Leserbriefe

Kolumne trifft den Nagel auf den Kopf

Die Karl-Marx-Statue des chinesischen Künstlers Wu Weishan wird in Trier von Touristen fotografiert. In seiner Kolumne „Moderne Bilderstürmer“ erwähnt Johannes Kaufmann die aus seiner Sicht rassistischen und antisemitischen Entgleisungen von „Kapital“-Autor Marx. Ein Leser lobt Kaufmanns Kolumne, ein anderer geht kritisch mit ihm um.

Die Karl-Marx-Statue des chinesischen Künstlers Wu Weishan wird in Trier von Touristen fotografiert. In seiner Kolumne „Moderne Bilderstürmer“ erwähnt Johannes Kaufmann die aus seiner Sicht rassistischen und antisemitischen Entgleisungen von „Kapital“-Autor Marx. Ein Leser lobt Kaufmanns Kolumne, ein anderer geht kritisch mit ihm um.

Foto: Harald Tittel / dpa

zu der Kolumne „Moderne Bilderstürmer“ von Johannes Kaufmann vom 11. Juli:

Ich kann nur immer wieder sagen, die Kolumnen von Herrn Kaufmann sind hervorragend recherchiert und treffen den Nagel auf den Kopf. Chapeau! Machen Sie weiter so, Herr Kaufmann.

Rolf Schnarr, Königslutter

Was ist die Agendades Autors?

ebenfalls zu der Kolumne „Moderne Bilderstürmer“:

Nachdem ich ein paar Berichte von Johannes Kaufmann gelesen habe, stelle ich fest, dass er wenig Sympathie für die mittlerweile weltweite Bewegung gegen Rassismus hat, die die brutale Tötung von George Floyd ausgelöst hat. Die Kardinalfrage, die ich mir stelle, ist: Warum nicht? Was ist seine Agenda? Nun hat sich Kaufmann unter anderen mit George Washington und Thomas Jefferson befasst. Von den ersten fünf amerikanischen Präsidenten waren vier Plantagenbesitzer aus Virginia. Washington z.B. hatte über 350 Sklaven. Die Basis für die Entstehung der USA waren die Sklaven. Jeffersons „Declaration of Independence“ ist die reinste Heuchelei! Winston Churchill, aber auch Karl Marx waren beide Unterstützer des britischen Kolonialsystems. Ferdinand Lasalle war ein sich duellierender Weiberheld. Was aber stimmt: Man darf Denkmäler nicht ins Meer stürzen… dies ist Gewalt.

Glen Mapp, Weddel

Staat öffnet Willkür Tür und Tor

Zum Artikel „Besuchs-Einschränkungen in Altenheimen werden gelockert “ vom 11. Juli:

Die jüngste Neuregelung der Corona-Maßnahmen durch das Land Niedersachsen ist insbesondere in Bezug auf Alten- und Pflegeeinrichtungen höchst unbefriedigend. Zwar wird die staatliche Beschränkung der Besucherzahl aufgehoben, gleichzeitig aber werden die entsprechenden Regelungen an die Einrichtungsleitungen delegiert. Ihnen wird es überlassen, die Besuchsregelungen und so die Freiheitsrechte der Bewohnerinnen und Bewohner über ihr Hygienekonzept zu steuern. Dieser staatliche Regelungsverzicht öffnet der Willkür von Einrichtungsleitungen Tür und Tor, zumal damit auch erlaubt wird, überholte, von Einschränkungen und Verboten bestimmte Hygienekonzepte fortzuführen.

Ich weiß, wovon ich rede: Mein Vater ist Bewohner der Pflegestation einer Seniorenresidenz. Seit Monaten ist er weggesperrt.

In Eskalationsphasen einer Krise sind Grundrechtseinschränkungen für eine begrenzte Zeit durchaus hinnehmbar, in Phasen der Entspannung – und in einer solchen befinden wir uns jetzt – sind sie es nicht länger – auch nicht für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen. Leider hat es das Land Niedersachsen versäumt, für diesen Bereich verpflichtende Standards zu setzen, wie der Gesundheitsschutz und der Schutz anderer Freiheitsrechte durch notwendige Anpassungen der Hygienekonzepte besser ausbalanciert werden kann, als das bisher der Fall ist.

Prof. Hans-Georg Babke,
Salzgitter Bad

Eintracht-Aufsichtsrat ist nichts vorzuwerfen

Zu einem Leserbrief, der die Antwerpen-Entlassung kritisiert:

Ich muss unbedingt dem Leserbriefschreiber widersprechen. Festzustellen ist, dass der Vertrag von Trainer Marco Antwerpen ausgelaufen ist. Wenn ein Vertrag ausläuft, und ich den Trainer nicht weiter verpflichten möchte, muss ich mit ihm nichts, aber auch gar nichts besprechen. Alles andere ist doch Romantik, die im Profifußball sowieso keinen Platz mehr hat. Dem Aufsichtsrat ist in seiner Klarheit nichts vorzuwerfen. Einzig Herr Vollmann, der gerne mit „seinem Freund“ Antwerpen weitergearbeitet hätte, hat sich nach dem Wind gedreht. Seinem Wunsch entsprach der Aufsichtsrat nicht. Deshalb wäre es für Vollmann nur konsequent gewesen, mit Herrn Antwerpen die Eintracht zu verlassen.
Hartmut Preuß, Braunschweig

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