Gifhorn. In der Nacht kontrollierte die Polizei Autofahrer auf der Braunschweiger Straße. Das Ergebnis erschreckend - nicht nur wegen des Tempos.

Nachdem sich Anwohner der Braunschweiger Straße zuletzt wiederholt darüber beschwert hatten, dass diese insbesondere zwischen dem Famila-Markt und der Kreuzung zum Eyßelheidweg als „Rennstrecke“ missbraucht werde, hat die Polizei nun intensive Kontrollen durchgeführt.

Neben Geschwindigkeitsmessungen fanden zunächst ab 22 Uhr auch offene Kontrollen statt, bei denen sich herausstellte, dass zahlreiche Autos mit unerlaubten Bauartveränderungen unterwegs waren. Ab Mitternacht begannen laut Polizei-Bericht die verdeckten Tempokontrollen mit Laserpistole auf der Braunschweiger Straße.

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Innerhalb von nur 90 Minuten wurden bis 1.30 Uhr teils erhebliche Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Auffällig und erschreckend: Das junge Alter der Fahrer. Ein 18-Jähriger passierte die innerörtliche Messstelle in seinem VW Scirocco mit 106 Stundenkilometern und somit mehr als doppelt so schnell wie erlaubt. Ein ebenfalls 18-Jähriger wurde in seinem BMW mit Tempo 92 und eine 19-Jährige in ihrem Golf mit Tempo 85 gemessen.

Diese Strafen erwarten die jungen Gifhorner

Alle drei Personen kommen aus der Stadt Gifhorn. Neben empfindlichen Bußgeldern in Höhe von mehreren Hundert Euro erwarten die Fahranfänger ein- bis zweimonatige Fahrverbote sowie Nachschulungen und Verlängerungen der Probezeit. Darüber hinaus dürfte die Bußgeldstelle aufgrund der erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung vorsätzliches Handeln unterstellen, was in der Regel eine Verdoppelung des Bußgeldes nach sich zieht. Zwei weitere Fahrzeugführer passierten die Messstelle mit über 70 Stundenkilometern.

Gegen 2 Uhr postierten sich die Beamten schließlich auf der Bundesstraße 4 im Bereich Gifhorn-Süd/ Pendlerparkplatz. Hier wurde der Verkehr in Richtung Braunschweig gemessen. Ein 66-jähriger aus Salzgitter-Lebenstedt passierte die Messstelle Tempo 151, erlaubt sind 100. Den Rentner erwarten nun mehrere Hundert Euro Bußgeld sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Weitere Fahrzeugführer wurden mit über 120 Stundenkilometern gemessen.