„Nur wenn sich alle schützen, lässt sich Gefahr reduzieren“

Ein junger Mann trägt in einer Stadtbahn eine Atemschutzmaske.

Ein junger Mann trägt in einer Stadtbahn eine Atemschutzmaske.

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Zum Bericht „Bei Maskenpflicht gibt es Kleinstaaterei“ vom 22. April:

Kaum ein Politiker aus der Region lässt je eine Gelegenheit aus, die Bedeutung des Großraums Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter und das gemeinsame Bemühen und Handeln um die Sicherung von Arbeitsplätzen lobend zu erwähnen. In der Coronakrise allerdings gehen die Städte eigene Wege. Warum Salzgitter sich der Maskenpflicht, wie demnächst in den Nachbarstädten, bisher nicht anschließt, kann ich nicht nachvollziehen. Das Argument, industriell gefertigte Ware stehe noch nicht ausreichend zur Verfügung, lasse ich nicht gelten. Es gibt diverse nützliche und leicht umsetzbare Vorschläge, sich provisorisch zu schützen. Denn nur wenn alle diesen Schutz haben, würde sich die Ansteckungsgefahr spürbar reduzieren lassen.

Martin Arndt, Salzgitter

Nicht alle sind so umsichtig

Ebenfalls dazu:

Toll! Dass jetzt viele Menschen mit Maske und Handschuhen zum Einkaufen gehen, zeugt von Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen. Wenn ich dann aber sehe, dass nach dem Einkauf die Schutzbekleidung in den Einkaufswagen anstatt in die Mülltonne entsorgt wird, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Wenn man dann noch unwirsch angesprochen wird, wenn man auf das Fehlverhalten hinweist, frage ich mich dann doch, wie eigennützig manche Mitbürger sind.

Michael Koch-Körtge, Mariental

Krankenkasse soll Masken zahlen

Ebenfalls dazu:

Grundsätzlich finde ich die Maskenpflicht sinnvoll. Aber wenn die Politik diese Pflicht verlangt, soll sie auch dafür sorgen, dass diese Masken an die Bürger kostenlos ausgegeben werden. Außerdem finde ich, die Kosten für Masken müsste von der Krankenkasse getragen werden.

Barbara Schönicke, Braunschweig

Nur wenige können Masken selbst nähen

Ebenfalls dazu

Nun ist es also soweit, und die Maskenpflicht ist auch in Braunschweig angekommen. Leider besitzt nicht jeder Haushalt eine Nähmaschine und kann somit nicht unbedingt selbst einen Schutz herstellen. Leider muss ich sagen, dass mich der Preis von im Handel angebotenen Masken sprachlos macht – 15 Euro für eine Baumwollmaske sind zu viel. Unser Problem wurde dank einer guten Bekannten gelöst. Wir bekamen einige selbst gefertigte Masken geschenkt.

Ulrike Heinsch, Braunschweig

Übertragung dauert keine 15 Minuten

Zum Bericht Warten auf die Warn-App“ vom 22. April

Das diese App erst nach 15 Minuten bei einem Abstand von unter 1,5 Meter überhaupt aufzeichnet, ist für mich ein Witz. An mich kann sich niemand so nah heranschleichen, dass ich es nicht bemerke – zumindest nicht mehr als 15 Minuten lang. Nur wenige Sekunden in einem aus Hygienesicht schlecht organisiertem Supermarkt, wenn etwa Kunden anfangen, zu drängeln und es sich an einem Punkt aufstaut, reichen aus. Auch Jogger oder Radfahrer sind manchmal keuchend unterwegs und verbreiten Tröpfchen. Sie erzeugen meines Erachtens ein viel größeres Risiko für die Mitbürger, da sie beim Überholen sehr nah an einem vorbeilaufen oder fahren. Wenn man also so eine Warn-App einführt, dann soll diese schon im Sekundenbereich aufzeichnen. Andernfalls ist der Nutzen begrenzt.

Ingo Ehlers, Wendhausen

Laufende Produktion hilft auch anderen

Zum Bericht „VW-Chef Brandstätter fordert staatliche Kaufprämien für Neuwagen“ vom
21. April

Ich muss dem Denken der Neider den Wind aus den Segeln nehmen, die gegen eine staatliche Hilfe für Automobilkonzerne sind. Wenn die von Herrn Brandstätter geforderten Prämien kommen würden, wird auch der Verkauf von PKW schneller wieder angekurbelt. Das hält wiederum Arbeitsplätze an diesen Standorten. Bäcker, Fleischer und sonstige Geschäfte könnten wieder mehr Umsatz verzeichnen. Die Zulieferfirmen können ihre Produktion ebenfalls wieder hochfahren, und auch hiervon können Familien profitieren.

Thomas Heyn, Wolfsburg

Maßnahmen müssen hinterfragt werden

Zum Bericht „Geht der Staat zu weit?“ vom 22. April

„Alles was Regierungen, Staaten oder Stadtverwaltungen machen, sollte vom mündigen Bürger einer freiheitlichen Gesellschaft immer wieder hinterfragt werden. Dieses Hinterfragen ist besonders wichtig in diesen Zeiten, in denen selbst Grundrechte eingeschränkt werden. Die im Verlaufe der gegenwärtigen Corona-Pandemie getroffenen Entscheidungen beeinflussen massiv die Bürgerrechte. Es muss immer wieder überlegt und auch diskutiert werden, ob und wie lange solche Einschränkungen der Gesellschaft zuzumuten sind. Teilweise geht der Staat und gehen einige Kommunen zu weit. Mecklenburg-Vorpommern verbietet Autokinos, da sie eine Freizeitaktivität darstellen. Was soll denn das?

Klaus Hantelmann, Wolfenbüttel

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