Modellkommune: Lehre will Konzept überarbeiten

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Das Gebäude des früheren Schlecker-Marktes an der Eitelbrotstraße in Lehre. Den kann ein Hausarzt für das Impfen nutzen.

Das Gebäude des früheren Schlecker-Marktes an der Eitelbrotstraße in Lehre. Den kann ein Hausarzt für das Impfen nutzen.

Foto: Gemeinde Lehre

Lehre.  Nachdem die Bewerbung der Gemeinde Lehre zur Modellkommune gemäß Corona-Verordnung abgelehnt wurde, soll ein zweiter Anlauf gestartet werden.

Die Gemeinde Lehre hatte sich beim Land als Modellkommune gemäß der Corona-Verordnung beworben – letztlich erhielt für die Region aber nur die Stadt Braunschweig den Zuschlag. Die Begründung des zuständigen Ministeriums war, dass in der ersten Auswahlrunde nur Projekte ausgewählt worden sind, bei denen die Sieben-Tage-Inzidenz nicht höher als 100 liegt, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heißt. Der Landeskrisenstab habe aber bereits auf eine zweite Auswahlrunde hingewiesen.

„Hierfür wollen wir unser Konzept noch einmal ergänzen“, betont Lehres Gemeindebürgermeister Andreas Busch. Denn: „Für den Einzelhandel, aber insbesondere für unsere Gaststätten, könnte die Modellkommune ein wichtiger Schritt sein, denn sie können auch eigene Hygienekonzepte einbringen.“ Ziel der Modellkommunen ist, in einem begrenzten Gebiet und abgesichert durch Begleitmaßnahmen weitere Öffnungsschritte zu erproben.

Auch Hausärzte haben in der Gemeinde Lehre mit dem Impfen begonnen

Schon jetzt sei dafür beim Thema Corona-Impfung im Gemeindegebiet ein großer Schritt gegangen worden. Dadurch, dass jetzt auch Hausärzte impfen dürfen, sind ab sofort auch die hausärztlichen Praxen Rohmann in Lehre und Martin in Flechtorf in die Impfungen eingebunden (wir berichteten). Für die Impfungen in Lehre könne die Gemeinde Lehre der Praxis Rohmann/Schnell bis Mitte Mai die Räumlichkeiten des alten Schlecker-Marktes zur Verfügung stellen.

„Hierfür gilt mein großer Dank der Kreiswohnungsbaugesellschaft KWG Helmstedt und insbesondere dem Geschäftsführer Wito Johann“, betont Andreas Busch. Ärztin Carla Martin habe direkt damit begonnen, in ihrer Praxis in Flechtorf zu impfen. Hier habe die Feuerwehr sofort Unterstützung signalisiert – sie hätte bei Bedarf mit Hilfe eines Zelts eine sogenannte Impfstraße ermöglicht.

Menschen werden von Hausarztpraxen kontaktiert

Menschen, die im Impfzentrum in Helmstedt bereits einen Termin haben, sollen den auch dort wahrnehmen, wie die Gemeinde nochmals betont. Alle anderen werden, wenn sie die aktuellen Impf-Kriterien erfüllen, direkt von den Praxen angerufen und wenn gewünscht direkt dort geimpft. Aufgrund der Einbindung der Arztpraxen werde das Impfen in der Börnekenhalle mit mobilen Impfteams nicht weiter verfolgt.

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