„Ein Rechner ist ein Vollidiot“

 Eine Frau spricht in Terminal 1 des Frankfurter Flughafens mit dem Service-Roboters "Franny". Der Service-Roboter soll mit Hilfe von K·ünstlicher Intelligenz die Fragen der Reisenden beantworten und die Flughafen-Mitarbeiter entlasten.

Eine Frau spricht in Terminal 1 des Frankfurter Flughafens mit dem Service-Roboters "Franny". Der Service-Roboter soll mit Hilfe von K·ünstlicher Intelligenz die Fragen der Reisenden beantworten und die Flughafen-Mitarbeiter entlasten.

Foto: Silas Stein / dpa

Zu „Jim Morrison funktioniert nicht als Roboter“ vom

19. August:

Im Artikel heißt es: „Computer schreiben Drehbücher, Automaten dichten Lyrik, … der Computer tut so, als wäre er ein Mensch“. Das wird mit den heute verfügbaren Rechnern, der deutsche Begriff für Computer, nie passieren. „Ein Rechner ist ein Vollidiot hoch 25“, sagte mein Mathematiklehrer bereits in den Fünfzigerjahren. Das wissen heute auch alle Informatiker. Ein Rechner kann nur Null und Eins unterscheiden. Alles, was er tun soll, wird von uns Menschen erdacht, in Algorithmen beschrieben und programmiert. Die Ausführung erfolgt dann rasend schnell. Aber weder künstlich noch intellektuell oder künstlich intellektuell. Der Rechner ist und bleibt eben ein Vollidiot.

Geert Teunis, Braunschweig

Greta hält allenden Spiegel vor

Zur Berichterstattung über die Atlantiküberquerung von Klimaaktivistin Greta Thunberg:

Ich kann nicht verstehen, warum so viele Menschen Greta Thunberg wegen ihrer Schiffsreise zum Klimagipfel mit Häme übergießen. Selbst, wenn sie zu diesem Gipfel geflogen wäre, hätte ich dafür vollstes Verständnis. Die USA liegen nun mal nicht um die Ecke und ihre Teilnahme am Gipfel scheint mir wichtig genug, um auch einmal, entgegen ihrer Gewohnheiten, ein Flugzeug zu benutzen. Und selbst wenn vielleicht ein klein wenig PR dabei sein mag – das Anliegen ist wichtig genug, und sie hat meines Wissens niemanden eingeladen, ihr hinterherzufliegen. Kann es sein, dass die Häme, die diesem Mädchen entgegenschlägt, zum Teil auch auf unser eigenes schlechtes Gewissen zurückzuführen ist? Weil sie uns den Spiegel vorhält und uns daran erinnert, wie wenig klimaneutral wir uns im Alltag oft verhalten? Also: Wer von den Leserbriefschreibern noch nie das Auto benutzt hat, obwohl öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad eine Option gewesen wären, wer noch nie Lebensmittel gekauft hat, die um die halbe Welt geflogen und dazu noch in Plastik verpackt wurden, wer noch nie eine Kreuzfahrt unternommen hat, der werfe den ersten Stein auf sie!

Tatjana-Maria Wege, Gifhorn

Nicht jeder kann sich Klimaschutz leisten

Zum selben Thema:

Es ist schon beängstigend, wenn eine andere Ansicht zu dem Hype Greta Thunberg von Menschen verurteilt wird und ihnen ein Desinteresse am Klimaschutz abgesprochen wird. Im Gegensatz zu einem 16-jährigen Mädchen, die noch nichts zu verlieren hat, sieht es doch bei einem Erwachsenen anders aus. Die Familie oder ich selbst brauchen Unterkunft, Essen und finanzielle Mittel, um zu leben. Wenn dann die Umsetzung des Klimaschutzes mit Kosten verbunden sind, die man als Einzelner gar nicht tragen kann, und man Sorge um seine Existenz hat, dann interessiert einen nicht mehr, wie Greta Thunberg eine Segelreisen unternimmt. Hier geht es einzig und allein darum, was von der Politik auf der ganzen Welt unternommen wird, um den Klimawandel zu stoppen, ohne die finanziellen Kosten dem Volk aufzubürden. Und egal, welche Partei ich mir in Deutschland ansehe, keine von ihnen bringt hier konstruktive Lösungen. Demokratie heißt auch, dass man mit dem Hype um Greta Thunberg nicht konform sein muss, dennoch, seinen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, Klimaschutz betreibt.

Katy Kagelmann-Lange,
Braunschweig

Der Regenwald brennt, nichts wird getan

Zu „Apokalypse am Amazonas“
vom 23. August:

Da liest man mit Erschrecken von den Brandrodungen des Regenwaldes, um neue Weideflächen zu gewinnen – und ein paar Seiten weiter erscheint ein Angebot mit folgendem Inhalt: vom brasilianischen Rind, Rinderfilet, zart und mager, aufgewachsen auf weitläufigen Wiesen für so und so viel Euro. Das sollte doch jedem im Halse stecken bleiben.

Jürgen Wehmer, Wendeburg

Verkehrswende: Man muss alle mitnehmen

Zu „Die Deutschen wollen die Verkehrswende“ vom 21. August:

Wo kommen solche Studien her? Kein Mensch hat mich befragt. Ich bin Deutscher und teile die Meinungen der Studie nicht! Hat man auch mal Menschen vom Land gefragt, die täglich nur mit dem Auto in die Stadt gelangen können? Die jeden Tag eine gruselige Autofahrt hinter sich bringen, um zur Arbeit zu gelangen? Und das wird täglich schwieriger! Oder wurden nur Großstädter befragt, die in der Stadt wohnen wollen, aber auf dem Land leben möchten? Na klar, dann machen wir aus der Stadt ein Dorf! Ohne Verkehr, nur Ruhe, Hühner, Fahrräder, grüne Wege statt Straßen. Sicher muss man einiges ändern. Aber man muss auch alle Menschen mitnehmen, nicht nur die Gruppen, die am lautesten demonstrieren!

Karl-Heinz Behrendt, Braunschweig

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