Polizei Niedersachsen

Frau aus Burgwedel vermisst – Zeuge mit „Anglerhut“ gesucht

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Eine Frau aus Burgwedel wird vermisst. Die Hannoveraner Polizei ermittelt in alle Richtungen. (Symbolbild)

Eine Frau aus Burgwedel wird vermisst. Die Hannoveraner Polizei ermittelt in alle Richtungen. (Symbolbild)

Foto: Jan Woitas / dpa

Burgwedel.  Eine 56-Jährige aus Burgwedel bei Hannover ist am Wochenende spurlos verschwunden. Die Polizei veröffentlicht nun Fotos der Frau und ihres Autos.

Nach dem Verschwinden der 56-Jährigen Kerstin Simone G. aus Burgwedel hofft die Polizei durch die Veröffentlichung von Fotos der Frau und ihres Autos auf Hinweise. Die Kriminalpolizei ermittele in alle Richtungen – dennoch sei nicht auszuschließen, dass die Frau das Opfer einer Gewalttat geworden ist, teilte die Polizei am Freitag mit.

Nach den bisherigen Erkenntnissen war die 56-Jährige am vergangenen Samstagabend (10. September) zuletzt gesehen worden. Am Sonntagvormittag kam sie nicht zu einem Treffen mit einer Freundin, die einen Tag später die Polizei alarmierte.

Zeuge mit „Anglerhut“ aus Burgwedel gesucht

Mehrere Zeugen beobachteten in der Nähe des Wohnhauses der Vermissten ein Fahrzeug. Das Auto soll ein silberner Ford älteren Baujahres, vermutlich zwischen 2000 und 2004, sein. Es könnte ein Ford Mondeo oder in Ford Focus sein.

Mit diesem Fahrzeug bringen Zeugen einen Mann in Verbindung, der etwa 40 bis 55 Jahre alt ist. Er hat eine eher kräftige Statur und ist etwa 1,65 Meter groß. Der Mann trug eine Brille und hatte kurze, möglicherweise teilweise graue Haare. Er hatte eine Jacke und Hose mit Tarnfleckmuster an, wie sie gern zu Outdooraktivitäten getragen wird. Eine Zeugin konnte sich bei dieser Person an einen Hut erinnern, den sie als „Anglerhut“ beschrieb.

Die Kriminalpolizei sucht diesen Mann als Zeugen. Durch die Nähe zum Wohnhaus von Kerstin Simone G. könnte er etwas beobacht haben. Möglicherweise erscheint es ihm selbst nicht verdächtig. Für die Polizei könnte es aber dennoch eine wichtige Tatsache sein. Darum bittet die Polizei darum, dass der Mann sich bei ihnen meldet.

Hannoveraner Polizei kann Gewaltverbrechen nicht ausschließen – Ermittlungen laufen

Wegen der Spurenlage an ihrem Wohnort und der „Gesamtumstände ihres Verschwindens“ lässt sich nach Polizeiangaben ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen.

Die 56-Jährige habe zum Zeitpunkt ihres Verschwindens schulterlange, blonde und gelockte beziehungsweise wellige Haare gehabt. Gesucht werde auch Hinweise auf ihren schwarzen Kombi.

Herausfinden wollen die Ermittler, wer sich am vergangenen Samstag in der Zeit von 18 Uhr bis Mitternacht am Würmsee aufhielt – möglicherweise seien Angler an dem Gewässer unterwegs gewesen, das sich unweit des Grundstücks der Frau befindet.

Grundsätzlich könnten alle Beobachtungen rund um das Wochenende vom 9. bis zum 11. September ermittlungsrelevant sein. Die Polizei bittet daher alle Personen, die an diesem Wochenende am Würmsee gewesen sind und dort fotografiert haben, den Ermittlern diese Fotos zur Verfügung zu stellen. Möglicherweise sind auf diesen Fotos im Hintergrund ermittlungsrelevante Umstände zu erkennen. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizei Hannover unter der Telefonnummer (0511) 1095555 entgegen.

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