Protest gegen Corona-Maßnahmen

„Spaziergänger“ fordern in Braunschweig: „Kornblum muss weg“

Protest gegen Corona-Politik in Braunschweig am 21. Februar

Protest gegen Corona-Politik in Braunschweig am 21. Februar

Nach Polizeiangaben demonstrierten in der Braunschweiger Innenstadt dieses Mal rund 500 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Video: Bernward Comes

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Braunschweig.  Laut Polizei beteiligten sich rund 500 Menschen am Protest gegen die Corona-Politik. Einige Spruchbänder richteten sich gegen den Oberbürgermeister.

Erneut fand am Montagabend eine angemeldete Versammlung gegen die Corona-Politik statt. Rund 500 Menschen zogen laut Polizei durch die Innenstadt. Wie in den vergangenen Wochen machten sie auf Plakaten ihre Kritik an einer Impfpflicht deutlich. Auffällig waren dieses Mal Spruchbänder, die sich gegen Oberbürgermeister Thorsten Kornblum richteten. So hieß es beispielsweise: „Corona-Kommunismus stoppen! Kornblum muss weg!“

Kornblum hatte sich zuletzt mehrfach sehr klar für eine Impfpflicht ausgesprochen. Diese sei möglichst schnell nötig, appellierte er an den Bundestag, um gegen eine weitere Corona-Welle im nächsten Herbst und Winter gewappnet zu sein. Eine Position, die unter den Demonstranten niemand teilt – auch jene nicht, die geimpft sind.

Polizei: Keine nennenswerten Zwischenfälle

Wie schon in der vergangenen Woche fand zeitgleich zum Protest der „Spaziergänger“ auf dem Schlossplatz eine Kundgebung der Partei „Die Rechte“ mit einer Handvoll Teilnehmern statt – ebenfalls gegen die Corona-Maßnahmen gerichtet. Angesichts der Rechtsextremen formierte sich ein spontaner Gegenprotest von Anhängern aus dem linken politischen Spektrum. „Gegen 20 Uhr waren alle Versammlungen beendet“, berichtet die Polizei. „Es kam zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.“

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