Corona-Einsatz für Studenten: Ärztekammer weist Kritik zurück

Hannover.  „Wir begrüßen den Vorschlag des Ministers ausdrücklich“, sagte Ärztekammer-Sprecher Thomas Spieker am Montag. Die Pflegekammer kritisiert hingegen.

Rund 6000 Medizinstudenten in Göttingen, Hannover und Oldenburg war am Freitag das Angebot gemacht worden, als Pflegehilfskräfte zu arbeiten. (Symbolbild)

Rund 6000 Medizinstudenten in Göttingen, Hannover und Oldenburg war am Freitag das Angebot gemacht worden, als Pflegehilfskräfte zu arbeiten. (Symbolbild)

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Die Ärztekammer Niedersachsen hat Kritik an dem von Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) ermöglichten Aushilfseinsatz von Medizinstudenten in Kliniken während der Coronakrise zurückgewiesen.

Corona: Ärztekammer Niedersachsen findet Kritik an Studenten-Aushilfen „deplatziert“

„Wir begrüßen den Vorschlag des Ministers ausdrücklich“, sagte Ärztekammer-Sprecher Thomas Spieker am Montag. „In dieser möglicherweise kommenden Notsituation ist die Kritik der Pflegekammer deplatziert.“ Die Studierenden hätten bereits mindestens ein Krankenpflegepraktikum absolviert und im klinischen Teil noch mehr Erfahrung gesammelt. Sie sollten in Extremsituationen Pflegekräfte am Limit bei der Grundpflege unterstützen.

Niedersachsen: Aushilfs-Angebot an 6000 Medizinstudenten – Pflegekammer: „Keinen falschen Eindruck vermitteln“

Die Pflegekammer Niedersachsen hatte am Sonntag den Einsatz kritisiert. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, „dass Medizinstudierende oder sonstige Hilfskräfte ohne pflegerische Ausbildung von heute auf morgen hochkomplexe Pflegeaufgaben übernehmen könnten“, hatte die stellvertretende Kammerpräsidentin Nora Wehrstedt gesagt.

Den rund 6000 Medizinstudenten in Göttingen, Hannover und Oldenburg war am Freitag das Angebot gemacht worden, als Pflegehilfskräfte zu arbeiten. Ziel ist eine Entlastung des Klinikpersonals, das durch die Epidemie besonders gefordert ist. dpa

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