Auftakt zum Stadtradeln – Braunschweig fährt Rad!

Braunschweig.  Es ist ein Sonntag, der Lust und Mut macht. So viele sind unterwegs. Es ist eine sanfte Demonstration für die fahrradfreundliche Stadt.

Auch Rolf und Doro Schwarz melden sich bei Michelie Ibsch von der Stadt zum Stadtradeln an.

Auch Rolf und Doro Schwarz melden sich bei Michelie Ibsch von der Stadt zum Stadtradeln an.

Foto: Henning Noske

Besser kann es nicht beginnen: Traum-Fahrradwetter! Bei herrlichem Sonnenschein und wunderbar mildem Spätsommerwetter hat am Sonntag das Stadtradeln in Braunschweig begonnen. Noch bis zum 14. September heißt es: Kilometer sammeln, auch für das Klima – und auch für eine lebenswerte, fahrradfreundliche Stadt.

Alles also voller Symbolik. Und so geht es zum Start am Sonntag auf eine wunderschöne Rundtour, die der ADFC organisiert hat. „Den Nordosten von Braunschweig entdecken“ heißt es – und es geht über die Innenstadt nach Querum zur Mergelkuhle nach Hondelage, zum Hofladen Klostergut in Dibbesdorf und auf Lenges Hof in Schapen. Dann natürlich wieder zurück über Riddagshausen und Gliesmarode in die City.

Eine wunderbare Strecke, rund
30 Kilometer lang, die man an diesem Tag (und auch sonst) gerade so fahren kann, wie man es möchte.

Einsteigen, aussteigen, aufsteigen, absteigen – ganz egal. Hauptsache Kilometer. Und Hauptsache etwas für die eigene Gesundheit und Fitness getan. So sehen das auch Rolf und Doro Schwarz aus der Weststadt, die sich an diesem Morgen auf dem Domplatz bei Michelie Ibsch von der Stadt zum Stadtradeln anmelden. Jetzt geht’s los. So 50 bis
60 Kilometer wollen die beiden heute abliefern, nach der Nordost-Tour geht’s dann gleich noch weiter bis nach Sickte. Alles auf dem Rad.

So muss das sein. Wenn man will. Und sie wollen. Denn es geht ihnen um Gesundheit und Umweltschutz. Rolf Schwarz hat das Auto schon abgeschafft. Er ist nur noch mit dem Rad unterwegs. Im Winter sogar auf Spikes. Nebenbei hat man bei Schwarzens noch ein Busticket, das muss und kann reichen. Allein in den vergangenen drei Tagen hat das Paar 170 Radkilometer auf dem Buckel. Mehr als 8000 Kilometer sollen es im Jahr sein, sagen sie.

Gleich nebenan auf dem Domplatz am Stand der Bürgerinitiative Fahrradstadt hört man das natürlich gern. Dort wird gerade der symbolische Startschuss für einen möglichen Bürgerentscheid gegeben. Seine Unterschrift kann man aber noch nicht abgeben. Denn gerade wird noch alles vorbereitet, damit die Aktion auch wirklich gelingen kann. „Wichtig ist aber schon einmal unsere Informationsarbeit. Wir wollen sicheren und attraktiven Radverkehr in Braunschweig“, sagen Matthias Fischer und Margrit Pape-Jackstreit von der Initiative.

Und nun kann es auch für uns losgehen. Erstmal Ringgleis, klare Sache. Viel los heute. Einfahrt in den Nordbahnhof, das Haus der Kulturen. Geduldig holen sich die Leute ihre Stempel ab. Eine schöne Erinnerung. Eine Schlange auch vor der Ortsbücherei in Querum, der nächsten Station. In Querum gibt’s übrigens leckeres Eis ...

Und so geht es jetzt weiter. Fröhliche Menschen auf Radeltour, irgendwie alle glücklich. Auf dem Hof vom Klostergut Dibbesdorf mit Hofladen lockt die Radler ein eiskaltes Radler. Familien Rosenbaum und Götz aus Völkenrode machen ein Selfie. Der Hof ist voll. Bratwurst brutzelt. So schmeckt der Sommer.

Ganz ähnlich auf Lenges Hof in Schapen, wo wir den Gastgeber selig inmitten nicht enden wollender Besuchermengen antreffen. Klar, dass es da auch wieder einiges zu erzählen und zu erklären gibt. Und das steht fest: Radfahren macht heute einfach Spaß und tut richtig gut.

Informationen:

www.stadtradeln.de

www.adfc-braunschweig.de

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