete die vollziehbare Sicherungshaft an. Anschließend kam der Heranwachsende in die Jugendanstalt Hameln. Die Bundespolizeiinspektion Hannover und ihr Inspektionsleiter sprechen hiermit ihren Dank aus. „Wegsehen ist einfach, Hinsehen und Handeln wiederum, erfordern ein hohes Maß an Initiative und Engagement. Dieses mustergültige Handeln hat nicht nur die Flucht verhindert, sondern auch einen bereits gesuchten Straftäter der Gerichtsbarkeit zugeführt. Hierfür möchte ich mich im Namen der Bundespolizei bedanken.“

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