Braunschweigs einzige Schule mit Corona-Erfahrung

Braunschweig.  An der Realschule Maschstraße hatte sich eine Lehrerin mit Corona infiziert. Ihre Klasse ist seit dieser Woche zurück aus der Quarantäne.

Die Realschule Maschstraße ist die erste und bisher einzige Schule in Braunschweig, an der eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde. Eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Die Realschule Maschstraße ist die erste und bisher einzige Schule in Braunschweig, an der eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde. Eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Foto: Philipp Ziebart / BestPixels.de Archiv

Die Realschule Maschstraße ist die erste und bislang einzige Schule in Braunschweig , an der eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde. Vor genau drei Wochen war eine Lehrerin positiv auf das Virus getestet worden.

Die Schüler einer zehnten Klasse waren daraufhin in Quarantäne geschickt worden. Seit dieser Woche sind sie wieder zurück im Unterricht, und ihre Lehrerin befindet sich nach Angaben des Schulleiters auf dem Weg der Besserung.

Die Abschlussprüfungen wurden wegen der Quarantäne verschoben

„Für alle betroffenen Schüler wurden die Abschlussarbeiten auf den Nachholtermin verschoben, da ihnen zwei Wochen der Vorbereitungszeit fehlen“, sagt Schulleiter Andreas Hantelmann: „Sie sollten keine Nachteile haben gegenüber den Schülern der beiden Klassen, die weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen konnten.“

Hantelmann fand es richtig, dass der Schulbetrieb nicht komplett eingestellt wurde, sondern nur eine von drei Klassen in Quarantäne musste. Es sei eine Entscheidung auf vielen Ebenen gewesen: Stadt, Kultusministerium und Landesschulbehörde seien beteiligt gewesen. „Für alle Beteiligten war das Neuland“, sagt Hantelmann und zeigt Verständnis dafür, dass es zuerst ein kurzes Hin und Her gab: Hieß es am Freitag erst, die Schule werde komplett geschlossen, lautete die Vorgabe am Montag, der Schulbetrieb solle ab Dienstag weiterlaufen, nur die betroffene Klasse müsse in Quarantäne. „Damit wurde am Ende die Lösung umgesetzt, die ich mir gewünscht hatte“, sagt Hantelmann und fügt hinzu: „Ich habe mich die ganze Zeit über gut aufgehoben gefühlt.“

Panik habe der Vorfall an seiner Schule nicht ausgelöst, wohl aber eine „leichte Verunsicherung“, so Hantelmann: „Mehrere Lehrkräfte, die mit der infizierten Lehrerin Kontakt hatten, haben sich testen lassen. Es wurden aber keine weiteren Infektionen nachgewiesen.“

Mittlerweile wurde der Präsenzunterricht wie an den anderen Schulen hochgefahren: Neben den Zehnt- sind auch die Neuntklässler wieder in der Schule, insgesamt 130 Schüler. Nach Pfingsten kommen die siebten und achten Klassen hinzu. Dann wird es enger. „Bislang konnten wir sicherstellen, dass jede Lerngruppe einen eigenen Raum hat. Demnächst geht das nicht mehr, dann müssen sich zwei Gruppen im täglichen Wechsel einen Raum teilen“, so Hantelmann.

Eine zusätzliche Reinigung der Räume gibt es nicht

Bei der Stadt habe er eine „verschärfte Reinigung und Desinfektion“ der Räume angeregt, dem sei aber eine Absage erteilt worden: „Die normale Reinigung reicht aus, hieß es, da die Viren auf Oberflächen nicht lange überleben.“

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Der Schulbetrieb läuft also „normal“ weiter – so normal, wie es in diesen unnormalen Zeiten möglich ist. Denn natürlich gelten weiterhin die Sicherheitsvorgaben: Abstand halten, Hände waschen, Unterricht in kleinen Gruppen, geleitete Wege… „Und ich möchte außerdem, dass bei uns der Mund- und Nasenschutz nicht nur in den Pausen und auf den Fluren getragen wird, sondern möglichst auch im Unterricht“, ergänzt Hantelmann. Sicher ist sicher – einen weiteren Corona-Fall braucht so schnell niemand.

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