Hort und Schulkindbetreuung in Braunschweig werden teurer

Braunschweig.  Bis 15 Uhr bleibt die Betreuung kostenlos. Für eine längere Betreuung müssen die Eltern ab August mehr Geld zahlen. Das hat der Rat beschlossen.

Malen, basteln, spielen, toben: Mehr als die Hälfte aller Grundschüler in Braunschweig nutzt nach Unterrichtsschluss die Nachmittagsbetreuung.

Malen, basteln, spielen, toben: Mehr als die Hälfte aller Grundschüler in Braunschweig nutzt nach Unterrichtsschluss die Nachmittagsbetreuung.

Foto: dpa / Symbolfoto

Die Betreuung von Grundschülern nach Unterrichtsende im Hort, in der Schulkindbetreuung und in der Ganztagsgrundschule wird mit Beginn des nächsten Schuljahres teurer.

Während die Betreuung bis 15 Uhr weiterhin kostenfrei bleibt, kostet die Betreuungsstunde bis 16 Uhr künftig 30 Euro im Monat (bislang waren es 15 Euro), die Betreuung bis 17 Uhr schlägt künftig mit 60 Euro zu Buche (bislang 30 Euro). Das hat der Rat der Stadt in seiner Sitzung am Dienstag mit großer Mehrheit und bei wenigen Gegenstimmen beschlossen.

Die Anregung zur Kostenerhöhung war aus der Stadtverwaltung gekommen. Die Stadt muss sparen, um künftig einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen: weniger Ausgaben, mehr Einnahmen, lautet die Devise. Gemäß Ratsauftrag soll der Haushalt nämlich bis spätestens 2026 ausgeglichen sein.

Ursprünglich sollte die Erhöhung deutlicher ausfallen

Vor diesem Hintergrund hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die monatliche Kostenpauschale für die Nachmittagsbetreuung, die seit 2007 nicht verändert wurde, zu erhöhen. Nach den Vorstellungen der Verwaltung wäre die Erhöhung sogar deutlich höher ausgefallen: Ihr Antrag lautete, die Betreuung bis 16 Uhr auf 50 Euro und die Betreuung bis 17 Uhr auf 100 Euro pro Monat zu erhöhen. Die Einnahmen der Stadt hätten sich damit nach Angaben der Verwaltung um rund 720.000 Euro pro Jahr erhöht.

Die Ratsfraktion der Grünen hatte daraufhin einen Änderungsantrag gestellt, der am Ende mehrheitlich beschlossen wurde. Darin heißt es: „Eine moderate Erhöhung der Elternentgelte ist vertretbar, allerdings ist der Vorschlag der Verwaltung zu hoch.“ Bei wenigen Gegenstimmen wurde beschlossen, die Betreuung um 30 bzw. 60 Euro pro Monat pro Kind zu erhöhen.

Familien mit geringem Einkommen können von der Zahlung befreit werden

Die Entgelterhöhung tritt zum 1. August in Kraft. BUT-Berechtigte zahlen wie bisher kein Entgelt. Familien mit einem Einkommen von weniger als 23.000 Euro können auf Antrag ebenfalls von der Entgeltzahlung befreit werden.

Die Erhöhung gilt auch in der Kindertagespflege. Hier bliebt eine zweistündige Betreuung von Schulkindern kostenfrei, jede weitere Stunde kostet künftig 30 Euro.

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