„Jammern und Klagen hilft uns nicht“

Braunschweigs Robin Becker (#16) bejubelt seinen Treffer zum 1:1 während des Spiels gegen VfR Aalen im Eintracht-Stadion in Braunschweig.

Braunschweigs Robin Becker (#16) bejubelt seinen Treffer zum 1:1 während des Spiels gegen VfR Aalen im Eintracht-Stadion in Braunschweig.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Zu „Eintracht Braunschweig spielt nur 2:2 gegen VfR Aalen“ vom 3. Dezember:

Es hilft der Mannschaft, dem Verein, Fans und uns allen nicht, dass wir Woche für Woche beklagen, was alles in den letzten Monaten schief gelaufen ist. Ich habe am Samstag fest an den Beginn einer Siegesserie geglaubt. Nur ein mehr als unglückliches Gegentor in der 87. Minute hat das verhindert. Aber sollen wir deswegen aufgeben? – Nein, wir starten unsere Serie jetzt am kommenden Samstag – ganz nach unserem Leitspruch: Steht auf, wenn Ihr Löwen seid.

Ingo Berg, Braunschweig

Unentschieden ist derzeit eine Niederlage

Auch dazu:

Vor anderthalb Jahren begann der ungebremste Niedergang unserer Eintracht. Wer erinnert sich nicht an die Klatsche in Bielefeld? Ein Sieg hätte den direkten Aufstieg in die 1. Bundesliga bedeutet. In der folgenden Relegation gegen den VfL Wolfsburg hat dann das bessere Team gewonnen, und Eintracht musste sich auf ein weiteres Jahr in der zweiten Liga einstellen. Die Verantwortlichen haben exakt zu dem Zeitpunkt sträflich versäumt, entsprechende Verstärkungen des Kaders vorzunehmen. Der Abstieg in die dritte Liga folgte. Man hat seitdem wiederum keine Verstärkungen vorgenommen, sondern stellte sich sehr schwerfällig mit Vertragsverlängerungen an. Gute Leistungsträger hat man ziehen lassen und redete unverständlicherweise von einem Neuaufbau. Wo das hinführt sehen wir nun: Recht unerfahrene Spieler versuchen ihr Bestes zu geben, und man kann ihnen und auch dem Trainer keinesfalls die Schuld für den Niedergang anlasten. Die zusammengewürfelte Mannschaft ist nicht reif für die dritte Liga, und kein Trainer der Welt kann zaubern. Der Abstieg wird kommen, wenn nicht noch vor Weihnachten wirkungsvoll gehandelt wird. Jedes Unentschieden bedeutet derzeit eine Niederlage. Statt sich um Vorstandsposten Gedanken zu machen, muss man sich doch um die bislang versäumten wirklichen Verstärkungen kümmern. Geld muss doch vorhanden sein. Sollte das nicht erfolgen kann ich nur noch sagen, „Gute Nacht, meine liebe Eintracht“. Der letzte macht das Flutlicht aus.

Walter Bromberger, Braunschweig

Spieler identifizieren sich nicht mit dem Verein

Ebenfalls zu Eintracht:

Die Spieler von Eintracht sind es nicht wert in solch einem Traditionsverein zu spielen. Die Spieler haben kein Herz und sind nicht bereit, sich für den Verein zu zerreißen weil sie sich nicht mit dem Verein identifizieren.

Gert Rehefeld, Braunschweig

Die Lichter im Profi-Fußball drohen auszugehen

Zur Kolumne „Hier ist die Eintracht gefragt“ vom 1. Dezember:

Ihr Chefredakteur hat Eintrachts prekäre Lage völlig richtig erkannt und beschrieben. Nach dem blamablen 3:0 in Münster nur ein Pünktchen gegen Aalen. Viel zu wenig, um sich als Schlusslicht etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Von den Verantwortlichen hört man nur halbherzige Durchhalteparolen wie auch von Trainer Schubert: „Im Training kann ich keinem meiner Spieler etwas vorwerfen. Da geben alle Vollgas.“ Fakt ist: Das derzeitige Aufgebot genügt kaum Drittliga-Ansprüchen. Wie lange noch soll die „Ewige Liebe“ der vielen Eintrachtfans halten? Es bleibt kaum noch Zeit, den Schalter umzulegen und Verstärkung in der Winterpause zu verpflichten. Es ist bereits fünf nach zwölf. Sonst gehen in naher Zukunft die Lichter im Profi-Fußball in Braunschweig aus.

Gert Thiele, Braunschweig

La Bohème-Inszenierung ist ein kultureller Leckerbissen

Zu „Requiem der Jugendträume“ vom 3. Dezember:

Na also, es geht doch! Wenn man eine klassische Oper nahezu klassisch inszeniert, ist es ein Leichtes unser schönes Staatstheater wieder zu füllen. Zu Recht hebt der Autor Mimi, Musetta und besonders den wunderbaren Bariton des Marcello hervor. Rodolfos Tenor wirkte in den Mittellagen etwas emotionslos, war dann aber in den Höhen überraschend klar. Nach den katastrophalen Aufführungen von Rigoletto, Tosca und auch Hänsel und Gretel ist diese La Bohème- Inszenierung von Ben Baur ein kultureller Leckerbissen. Es lohnt sich, von ihm zu naschen.

Carsten Momberg, Braunschweig

„Carmen“ war nicht spröde, sondern fremd

Ebenfalls zu La Bohème:

Es ist schon fast etwas arrogant, wenn der Autor am Ende seiner Rezension von „La Bohème“ anmerkt: „Wem die Burgplatz-,Carmen’ zu spröde war, kann sich in dieser ,Bohème’ den Nachschlag an Ausstattungsromantik holen“. Näher an der Realität wäre er gewesen, hätte er gefragt: „Wem Carmen auf dem Sperrmüll-Platz zu fremd war, kann sich ....“ Aber, das war eben Kunst, und wer das zu „spröde“ fand, hat halt keine Ahnung, was „Kunst“ wirklich ist.

Hans Ochmann, Braunschweig

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