Polizei Niedersachsen

Jugendliche wollen in Hannover Frau mit Spray und Feuer anzünden

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In Hannover wollten am Wochenende in zwei Fällen Jugendliche mit Spraydosen angreifen.

In Hannover wollten am Wochenende in zwei Fällen Jugendliche mit Spraydosen angreifen.

Foto: Stefan Puchner / dpa

Hannover.  In Hannover gab es am Wochenende gleich zwei Fälle, bei denen Jugendliche Menschen angreifen wollten. Der Polizei-Überblick für Niedersachsen.

In Hannover haben am Wochenende in zwei Fällen Jugendliche mit Spraydosen versucht, andere Menschen anzugreifen. In einem Fall wollte in der Nacht zum Sonntag ein 15-Jähriger offenbar mit einer Haarspraydose und einem Feuerzeug eine 18-Jährige anzünden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Demnach erzeugte er eine Stichflamme in Richtung der jungen Frau, verfehlte diese aber. Die 18-Jährige blieb unverletzt. Der Heranwachsende versuchte zu fliehen, wurde jedoch wenig später von den Einsatzkräften aufgefunden und schließlich in die Obhut des Jugendamtes übergeben.

Bereits am späten Freitagabend hatte ein 16-Jähriger zwei junge Männer im Alter von 18 und 19 Jahren am Küchengarten im Stadtteil Linden-Mitte mit einem Pfefferspray leicht verletzt. Laut Polizeiangaben ging dem Reizgas-Angriff eine verbale Auseinandersetzung zwischen dem 16-Jährigen und den beiden Männern voraus. Der Angreifer floh zunächst unerkannt, fiel jedoch wenig später bei einer weiteren Auseinandersetzung ebenfalls am Küchengarten erneut auf.

Gemeinsam mit zwei Begleitern schlug er einem 27-Jährigen mehrfach ins Gesicht. Weil die beiden ersten Geschädigten eine gute Personenbeschreibung lieferten, sei der 16-Jährige als mutmaßlicher Täter bei der gefährlichen Körperverletzung mittels Reizgas identifiziert worden, hieß es.

Auto prallt gegen Baum – 50-Jähriger lebensgefährlich verletzt

Ein 50 Jahre alter Mann ist bei einem Unfall mit seinem Auto auf einer Landstraße bei Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann kam mit seinem Wagen in einer langgezogenen Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Baum, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Der Fahrer wurde dabei in seinem Auto eingeklemmt. Rettungskräfte befreiten ihn am Samstagabend aus dem Wrack und brachten ihn in eine Klinik nach Oldenburg. Die Unfallursache ist noch unklar. Laut Polizei wurde bei dem Mann allerdings ein Alkoholgeruch festgestellt. Ihm wurde deswegen eine Blutprobe entnommen.

Schwerverletzter bei Kollision auf A1

Bei einer Kollision dreier Lastwagen auf der Autobahn 1 bei Holdorf (Landkreis Vechta) ist ein 56 Jahre alter Lastwagenfahrer schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, entstand bei dem Zusammenstoß am Freitagnachmittag außerdem ein Sachschaden von rund 250.000 Euro. Der 56-Jährige erkannte ein Stauende zu spät, prallte nahezu ungebremst auf den Sattelzug eines 51-Jährigen, der vor ihm zum Stehen gekommen war, und schob diesen auf einen weiteren Lastwagen.

Der 56-Jährige wurde im Führerhaus eingeklemmt und mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Der 51 Jahre alte Fahrer des Sattelzugs erlitt leichte Verletzungen. Für die Aufräum- und Bergungsarbeiten war die A1 in südlicher Fahrtrichtung kurz hinter der Anschlussstelle Holdorf für neun Stunden voll gesperrt.

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Bombenentschärfung in Osnabrück: 10.000 Menschen betroffen

Für die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat in Osnabrück am Sonntagmorgen die Evakuierung des Gefahrenbereichs begonnen. Rund 10.000 Menschen müssen dafür ihre Wohnungen verlassen.

Die Stadt setzte Shuttlebusse ein, die Anwohner, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkamen, in ein Evakuierungszentrum in einem Nachbarstadtteil brachten. Die angrenzende Autobahn 33 ist von der Sperrung nicht betroffen. Die Stadt war zunächst von zwei Bomben ausgegangen, die entschärft werden müssten. Bei der Überprüfung eines Blindgängers in sieben Metern Tiefe stellte sich dann aber heraus, dass dieser während des Krieges bereits im Boden detoniert war.

26-Jähriger nach Flaschenwurf in Gewahrsam

Ein 26 Jahre alter Fahrradfahrer ist am Samstagabend in Verden nach dem Wurf einer Plastikflasche von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, ließ der Mann die Flasche achtlos auf die Straße fallen, was einen 64 Jahre alten Autofahrer zu einer Vollbremsung veranlasste. Demnach wollte der 64-Jährige die Angelegenheit klären, wurde dann aber von dem offenbar leicht betrunkenen 26-Jährigen ins Gesicht geschlagen.

Der Fahrradfahrer alarmierte dann selbst den Rettungsdienst, legte sich aber auch mit der Besatzung des Rettungswagens an. Auch im Kontakt mit der hinzugezogenen Polizei zeigte er sich uneinsichtig und wurde schließlich für die Nacht in Gewahrsam genommen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Doppeltes Pech für den 26-Jährigen: Das Mountainbike, das er für die Zeit des Polizeiarrestes vor Ort an einer Laterne anschloss, wurde ihm von Unbekannten gestohlen.

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