„Nicht nur fordern – mitwirken“

Luisa Neubauer, Klimaschutzaktivistin.

Luisa Neubauer, Klimaschutzaktivistin.

Foto: Christian Charisius / dpa

Zum Leserbrief „Mitgestalten statt demonstrieren“ vom 16. Januar, der sich auf den Artikel „Klima-Aktivistin blamiert den Siemens-Boss“ bezog:

Diesem Leserbrief kann ich nur voll und ganz zustimmen. Wenn hier junge Menschen das Angebot, an der Lösung der Klimaproblematik mitzuwirken, abschlagen und es vorziehen, sich nur medienwirksam dazustellen, dann zweifelt man an der Ernsthaftigkeit. Hier sollten die engagierten jungen Menschen nicht mehr nur fordern und reden, sondern mit Taten und Mitarbeit an Lösungen für Klimaverbesserung mitwirken.

Katy Kagelmann-Lange,
Braunschweig

Luisa Neubauer betont ihre Unabhängigkeit

Zum selben Leserbrief:

Diesem Leserbrief möchte ich energisch widersprechen! Luisa Neubauer hat sich von Herrn Kaeser nicht für Siemens kaufen lassen. Ja, dadurch hat sie ihr wahres Gesicht gezeigt, aber sie hat es nicht verloren! Für eine junge Frau ist es sicher eine Verlockung, für einen überschaubaren Arbeitsaufwand ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Gehalt zu bekommen. Im Aufsichtsgremium von Siemens wäre sie dann ständig überstimmt und damit mundtot gemacht worden. Am Ende wäre sie in der Versenkung verschwunden. Gleichermaßen könnte ich mir auch nicht vorstellen, dass Martin Luther den Posten eines Kardinals angenommen hätte, wenn ihm dieser von der katholischen Kirche angeboten worden wäre.

Reinhard Scholz, Braunschweig

Wie soll man da die Klima-Klage nennen?

Zum Text „,Als wären wir krank’ – ,Klimahysterie’ ist das Unwort des Jahres“ vom 16. Januar:

Wenn „Klimahysterie“ das „Unwort des Jahres“ ist, wie soll man dann die Klimaklage der Luisa Neubauer von Fridays for Future vor dem Bundesverfassungsgericht („Es geht um unser Leben!“) nennen?

Werner Heinemann, Braunschweig

Zivilisierte Diversität ist eine Bereicherung

Zum Leserbrief „Pamphlet voller kultureller Unreife“ vom 14. Januar, der sich auf den Gastkommentar „Kulturelle Unreife“ bezog, der am Montag erschienen ist:

Als ich den fulminanten, dezidiert trefflich formulierten Gastkommentar „Kulturelle Unreife“von Herrn Professor Hartmut Heuermann über den derzeit fast kulturlosen Zustand der muslimischen Völker, die früher ein hohes Maß an Kultur entwickelt hatten, las, wollte ich sogleich ihm einen gratulierenden Leserbrief schreiben.

Aber leider tat ich es nicht.

Dann las ich einen Leserbrief, in dem überheblich und in verächtlicher Wortwahl am Kern der Aussage des Gastkommentars von Hartmut Heuermann vorbeischlitterte.

Wohlgemerkt – zivilisiert vorgebrachte, argumentativ fundierte Diversität der Meinungen ist stets eine Bereicherung und zeugt von hohem Kulturniveau des Den- kens.

Gopal Kripalani, Braunschweig

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