Braunschweig. Das 500.000 Euro schwere Förderprogramm der Stadt war zum 2. April angelaufen. Warum es für Photovoltaik-Anlagen weniger Geld gibt.

Aus dem städtischen Förderprogramm für regenerative Energien und Energieeffizienzmaßnahmen sind bereits über 400.000 Euro beantragt, wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt. Insgesamt stehen demnach auch in diesem Jahr 500.000 Euro zur Verfügung, sodass die Mittel bereits weitgehend ausgeschöpft sind. Das Förderprogramm, mit dem Braunschweigerinnen und Braunschweiger attraktive Zuschüsse für ihre eigene Energiewende und ihre individuelle Energieunabhängigkeit erhalten konnten, war zum 2. April angelaufen.

Zu Beginn war bereits ein großer Ansturm zu verzeichnen, sodass nach zehn Stunden bereits über 300.000 Euro ausgeschöpft und 380 Anträge eingegangen waren. Mit Stand vom 12. April sind nun bisher 477 Anträge eingegangen und 410.584 Euro voraussichtlich ausgeschöpft.

Stadt Braunschweig reduziert Förderhöhe für steckerfertigen Photovoltaik-Anlagen

Nach der erfolgreichen und schnellen Ausschöpfung des letztjährigen Förderprogramms 2023 wurden die Förderinhalte für dieses Jahr nur vereinzelt verändert, wie die Stadt mitteilt. Beispielsweise wurde die Förderhöhe der steckerfertigen PV-Anlagen von 400 auf 200 Euro reduziert, um diese an die aktuellen Marktpreise anzupassen. Im Sinne einer sozialen Komponente sei dafür jedoch eine Bonusförderung in Höhe von 150 Euro für Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld, Wohngeld, Grundsicherung oder BAföG eingeführt worden. Der Prozentsatz der Förderung von Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle sei zur Anpassung an die maximale Förderhöhe von 30 auf 25 Prozent reduziert worden.

Die Anzahl der Förderanträge für steckerfertige PV-Anlagen hat sich im Gegensatz zum Vorjahr verringert und beläuft sich derzeit auf 345, von denen vier einen Nachweis auf eine Bonuszahlung eingereicht haben. Dafür ist die Anzahl an Förderungen von Energieeffizienzmaßnahmen auf fast 50 Anträge gestiegen, mit denen 200.000 Euro des Fördervolumens gebunden werden. Diese bilden damit die größte beantragte Position. Gestiegen ist auch die Anzahl an Anträgen für regenerative Wärme im Bestand, sodass voraussichtlich der Einbau von etwa 70 Wärmepumpen beziehungsweise Solarthermieanlagen im Sinne des Förderprogramms unterstützt werden kann.