Projekt Bahnstadt: Das Ringgleis muss noch warten

Braunschweig.  Das Fördergeld reicht nicht, um alle Teile des Geländes am Braunschweiger Hauptbahnhof zu sanieren

Vor der Echobrücke am Kennelgelände endet das Ringgleis. Eine Grafik der Stadtverwaltung zeigt, was hinter dem Zaun geplant ist.

Vor der Echobrücke am Kennelgelände endet das Ringgleis. Eine Grafik der Stadtverwaltung zeigt, was hinter dem Zaun geplant ist.

Foto: Jörn Stachura

Groß-Projekt ­– hinter dem Hauptbahnhof erhält Braunschweig einen neuen Stadtteil. Die Bahnstadt, so der vorläufige Arbeitstitel, hat jedoch einen Nachteil: Das Ringgleis wird nicht so wie beabsichtigt das Gebiet queren. Am Rande der Ratssitzung erläuterte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer Details.

Es ist eine gewaltig Aufgabe, die auf Braunschweig wartet. Es geht um die riesige Fläche von 82 Hektar bei einer angenommen Laufzeit des Förderprogramms von 15 Jahren. In dieser Zeit sollen bis zu 700 neue Wohnungen gebaut, der Bebelhof aufgewertet werden und neues Gewerbe samt Freizeit-Einrichtungen angesiedelt werden. Über das Förderprogramm sollen dafür 21 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Ein Drittel der Summe trägt die Stadt. Seitens der Planungsverwaltung wird angenommen, dass weitere 2,5 Millionen Euro fällig werden, die nicht über das Förderprogramm abgerechnet werden können.

„Doch das sind natürlich nicht die Gesamtkosten“, sagt dazu der Stadtbaurat. Der mögliche Bau von 700 neuen Wohnungen „sind natürlich nicht Teil des Förderprogramms. Das Förderprogramm löst solche Investitionen lediglich aus.“ Um welche Summe es am Ende geht, vermochte Leuer nicht zu sagen. Eine Faustformel dafür gebe es nicht.

Ursprünglich geplant war, dass das Fördergebiet sogar 150 Hektar umfasst und Fördermittel in Höhe von 50 Millionen Euro fließen. Dieser Plan sah vor, dass auch Flächen einbezogen werden, die bis zur Echobrücke reichen, wo gegenwärtig das Ringgleis endet. Diese Teilfläche ist nicht mehr Teil des Fördergebiets. Auf Umwegen wird es nun zum Bebelhof gehen.

Leuer erklärte, dass dies auch mit der Höhe der Förderung: „Sie ist auf maximal 200 Euro je Quadratmeter begrenzt. Das würde zwar für die Anlage eines bloßen Fuß- und Radwegs wie das Ringgleis reichen.“ Doch in diesem Teil des Bahngeländes befinden sich auch viele alte Brücken der Bahn, die kostspielig saniert oder gar ersetzt werden müssten. Leuer setzt darauf, Geld aus einem anderen Förderprogramm darauf zu verwenden.

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