Logistikzentrum Wendhausen: keine Infos, kein Beschluss

Wendhausen.  Auch im zweiten Anlauf gab der Ortsrat Wendhausen keine Beschlussempfehlung für die Aufstellung des Bebauungsplanes „Logistikzentrum Wendhausen".

Auf dem Grundstück südlich der Autobahn 2 soll ein Logistikzentrum entstehen.

Auf dem Grundstück südlich der Autobahn 2 soll ein Logistikzentrum entstehen.

Foto: dirk fochler / regios24

Wie schon beim ersten Versuch vor drei Monaten nahm der Ortsrat am Montag die entsprechende, von der kommunalen Bauverwaltung ausgearbeitete Beschlussvorlage lediglich zur Kenntnis, gab aber keine Beschlussempfehlung ab.

Der Grund: Die Vorlage enthalte erneut keine detaillierten Informationen über das beabsichtigte Bauvorhaben des Investors, der südlich der Autobahn 2 nach eigenem Bekunden ein Logistikzentrum bauen will.

Eben genau diese Informationen sollte die überarbeitete Vorlage enthalten. „Wenn wir dieser Vorlage zustimmen, erteilen wir dem Investor einen Freifahrtschein. Und genau das wollen wir nicht. Darüber herrscht auch mit dem Investor Einigkeit", berichtete der stellvertretende Ortsbürgermeister Heinz-Gerhard Prenzel am Dienstag im Gespräch mit dieser Zeitung.

Weiterhin hatte der Ortsrat um Informationen zum mit dem Investor bereits geschlossenen städtebaulichen Vertrag, zum schon vorliegenden Verkehrsgutachten und um einen Lageplan-Vorentwurf gebeten. All das habe die Verwaltung nicht geliefert. „Um das nochmals ganz klar zum Ausdruck zu bringen: Wir wollen das Logistikzentrum. Das soll auch so in den Bebauungsplan aufgenommen werden. Aber eben keine Pauschalformulierungen, die jedwede Gewerbeansiedlung dort ermöglichen", erklärte der Wendhausener Ortsbürgermeister Frank Hennig (CDU) auf Nachfrage.

Der Ortsrat wähnte sich eigentlich auf einem guten Weg, auch weil es vor einigen Wochen ein konstruktives Gespräch zwischen dem Investor, der Gemeinde Lehre und dem Ortsrat gegeben habe. Und dabei, so Frank Hennig, wurde auch besprochen, dass die Bebauungsplan-Beschlussvorlage konkretisiert werden solle. Dies ist auch dem Protokoll zur Ortsratssitzung Ende August zu entnehmen.

Aus dem Kreis der mehr als 30 Zuhörer der Ortsratssitzung wurden zudem Teilbereiche des derzeit laufenden Baus eines Glasfasernetzes kritisch hinterfragt. So wurde bemängelt, dass die innerörtlichen Unterverteilerkästen des Glasfasernetzes auf die Gehwege gesetzt wurden. Auch wurde die nach Meinung der Einwohner zu geringe Verlegetiefe der Leitungen von etwa 40 Zentimetern kritisiert.

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