10.000-Euro-Spende für Braunschweigs Löwen-Labyrinth

Braunschweig.  Der Westpark bekommt eine zusätzliche Attraktion. Der Bezirksrat der Weststadt freut sich bereits.

Kniehoch ist das Elefantengras im Westpark bereits. Mit Flatterband wurde markiert, wo die Wege des Labyrinths verlaufen sollen.

Kniehoch ist das Elefantengras im Westpark bereits. Mit Flatterband wurde markiert, wo die Wege des Labyrinths verlaufen sollen.

Foto: STACHURA

Förder-Millionen hat Braunschweigs Grünflächenverwaltung zwar eingeworben, um mit zusätzlichem Grün für mehr Klimaschutz zu sorgen. Doch um das I-Tüpfelchen zu setzen, bedarf es mitunter Unterstützung. Ein Sponsor hat sich nun gefunden, um das Löwen-Labyrinth im Westpark noch attraktiver zu machen.

Um Vertraulichkeit wurde gebeten. Die Verwaltung spricht lediglich davon, dass auch die Berichterstattung in unserer Zeitung dafür gesorgt habe, dass ein „Braunschweiger Unternehmer“ eine Spende von 10.000 Euro zugesagt hat. Damit ist ein acht Meter hoher Aussichtsturm finanziert, der für beste Übersicht über das bundesweit einmalige Projekt im Westpark garantiert.

Unterricht unter freiem Himmel

Dort ist bereits eine 4000 Quadratmeter große Plantage mit extra schnell wachsendem Elefanten-Gras samt Blühstreifen angelegt worden. Das Elefantengras, auch Chinaschilf genannt, ist binnen acht Wochen bereits kniehoch gewachsen. Es soll vier Meter hoch und jährlich gemäht werden. Das in ihm gebundene Kohlendioxid ist ein klimaneutraler Brennstoff und soll fossile Brennstoffe ersetzen.

Mehrere dieser Plantagen wurden bereits im Stadtgebiet angelegt. Sie werden Infotafeln erhalten. Im Westpark sollen die Zusammenhänge nun noch deutlicher werden. Wege in der Form des Braunschweiger Stadtlöwen werden durch das Labyrinth führen. „Grüne Klassenzimmer“ unter freiem Himmel sind im Elefantengras geplant, um dort Umweltbildung und Umwelterziehung möglich zu machen.

Labyrinth als Besuchermagnet

Nur ein Aussichtsturm fehlte noch, der Dank des Spenders und Eigenmittel der Grünflächen-Verwaltung nun aber finanziert ist. Kosten von 75.000 Euro werden erwartet. Baupläne gibt es noch keine. Laut Verwaltung werde auf der Aussichtsplattform „eine halbe Schulklasse“ Platz finden.

Der Turm soll das Löwen-Labyrinth als Ziel für Ausflüge noch attraktiver machen und auch die Anziehungskraft des Westparks erhöhen. Der Bezirksrat der Weststadt hat sich bereits einstimmig hinter das Projekt gestellt. Gibt Mitte Juli auch der Rat grünes Licht, muss abgewartet werden, bis die Wege im Labyrinth tragfähig sind. „Im Herbst“, so hieß es im Bezirksrat, könnte der Turm stehen.

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