„Ohne Ausländer wären wir ärmer“

Der albanische Krankenpfleger Samed Qoshja arbeitet in der Charité in Berlin: Der Beitrag, den Ausländer für unsere Gesellschaft leisten, würde deutlich, wenn sie mal für mehrere Tage das Land verließen, meint ein Leser.

Foto: Kristin Bethge / picture alliance / Kristin Bethge/dpa

Der albanische Krankenpfleger Samed Qoshja arbeitet in der Charité in Berlin: Der Beitrag, den Ausländer für unsere Gesellschaft leisten, würde deutlich, wenn sie mal für mehrere Tage das Land verließen, meint ein Leser.

Zu „Der Fall Chemnitz – Wer sagt die Wahrheit?“ vom 8. September:

So einfach kann man die Schuld auf andere abwälzen! Ein Innenminister ist für mich mit so einer Aussage untragbar, ebenso ein Ministerpräsident von Sachsen, der in seiner Regierungserklärung behauptet, es habe in Chemnitz keinen Mob, keine Hetzjagden und keine Pogrome in der Stadt gegeben, und ein Verfassungsschutzpräsident, der von Fakenews bei realen Hetzjagdvideos spricht. Solche „Demokraten“ in wichtigen Positionen in diesem Lande sind allesamt Ausdruck eines gewollten Rucks nach rechts, um der AfD die Wähler am rechten Rand abspenstig zu machen. Das sind erst die Anfänge, warten wir die nächsten Wahlen ab, dann gute Nacht Deutschland. Es wäre schön, wenn alle Ausländer dieses Land für ein paar Tage verlassen würden, dann könnte dieser braune Mob mit Herrn Höcke, der sich nicht entblödet, mit weißen Rosen auf einen „Trauermarsch“ zu flanieren, dann könnten diese angeblichen Demokraten sehen, wie hier einiges ärmer wäre ohne Ausländer im Land – von der Müllentsorgung über den Pflegebereich zu den Restaurants bis zu den Klinikversorgung mit ausländischen Ärzten etc.

Guy Pietron, Braunschweig

So wird unsere Verfassung nicht geschützt

Auch dazu:

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber irgendwie kommt mir ständig der NSU im Zusammenhang mit diesem Verfassungsschutz in den Kopf: geschredderte Akten, keine bzw. unwissende V-Leute. Alles wird abgestritten und bis zur Unwissenheit herunter geleugnet – wie jetzt auch gefestigte Fakten und Beweise. Sowas soll unsere Verfassung schützen?

Gisela Kamp, Braunschweig

VW sollte lieber der Witwe kondolieren

Zu „VW verurteilt Hass in Chemnitz“ vom 8. September:

Warum äußert sich der Vorstand und Betriebsrat eines Autokonzerns zu politischen Vorgängen? Hat er auch einen Kondolenzbrief an die Witwe des erstochenen Chemnitzers geschrieben? Wie die politische Linke in Deutschland den Mord in Chemnitz und die damit zusammenhängenden Proteste mit Hilfe von Journalisten instrumentalisiert, zeigt, wohin wir leider in der Berichterstattung gekommen sind. Wenn schon eine politische Äußerung: Wie wäre es mit der Überschrift, „VW kondoliert Chemnitzer Witwe“.

Henning Borek, Braunschweig

Abgasmanipulation sollte mit ganzer Kraft aufgeklärt werden

Auch dazu:

Aus der Vergangenheit des VW-Werkes, dem unrühmlichen Umgang mit Zwangsarbeitern leitet Herr Osterloh

die Selbstverständlichkeit in der Verpflichtung des Unternehmens ab, sich der antidemokratischen Entwicklung

in unserem Land entgegenzustellen. Was ist aus der noch näher liegenden Verpflichtung des Unternehmens geworden, sich mit ganzer Kraft der Aufklärung der Vorgänge um die Abgasmanipulation zu kümmern? Die eine geht schnell von den Lippen, die andere geht im Dschungel der Lügen, Vertuschungen und anderer unappetitlichen Schuldzuweisungen unter. Und das mit ganzer Kraft.

Peter Dartsch, Gifhorn

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