Rückkehr zum Schulbetrieb an der Förderschule

Braunschweig.  An der Oswald-Berkhan-Schule werden die ersten Schüler bereits wieder unterrichtet. Die Schule freut sich zudem auf eine neue Turnhalle.

Das Archivfoto entstand bei der Projektwoche an der Oswald-Berkhan-Schule im vergangenen Herbst. Die Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung hat rund 240 Schüler von Klasse 1 bis 12.

Das Archivfoto entstand bei der Projektwoche an der Oswald-Berkhan-Schule im vergangenen Herbst. Die Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung hat rund 240 Schüler von Klasse 1 bis 12.

Foto: Philipp Ziebart / BestPixels.de

Die Rückkehr in den Schulbetrieb ist für Förderschulen eine ganz besondere Herausforderung. Beispielsweise an der Oswald-Berkhan-Schule: An der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, die auch von vielen Kindern mit Mehrfachbehinderungen besucht wird, gehören überdurchschnittlich viele Kinder der Corona-Risikogruppe an.

Den Kindern die Abstandsregeln nahezubringen, ist nicht einfach. Zudem muss der Transport der Kinder, der zum größten Teil mit Kleinbussen erfolgt, umorganisiert werden. „In die Busse passen normalerweise acht Schüler. Wegen der Abstandsregeln werden jetzt nur noch zwei Schüler pro Bus transportiert“, gibt Schulleiter Reinhard Fricke ein Beispiel. Oberstes Ziel aller Maßnahmen: Alle sollen gesund bleiben!

Therapeuten der Schüler beraten Eltern für die Pflege daheim

Die ersten Lerngruppen der Jahrgänge 11 und 12 sind seit gut einer Woche wieder in der Schule. Unterrichtet werden sie in Kleinstgruppen im wöchentlichen Wechsel. Der ergänzte Leitfaden des Kultusministeriums sieht für Förderschulen vor, dass alle 14 Tage weitere Jahrgänge hinzukommen. Den Abschluss bildet die Primarstufe – anders als bei den Regelschulen.

Eine Notbetreuung gibt es bereits. „Sie ist pädagogisch anspruchsvoll, kreativ und wird mit Freude gemacht“, betont Schulleiter Fricke. Die Zahl der Kinder in der Notbetreuung wachse. „Wir sind im engen Austausch mit den Eltern. Das ist eine Risikoabwägung – und die Eltern sind die Experten ihrer Kinder“, so Fricke.

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Therapeutische Anwendungen finden weiterhin statt, wobei laut Schulleiter darauf geachtet wird, dass jeder Therapeut in möglichst wenig Gruppen im Einsatz ist, um die Zahl der Kontakte zu minimieren. „Unsere Therapeuten bieten verstärkt Beratungen an, in Sprechstunden und am Telefon, um Eltern, deren Kinder zu Hause sind, über mögliche Hilfsmittel und über ergotherapeutische Fragen zu informieren“, sagt Fricke. Familien von Kindern mit erheblichem pflegerischen Bedarf würden zu Hause von den Schulbegleitern der Kinder entlastet.

Die marode Turnhalle wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt

Übrigens: Für die kleine Turnhalle der Schule, deren Ständerwerk marode ist und die deshalb wegen Einsturzgefahr seit Oktober gesperrt ist, soll es einen Ersatzbau geben. Bereits im März hatte die Stadtverwaltung im Schulausschuss bekanntgegeben, dass eine Sanierung der alten Halle laut Prüfung wirtschaftlich nicht darstellbar sei.

Einen Zeitplan für Abriss und Neubau gebe es noch nicht, so die Verwaltung. Fricke bestätigt: „Sobald es möglich ist, soll es einen Ortstermin mit dem Fachbereich Gebäudemanagement der Stadt geben, um die Planungsgrundlage zu schaffen.“ Angedacht ist eine Kleinsthalle. Geprüft werden soll laut Stadtverwaltung auch, ob auf dem Areal der ehemaligen Hausmeisterwohnung nach Abriss zusätzliche Schulräume errichtet werden können.

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