„An der Energiewende führt kein Weg vorbei“

Zu den Leserbriefen zur Windenergie vom 12. Juli:

Auch wenn es eine unbequeme Wahrheit ist: An der Energiewende führt (aufgrund der Endlichkeit unserer Ressourcen) kein Weg vorbei, und zur Minimierung der Folgen der ­wirklich nur von ganz Verbohrten geleugneten Erderhitzung gilt: je schneller, je besser.

Selbstverständlich sind heute (2018) noch nicht alle Lösungen marktreif und ökonomisch, die übermorgen (2050) erforderlich sind. Aber aktuell (circa 35 Prozent regenerativer Stromanteil am Strommix) sind zahlreiche Öko-Techniken marktreif und häufig kostengünstiger als fossil oder atomar erzeugter Strom. Als Beispiele seien genannt: Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse als speicherbare Energieform. Und solange der Deutsche Wetterdienst halbwegs funktioniert, sind wir noch meilenweit von einem Netz-Zusammenbruch entfernt. Also nicht jammern, sondern machen.

Auf der Verbraucherseite sieht es ähnlich aus: Es sind noch riesige wirtschaftlich und ohne Komforteinschränkungen erschließbare Potenziale vorhanden, sowohl was den absoluten Energieverbrauch betrifft, als auch was die mögliche Regelung und Angebotsanpassung an fluktuierende Energieformen angeht. Ich wiederhole: ohne Einschränkung unserer Komfortansprüche!

Es gibt überhaupt keinen Grund, die Energiewende als gescheitert anzusehen. Im Gegenteil, 35 Prozent am Stromanteil ist eine Menge, die wir vor 20 Jahren als absolut utopisch angesehen haben, und es geht ja weiter….

Thomas Röver, Braunschweig

Zu „Mit den Ferien arbeitslos“ vom 10. Juli:

Lehrer bekommen nur Zeitverträge, gleichzeitig beklagen die Schulen Lehrermangel. Wen wundert’s?! Wer will schon beim Berufsstart Arbeitslosigkeit einplanen und in Armut leben? Auch Lehrkräfte wollen ihre Familien ernähren können, was vom Arbeitslosengeld ja nicht möglich ist.

Inge Küneke, Braunschweig

Zu „Antikorruptionschefin in Bukarest entlassen“ vom 10. Juli:

Dieser Fall zeigt exemplarisch, was in der EU falsch läuft. Erst nimmt man ein wirtschaftlich rückständiges Land in die Union auf. Dann fließen Milliarden Fördergelder zur Entwicklung nach Bukarest. Wen wundert es eigentlich, wenn dann die Korruption einsetzt?

Jetzt schaut die EU-Kommission hilflos zu, wie einflussreiche
Politiker in Rumänien die Bekämpfung der Korruption behindern wollen.

Horst Gerike, Hannover

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (3)