Der Rummel kommt in Braunschweigs Innenstadt

Braunschweig.  Auch Fahrgeschäfte sollen aufgestellt werden. An einem Konzept wird bereits gearbeitet.

Auf dem städtischen Messegelände haben einige Schausteller bereits Verkaufsstände aufgebaut.

Auf dem städtischen Messegelände haben einige Schausteller bereits Verkaufsstände aufgebaut.

Foto: Norbert Jonscher / NJ

Die Schausteller Braunschweigs hat die Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Keine Frühjahrsmesse, keine Volksfeste. Vage die Hoffnung auf eine Änderung im Herbst. Nun wird wohlwollend geprüft, ob Platz für sie in der Innenstadt ist.

Die CDU hat im Wirtschaftsausschuss nach Optionen gefragt, um Insolvenzen zu verhindern. Dabei geht es natürlich auch um das Messegelände an der Theodor-Heuss-Straße, wo bereits Verkaufsstände stehen. Ist eine Ausweitung möglich? Eine Prüfung ergab: Vorleistungen sind nötig Die üblichen lautstarke Veranstaltungen werden wegen der nahen Wohnbebauung wohl “nur sehr eingeschränkt“ möglich sein. Lärmgrenzen sind einzuhalten. Ein Konzept müsse erstellt werden.

Anwohner haben Anspruch auf Lärmschutz

Zudem: Ein „temporärer Freizeitpark“ sei eine kommerzielle Nutzung des Geländes. Die Nutzungsentgelte ließen sich nicht ohne weiteres reduzieren. Ein politischer Entschluss dazu sei angeraten. Zudem erinnerte Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa an einen Nutzungskonflikt. Zwischen Juli und Oktober seien Wochenenden für Flohmärkte reserviert. Ob sie stattfinden dürfen, weiß man noch nicht. Gleichwohl: Es bestehen gültige Verträge.

Dennoch: Das Hygienekonzept vom Messegelände wird nun auf die Innenstadt übertragen. Verkaufsstände werden dort aufgebaut. Leppa: „Die Innenstadt-Kaufleute begrüßen dies. Sie erwarten sich eine Belebung der Fußgängerzone.“ Die Flächennutzung muss bezahlt werden. Den Schaustellern sollen allerdings hohe Rabatte eingeräumt werden.

Die Feuerwehr darf nicht behindert werden

Außerdem wird nach Orten gesucht, wo auch Fahrgeschäfte Platz haben. Es bieten sich an: Kohlmarkt, Platz der Deutschen Einheit, Burgplatz. Dort sind bereits Wasser und Strom vorhanden. Der Schaustellerverband Braunschweig arbeitet mit dem Stadtmarketing bereits an einem Konzept.

Einbezogen, so Leppa, sei jedoch auch die Berufsfeuerwehr. Sie darf von Fahrgeschäften nicht behindert werden. Außerdem sei auch das Gesundheitsamt mit von der Partie. Leppa erklärt dies so: „Mancher mag meinen, die Innenstadt werde zum Rummelplatz. Garantiert nicht! Denn es muss möglich bleiben, die Corona-Sicherheitsabstände einzuhalten.“

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