„Flughafen-Anwohner finanzieren ihre eigene Lärmbelästigung“

Der Flughafen in Braunschweig: Ein Leser hält die Einstufung als Werks- und Forschungsflughafen für sinnvoll.

Der Flughafen in Braunschweig: Ein Leser hält die Einstufung als Werks- und Forschungsflughafen für sinnvoll.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Zu „Wie geht es mit dem Flughafen weiter?“ vom 3. November:

Sie schreiben in ihrem Artikel dass der Wert des Flughafens den Kosten gegenübergestellt werden muss. Für die Anwohner am nördlichen Stadtrand von Braunschweig, die von dem Fluglärm betroffen sind, ist dieser Wert eindeutig negativ! Nun benötigt der Flughafen also voraussichtlich noch höhere Zuschüsse, die zum Teil ja auch von den vom Fluglärm geplagten Anwohnern aufgebracht werden müssen. Sie finanzieren also ihre eigene Lärmbelästigung auch noch mit. Das ist wirklich nur noch schwer zu ertragen. Für wen machen unsere Politiker eigentlich ihre Politik? Für die Mehrheit der Bürger oder für einige wenige Privilegierte, Lobbyisten, Geschäftsleute etc.?

Der Vorschlag der Gutachter, den Flughafen auf einen Sonderlandeplatz/Werksflughafen zurückzustufen, erscheint mir absolut sinnvoll. Werks- und Forschungsflüge könnten weiterhin stattfinden. Für touristische Flüge gibt es den Flughafen Hannover. Der ist nun wirklich nicht weit entfernt. Außerdem bitte die Start- und Landegebühren anpassen, bis diese kostendeckend sind, und endlich zum Schutz der Anwohner ein Nachtflugverbot einführen. Die eingesparten Steuermittel sollten für andere umweltfreundliche Verkehrsmittel eingesetzt werden. Ich denke hier unter anderem an Elektro- und Hybridbusse. Fliegen ist ja nun mal nicht besonders umweltfreundlich.

Dieter Beier, Braunschweig

Hohe Bezüge trotz Fehlverhaltens

Zu „Seehofer schickt Maaßen in Ruhestand“ vom 6. November:

Da fährt ein hoher Spitzenbeamter mit unbedachten Worten sein Amt vor die Wand und anstatt, dass er unehrenhaft

entlassen wird wie jeder Normalo, wird er in den vorzeitigen Ruhestand versetzt und kassiert noch hohe Bezüge und das alles mit 55 Lebensjahren. Armes Deutschland!

Uwe Dahms, Salzgitter

Maaßen hat sein Ziel erreicht

Auch dazu:

Man kann von Maaßen halten, was man will. Eins ist er – clever. Als Staatssekretär wäre er gerne ins Innenministerium gewechselt. Aber als einer von vielen dort, war nicht sein Anspruch. Also provoziert er weiter. Mit dem letzten Schreiben hat er aber bewusst überzogen. Sein Ziel war, in den vorzeitigen Ruhestand versetzt zu werden. Denn mit seinem Gehalt kann man gut leben. Nichts anderes wollte er. Das hätte man schon viel früher haben können.

Willi Fassa, Salzgitter

Merkel ist viermal gewählt worden

Zum Leserbrief „Wann beginnt Merkels Lebensleistung?“ vom 5. November:

Der Leser schreibt, nach dem Rücktritt von Frau Merkel „wird sie nun mit Lobhudeleien überhäuft“. Was meint

er damit? Etwa die Äußerungen, sie sei beim politischem Abgesang und auf Abschiedstournee (dabei werden viele Regierungschefs auf vier Jahre gewählt) ­– sind das Lobhudeleien? Er träumt noch von Schröder, dabei sollte er sich ernsthaft fragen, warum dieser von den Bürgern abgewählt wurde. Etwa wegen seiner Lebens-Leistung?

Der Leser sollte einmal zu einem politischen Brillenmacher gehen, denn er schreibt ohne Durchblick gegen Frau Merkel. Die politische Arbeit, die sie geleistet hat und die auch im Ausland anerkannt wird, erkennt er in seiner Blindheit nicht. Er erkennt noch nicht einmal, dass sie ab 2003 („warum auch immer“) von den Wählern gewählt wurde! Mit anderen Worten: Die Wähler wussten überhaupt nicht, warum sie eine Bundeskanzlerin Merkel wählten! Es ist deshalb gut, dass wenigstens noch einer den großen Überblick behalten hat! Seltsam nicht?

Man kann über Frau Merkel denken, wie man will, aber der Leser sollte die Mehrzahl der Wähler nicht als dumm darstellen. Und Frau Merkel als „quasi Honecker-Angestellte“ zu erwähnen, besagt auch nur, dass er selbst noch in der Vergangenheit lebt.

Philipp Gaubatz, Salzgitter

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