Hersteller: Nach Corona-Krise kaum noch Nachfrage nach Masken

Osnabrück.  220 Firmen haben in Deutschland Förderanträge für das Herstellen von Corona-Masken gestellt. In Niedersachsen ist die Nachfrage stark gesunken.

Mitarbeiter fertigen Schutzmasken an. Der Osnabrücker Textilverarbeiter Zender ist als Autozulieferer bekannt.

Mitarbeiter fertigen Schutzmasken an. Der Osnabrücker Textilverarbeiter Zender ist als Autozulieferer bekannt.

Foto: (Archiv) Friso Gentsch / dpa

Im Frühjahr haben viele Unternehmen aus Niedersachen wegen weltweiter Lieferschwierigkeiten kurzfristig die Produktion von Atemmasken aufgenommen – inzwischen ist die Nachfrage deutlich zurückgegangen. „Die Lager sind voll“, sagte eine Sprecherin des Autozulieferes Zender aus Osnabrück, der im März zu Beginn der Corona-Pandemie mit der Produktion von Masken begonnen hatte. Gleichwohl will das Unternehmen das Geschäftsfeld weiter betreiben und die Produktion ausbauen.

Anfangs haben deutsche Firmen 22 Millionen Masken hergestellt

Im April und Anfang Mai wurden nach Schätzungen des Textil-Branchenverbands rund 22 Millionen Masken in Deutschland hergestellt, davon allein 2,5 Millionen der hochschützenden FFP-Masken. Über die derzeitige Situation gebe es keinen Überblick, sagte eine Verbandssprecherin.

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Die Bundesregierung will die Produktion von Masken in Deutschland fördern, um künftig unabhängiger von ausländischen Herstellern zu sein. Bislang haben rund 220 Unternehmen Förderanträge gestellt, hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium.

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