Wo bleibt ein Wort des Bedauerns?

 Der damalige Vorsitzende des Aufsichtsrats der Volkswagen AG, Ferdinand Piech, und seine Ehefrau Ursula Piech, aufgenommen vor Beginn der Hauptversammlung der Audi AG. Der langjährige VW-Patriarch Ferdinand Piëch ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Der damalige Vorsitzende des Aufsichtsrats der Volkswagen AG, Ferdinand Piech, und seine Ehefrau Ursula Piech, aufgenommen vor Beginn der Hauptversammlung der Audi AG. Der langjährige VW-Patriarch Ferdinand Piëch ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Foto: Marijan Murat / dpa

Zu „Piëch war ein Segen für VW“ vom 28. August:

Die lobhudelnden Beileidsbeiträge und Tribute vom Betriebsratsvorsitzenden Osterloh und dem Ministerpräsidenten Weil über die Lebensleistung von Ferdinand Piëch sind unerträglich.

Noch im April 2015 waren diese Personen in einer VW-Aufsichtsratssitzung maßgeblich daran beteiligt, Ferdinand Piëch wegen seiner kritischen Bemerkungen über Winterkorn aus dem Aufsichtsrat zu katapultieren.

Jetzt sind die Verantwortlichen von heute und damals scheinbar schlauer geworden – ein selbstkritisches Wort des Bedauerns über die damalige Fehlentscheidung wäre am Platz gewesen.

Peter Hamel, Braunschweig

Willkommen, Herr Trump, in Polen

Zu „Wir haben sechs Millionen Menschen verloren“ vom
22. August:

Das gab es bisher noch nie. Das ist eigentlich ein Hammer. Da ermahnt ein Natopartner den anderen, er möge doch seinen Beitrag zur Verteidigung bitte erhöhen, er, Polen, habe das getan.

Das haben wir von unseren westlichen Partnern noch nie gehört. Aber Polen ist besorgt. An seiner Ostgrenze mit der Ukraine gibt es Krieg und die Russen halten Manöver in Litauen ab, das ist auch in der Nähe Polens.

Aber was geht uns das an? Wir haben andere Sorgen: Klima, Elektro, Wölfe. Polen ist inzwischen ein Puffer, ein Schutzschild, zwischen Deutschland und Russland geworden. Wenn die Russen angreifen, müssen sie durch Polen. Dann sollen die Deutschen auch ihren Beitrag leisten, Nato hin, Nato her. Auf die Amerikaner ist eher Verlass. Dann heißt es bald: Willkommen, Herr Trump, in Polen.

Steffen Hantke, Wolfsburg

Kind der 68er und ein passabler Mensch

Zum Leserbrief „68er erklärten alte Werte für wertlos“ vom
27. August:

Die Schreiberin sollte sich doch nochmal schlau machen und nachlesen. Es wurden damals keine alten Leute die Trepper heruntergeschubst, man hat gegrüßt und die Tür aufgehalten. Vor was sollte man denn damals Respekt haben? Vor dem Muff des tausendjährigen Reiches?

Rudi Dutschke war, auch nach dem Attentat auf ihn, an Anstrengung, Fleiß und Disziplin wohl nicht zu überbieten.

Er hatte eine bis heute bemerkenswerte Frau und drei Kinder. Und auch aus mir (70) als Kind der 68er, ist ein ganz passabler Mensch geworden. Die 68er haben viel verändert, aber wenig bewirkt.

Ortrud Groß-Lembke,
Braunschweig

Der beste Schutz: Hirn einschalten

Zu „Polizisten: Radler besser schützen“ vom 24. August:

So langsam reicht das Gerede von besserem Schutz für Radfahrer auf Kosten der für alles bezahlenden Autofahrer. Der beste Schutz ist, wenn sie das Hirn einschalten und sich an die gesetzlichen Vorschriften halten.

Wolfgang Götze, Salzgitter

Vertrauen in die Politik verloren

Zu „Gericht: Zwangsmitgliedschaft in Pflegekammer ist
rechtens“ vom 23. August:

In Lüneburg wurde jetzt ein Urteil gefällt, das es rechtens ist, das wir Pflegekräfte zwangsverkammert werden. Auch die Beiträge die wir zahlen müssen, sind uns zuzumuten.

In der Politik werden Millionen von Euro verbrannt, allein bei Gorch Fock und Maut, um nur zwei Beispiele zu nennen. Das bleibt alles ohne Konsequenzen.

Aber wir Pflegekräfte werden zur Kasse gebeten – von einer Institution die keinerlei Mitspracherecht hat, wenn es um Lohnerhöhung und Arbeitszeiten geht. Ich habe das Vertrauen verloren, was unsere Politik in Deutschland betrifft. Egal welche Partei.

Ich prognostiziere: Es wird immer weniger Pflegekräfte geben und die Zwangskammer wird ihr Versprechen, die Pflege zu verbessern, nicht halten können.

Abschließend etwas Ironie: Herr Spahn und Frau Reimann, danke, dass Sie so hinter uns stehen!

Karin Pakula, Königslutter

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