Noch mehr Sonnenstrom auf Uni-Gebäuden

Braunschweig.   Die TU Braunschweig erhält von EU und Land 1,3 Millionen Euro für neun Photovoltaikanlagen. Der Strom wird im eigenen Uni-Netz verwendet.

Montage der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes Grotrian Süd, einer ehemaligen Klavierfabrik. Das Gebäude wird vom AStA, Fachschaften, Architekturstudierenden, als Zeichensaal und als Seminarraum genutzt.

Montage der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes Grotrian Süd, einer ehemaligen Klavierfabrik. Das Gebäude wird vom AStA, Fachschaften, Architekturstudierenden, als Zeichensaal und als Seminarraum genutzt.

Foto: Institut für Gebäude- und Solartechnik/TU BS

Die Technische Universität Braunschweig installiert neun neue Photovoltaikanlagen in einem Gesamtwert von 1,3 Millionen Euro. Zukünftig sollen die drei vorhandenen und neun geplanten Anlagen jährlich über 500 Megawattstunden elektrische Energie erzeugen. Wie die Uni mitteilt, ist die Nutzung der Sonnenenergie ein wichtiger Schritt, um eine effiziente und klimafreundliche Energieversorgung zu etablieren. Zugleich soll der Hochschulhaushalt durch Kostensenkungen nachhaltig entlastet werden – es gehe um jährlich rund 100 000 Euro.

Die neuen Photovoltaikanlagen werden auf den Dächern des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF), des Braunschweiger Zentrums für Systembiologie (BRICS), des Zentrums für Verfahrenstechnik (PVZ) und des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA) sowie auf weiteren Gebäuden im Bereich des Campus Ost installiert.

„Zusammen mit den drei bereits vorhandenen decken die PV-Anlagen auf dem Universitätscampus den jährlichen Energiebedarf von über 150 Einfamilienhäusern“, heißt es in einer Mitteilung der TU. Im Sommer 2019 sollen die Installationsarbeiten abgeschlossen sein.

Der erzeugte Strom werde auf dem Campus effektiv genutzt, da er unabhängig vom Ort der Erzeugung im universitätseigenen Stromnetz verwendet werden könne. Er werde nicht in das öffentliche Netz eingespeist. Gefördert wird die Errichtung der neuen Anlagen vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Niedersachsen durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur zu insgesamt 100 Prozent.

Seit dem Jahr 2015 arbeiten Experten aus verschiedenen Instituten sowie das Gebäudemanagement der TU an der Umsetzung verschiedener Maßnahmen zur Energieeinsparung auf dem Campus. Gefördert wurden und werden die Forschungsprojekte vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Forschungsergebnisse sollen der energetischen Sanierung von Stadtquartieren zugutekommen.

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