„Till Eulenspiegel“ einigt sich mit Ex-Geschäftsführerin

Braunschweig.  Die 61-Jährige hatte geklagt. Die Elterninitiative hatte der Frau gekündigt, weil Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung gegen sie ermitteln.

Das Büro der Elterninitiative Till Eulenspiegel  am Altewiekring in Braunschweig.

Das Büro der Elterninitiative Till Eulenspiegel am Altewiekring in Braunschweig.

Foto: Florian Kleinschmidt / BestPixels.de

Der Vorstand der Elterninitiative Till Eulenspiegel und die ehemalige Geschäftsführerin des Vereins haben sich am Tag vor dem geplanten Kammertermin vor dem Arbeitsgericht Braunschweig außergerichtlich geeinigt. Die 61-Jährige, die gegen ihre fristlose Kündigung geklagt hatte, scheidet nach Angaben von Vorstandsmitglied Robin Gast Ende September aus dem Beschäftigungsverhältnis aus. Der Kammertermin entfiel.

Über Details der Einigung hätten beide Parteien Stillschweigen vereinbart, erklärt Gast. Die Ex-Geschäftsführerin selbst hat auf eine Anfrage unserer Redaktion nicht reagiert. Auslöser der Kündigung waren Ermittlungen der Steuerfahndung und der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft hatte bestätigt, dass gegen die gelernte Erzieherin wegen Steuerhinterziehung, Subventionsbetrugs und Veruntreuung von Geldern ermittelt wird. Der Anwalt des Vereins hatte im Gütetermin vor dem Arbeitsgericht von „äußerst schwerwiegenden Vorwürfen des Finanzamtes und der Steuerfahndung“ gegen die ehemalige Geschäftsführerin gesprochen. Die Existenz des Vereins habe vorübergehend auf dem Spiel gestanden. Das Finanzamt darf sich wegen des Steuergeheimnisses zu dem Fall nicht äußern. Bereits kurz nach Ausspruch der Kündigung im Februar hat der Verein einen neuen Geschäftsführer eingestellt.

Till Eulenspiegel betreut rund 240 Kinder in zahlreichen Kindergarten-, Krippen- und Hortgruppen in Braunschweig. Es ist die größte Elterninitiative der Stadt.

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